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Das sächsische Fußball-Pokalfieber wird langsam wieder entfacht – die ersten beiden Runden sind ausgelost. Ein dickes Reformpaket hat die schwarz-rote Bunderegierung zusammengeschnürt. In der Musikstadt Leipzig wurde die Festivalstrategie geschärft. Und 311 schlaue Sachsen-Schüler/-innen liefern Traum-Abi von 1,0 ab. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Sachsenpokal-Auslosung der ersten beiden Runden

Keine sechs Wochen nachdem sich der FC Erzgebirge Aue den frisch gewonnenen Sachsenpokal in die Vitrine gestellt hat, wurden heute bereits die ersten beiden Runden der bevorstehenden neuen Saison ausgelost. Wie alle sächsischen Regionalligisten und Oberligisten muss auch der Titelverteidiger erst in der 2. Runde ran. In dieser reisen die Erzgebirgler dann zum Landesklasse-Aufsteiger VfB Weißwasser.

Ein eher unangenehmes Los erwischte der Regionalliga-Meister 1. FC Lok Leipzig. Der muss – ebenfalls erst in Runde 2 – beim Oberligisten VfB Auerbach antreten, ein Gegner, gegen den sich die Probstheidaer oft ziemlich schwer taten. Die Gesamtbilanz in den bisherigen Spielen gegeneinander ist ausgeglichen, neben vier Unentschieden stehen für beide Teams je sieben Siege zu Buche. Allerdings: Die bisherigen beiden Pokal-Duelle – 2018 und 2019 – hatte Lok in Auerbach jeweils mit 4:1 für sich entscheiden können.

Der Zweitrunden-Gegner für die BSG Chemie Leipzig steht noch nicht endgültig fest. Sie bekommen es auswärts mit dem Sieger der Erstrunden-Partie Germania Mittweida gegen SV Neudorf zu tun. Auch der FSV Zwickau muss noch den Ausgang des Spiels DJK Sokol Ralbitz/Horka gegen Heidenauer SV abwarten. Klarheit hingegen hat der Chemnitzer FC. Ihn empfängt in der 2. Runde – die am Wochenende 5./6. September stattfindet – das Team des Dresdner SC.

Das Wochenende 8./9. August hingegen ist für die 1. Pokalrunde reserviert. Hier steht mit dem Duell SG Olympia Leipzig (Stadtliga) gegen SV Lindenau (Landesklasse) auch ein reines Leipziger Derby auf dem Programm. Den kompletten Überblick zu allen ausgelosten Pokalspielen gibt es auf der Seite des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV).

Das Reformpaket der Koalition

Die schwarz-rote Bundesregierung hat im Koalitionsausschuss ein Reformpaket mit 34 Maßnahmen geschnürt. Das Ziel sei es, Wirtschaft und Sozialstaat zu stärken, Bürokratie abzubauen und Deutschland zu modernisieren. So sind zum 1. Januar 2027 steuerliche Entlastungen von rund zehn Milliarden Euro jährlich vorgesehen. Geplant sind höhere Grund- und Kinderfreibeträge, mehr Kindergeld, ein höherer Arbeitnehmerpauschbetrag sowie eine Abmilderung der Steuerprogression.

Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Einkommen. Zur Gegenfinanzierung wird die sogenannte Reichensteuer verschärft. Eine Erhöhung der Erbschaft- oder Vermögensteuer ist nicht vorgesehen. Der Handwerkerbonus wird reduziert, der Pauschalsteuersatz für Minijobs steigt. Der Bund will Einnahmeausfälle von Ländern und Kommunen teilweise ausgleichen. Die Empfehlungen der Alterssicherungskommission sollen bis Ende 2026 in einem Rentengesetz umgesetzt werden. Eine Entscheidung über künftige Rentenbeiträge für Minijobs steht noch aus.

Am Arbeitsmarkt soll die telefonische Krankschreibung entfallen und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen künftig direkt ab dem ersten Krankheitstag erforderlich werden. Zudem werden strengere Strafen für unrichtige Bescheinigungen vorgesehen. Sachgrundlose Befristungen werden – befristet bis Ende 2030 – auf bis zu 48 Monate mit sechs Verlängerungen ausgeweitet. Für Hochverdiener sind steuerliche Erleichterungen bei Abfindungen geplant, wenn sie rasch eine neue Beschäftigung aufnehmen. Außerdem werden steuerlich begünstigte Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit ausgeweitet und ein Programm zur Verringerung fehlender Schul- und Berufsabschlüsse angekündigt.

Zur Stärkung des Wachstums sollen Zukunftsbranchen gezielt gefördert werden. Gegen den Missbrauch von Sozialleistungen ist ein Aktionsplan mit erweitertem Datenaustausch zwischen Behörden vorgesehen. Zudem plant die Koalition Erleichterungen beim Datenschutz für kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine. Zum Bürokratieabbau sollen Berichts- und Dokumentationspflichten deutlich reduziert, Steuererklärungen vereinfacht, eine vorausgefüllte digitale Steuererklärung eingeführt und Unternehmen innerhalb von vier Wochen eine Steuernummer zugeteilt werden.

Die Musikstadt feilt an ihrer ihre Festivalstrategie

Unter der Dachmarke „Musikstadt Leipzig“ soll die Festivallandschaft der Stadt für 2029 bis 2039 strategisch weiterentwickelt werden, wie heute bekanntgegeben wurde. Gewandhaus und Oper Leipzig wollen ihre Festivalplanungen enger abstimmen, gemeinsame Schwerpunkte setzen und wechselnde Festivals ab 2029 im Zweijahresrhythmus ausrichten. Das Bachfest Leipzig und die Mendelssohn-Festtage sollen jährlich stattfinden. Der Stadtrat muss dazu aber noch votieren.

Für 2029 ist ein gemeinsamer Schwerpunkt zu Peter Tschaikowski geplant. Im Jahr 2031 ist am Gewandhaus ein Mahler-Festival vorgesehen, 2033 plant die Oper einen Schwerpunkt zu Richard Wagner, dessen Rezeptionsgeschichte auch kritisch beleuchtet werden soll. Ab 2035 sind weitere Festivals etwa zu Anton Bruckner, Johannes Brahms oder Robert Schumann denkbar – und auch Komponistinnen will man stärker berücksichtigen.

Als Zielstellung sind eine engere Abstimmung der Festivals, mehr internationale Strahlkraft und eine stärkere Betonung der Leipziger Musikgeschichte ausgegeben. Bis 2028 bleiben das Beethoven Festival 2027 und die Verdi-Festtage 2028 geplant. Die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH soll die Dachmarke schließlich international vermarkten.

Von links: Patrick Schmeing (Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung), Marit Schulz (Prokuristin LTM GmbH), Prof. Michael Maul (Intendant Bachfest), Lydia Schubert (Verwaltungsdirektorin und kommende Geschäftführende Intendantin der Oper), Dr. Skadi Jennicke (Kulturbürgermeisterin), Andreas Reize (Thomaskantor) und Prof. Andreas Schulz (Intendant Gewandhaus). Foto: Stadt Leipzig/sf

Traum-Abi 1,0

Sachsen feiert seine schlauen Köpfe. Das Sächsische Kultusministerium hat heute in der Dresdner Frauenkirche 311 Schülerinnen und Schüler des Freistaats ausgezeichnet. Diese hatten ihr diesjähriges Abitur oder ihre Fachhochschulreife mit der Traumnote von 1,0 abgeschlossen. Neben einem Glückwunschschreiben des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) gab es für die Jugendlichen eine Urkunde des Kultusministers Conrad Clemens (CDU), eine Ehrenplakette aus Meißner Porzellan sowie einen Büchergutschein.

Es hatten insgesamt 14.064 Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildende Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien, Berufliche Gymnasien, Fachoberschulen und Fachschulen an den Abschlussprüfungen teilgenommen. Von den 311 Teilnehmenden, die mit 1,0 abschlossen, waren 218 junge Frauen. Das entspricht einem Anteil von 70 Prozent. Leipzig ist mit 93 Schülerinnen und Schülern in dieser Spitze vertreten. Gleich elfmal konnte die Leipziger Thomasschule die Bestnote verbuchen – so viel hatte keine andere Schule in Sachsen vorzuweisen.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Kommentar: Das Misstrauen des Bundeskanzlers gegen die hart arbeitenden Menschen im Land

Halbzeit 2026: In 6 Monaten ist die Silvesternacht vorbei und es wurde dann wieder geböllert

Hallo Leipzig: So startet Donnerstag, der 2. Juli 2026 + LVB-Update

93 Millionen Euro teuer: Der Grüne Ring träumt von einer Schiffseisenbahn zwischen Cospudener und Zwenkauer See

2027 soll es endlich passieren: Stadt will Westteil der Georg-Schumann-Straße umbauen

Reise durch (k)ein Land: Wie zwei junge Männer im fernen Jahr 1984 durch den Osten trampten

Was sonst noch wichtig war:

Im Norden von Dresden ist heute die neugebaute Chipfabrik von Infineon eröffnet worden. Die Fertigstellung der sogenannten Smart Power Fab ist dabei sogar drei Monate früher erfolgt als ursprünglich geplant. Sie wurde als Anbau an das bereits bestehende Werk errichtet. Es sollen 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

Im Konflikt mit der erzkonservativen Piusbruderschaft hat der Vatikan nun einen konsequenten Schnitt vollzogen und alle Geistlichen, die dieser Bruderschaft angehören, aus der katholischen Kirche ausgeschlossen. Die ohne päpstliches Mandat ausgeführte Weihe von vier Bischöfen in der Schweiz hatte dabei das Fass zum Überlaufen gebracht.

Wegen Verstößen gegen EU-Wettbewerbsregeln muss Google nun doch 4,1 Milliarden Euro Strafe zahlen. Der Europäische Gerichtshof hat die Rechtmäßigkeit dieser bereits vor acht Jahren von der EU-Kommission ausgesprochenen Strafe jetzt endgültig bestätigt. Google hatte dagegen geklagt – doch mehr als eine leichte Reduzierung der ursprünglich auf 4,3 Milliarden Euro taxierten Wettbewerbsstrafe war für den Tech-Konzern nicht drin.

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