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Musikstadt

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Vorstellung der jüngsten Erwerbungen des Bach-Archivs mit Dr. Markus Zepf, Prof. Peter Wollny und Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke. Foto: Ralf Julke

Ohne Unterstützerkreis nicht möglich: Bach-Archiv Leipzig konnte eine verschollen geglaubte Partitur von Bachs ältestem Sohn erwerben

Eigentlich geht auch Prof. Peter Wollny, Direktor des Bach-Archivs Leipzig, mit Zahlen eher nicht hausieren. Doch als er am Mittwoch, 13. April, ein neues Stück „altes Papier“ vorstellte, das für das Bach-Archiv bei Sotheby’s ersteigert werden konnte, war ihm der Ärger über das Gebaren der Auktionshäuser doch ein paar deutliche Worte wert. Denn dieses Gebaren […]

Michael Maul: Bach. Eine Bildbiografie. Foto: Ralf Julke

Bach. Eine Bildbiografie: Michael Maul erzählt das Leben des Thomaskantors in 141 Bildern und Geschichten

Dieses Buch war eigentlich schon eine ganze Ecke früher geplant – nämlich zum Bachfest 2020, als Leipzig unter dem Motto „BACH – we are family!“ zum Treffpunkt für Bachfreunde und Chöre aus aller Welt werden sollte. Und dann musste das Bachfest wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die große Bach-Community hätte sich über eine zweisprachige Biografie auf neuestem Forschungsstand natürlich riesig gefreut.

Würdigung für einen einzigartigen Gewandhauskapellmeister: Carl Reinecke-Gesellschaft Leipzig gegründet

Am Samstag, 5. Juni, wurde die Carl Reinecke-Gesellschaft Leipzig gegründet. Ihr zentrales Anliegen ist die Pflege und Förderung der Musik des 1824 in Altona geborenen Komponisten und Gewandhauskapellmeister. Zudem soll Reinecke als Mensch und Künstler weiter erforscht werden, zumal er von 1860 bis 1895 mit 35 Dienstjahren bis heute am längsten als Gewandhauskapellmeister amtierte und 42 Jahre als Konservatoriumslehrer tätig war. Er starb 1910 in Leipzig.

Hagen Kunze: Gesang vom Leben. Foto: Ralf Julke

Gesang vom Leben: Hagen Kunze erzählt anekdotenreich die 800-jährige Geschichte der Musikstadt Leipzig

Löst Hagen Kunze, Musikwissenschaftler und Autor mehrerer Bücher zur Musikgeschichte, jetzt endlich das Rätsel, warum Leipzig neben Wien und Paris derart zu einer europäischen Musikmetropole werden konnte? Hat die Stadt ein bestimmtes Gen, das sie so besonders macht? Eine musikalische Seele etwa? Hagen Kunzes Buch nähert sich zumindest einer anspruchsvollen alten Dame an, die auf ihre musikalischen Freuden jedenfalls nie wieder verzichten wollte.

Helmut Loos (Hrsg.): Wolfgang Amadeus Mozart in Dresden und Leipzig. Foto: Ralf Julke

Wolfgang Amadeus Mozart in Dresden und Leipzig: Akribische Spurensuche am Wegrand einer legendären Musikerreise

Dieses Buch hatte schon einen Vorgänger im Jahr 1991: „Mozart in Kursachsen“. Doch mittlerweile haben die Beteiligten emsig weitergeforscht und viele kleine Spuren weiterverfolgt, weil ihnen das Nacherzählen von Mozarts Besuch im Frühjahr 1789 in Sachsen einfach zu wenig war. Denn das ließ spannende Fragen völlig unbeantwortet. Zum Beispiel: Warum kam Mozart ausgerechnet nach Sachsen? Und warum nach Leipzig? Und was hat es mit der Glasharmonika auf sich?

Petra Dießner, Anselm Hartinger (Hrsg.): Spaziergänge durch das musikalische Leipzig. Foto: Ralf Julke

Spaziergänge durch das musikalische Leipzig: Leipzig auf den Spuren der berühmten Musikerinnen und Musiker entdecken

Als die Edition Leipzig 2005 das Büchlein „Bach, Mendelssohn und Schumann“ herausgab, war das wie ein früher Bote fürs Stadtmarketing. Erst in den Folgejahren wurde das Leipzigmarketing auf die „Musikstadt“ zentriert und die Stadtführer durch die Musikstadt sprossen aus dem Boden. Der Henschel Verlag hat den Frühlingsboten von 2005 komplett überarbeitet und neu aufgelegt.

Helmut Loos (Hrsg.): Musikstadt Leipzig. Foto: Ralf Julke

Musikstadt Leipzig: Ein paar überraschende Puzzle-Steine zur Geschichte einer Selbstlobpreisung

In den vergangenen Jahren gab es ja ein regelrechtes Feuerwerk, mit dem die Musikstadt Leipzig gefeiert wurde. Besonders die Jubiläen von Clara und Robert Schumann ragten heraus. Der Thomanerchor feierte 800 Jahre und der Musikverlag Breitkopf & Härtel 300 Jahre. Und dicke Bücher dazu gab es auch. Nun gibt es noch eins. Quasi nachträglich. Denn das Thema zum „Tag der Stadtgeschichte“ 2016 war die Musikstadt. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Denn auch die „Musikstadt“ hat so ihre Tücken.

Kulturbürgermeister Skadi Jennicke. Foto: Alexander Böhm

Leipziger Festivallandschaft unter der Marke „Musikstadt Leipzig“

Die Leipziger Festivallandschaft der klassischen Musik soll unter der Marke "Musikstadt Leipzig" zusammengefasst werden. Ab 2021 sollen im jährlichen Wechsel jeweils durch das Gewandhaus und die Oper Festtage etabliert werden, die im zeitlichen Umfeld des Bachfestes stattfinden. Dieser von Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke vorgelegte Verwaltungsvorschlag fand die Zustimmung des Oberbürgermeisters Burkhard Jung in seiner jüngsten Dienstberatung. Der Stadtrat wird ihn in seiner Mai-Sitzung votieren.

Blick zur Hauptbahnhof-Westhalle. Foto: Ralf Julke

Linksfraktion fordert Runden Tisch für den Hauptbahnhof und ein Ende der grausamen Musikbeschallung

Mehrfach haben wir an dieser Stelle schon über die Vergraulungsmethoden des Hauptbahnhof-Managements gegenüber den Menschen berichtet, die sich vor den beiden Hauptausgängen aufhalten. Seit Monaten werden beide Orte mit klassischer und vor allem miserabel eingespielter klassischer Musik beschallt. Obwohl es eigentlich öffentliche Räume sind. Die Linksfraktion fordert jetzt einen Runden Tisch zur Lösung des Problems.

Tatjana Böhme-Mehnert: Musikstadt Leipzig in Bildern. Das 20. Jahrhundert. Foto: Ralf Julke

Der dritte opulente Bildband zur Musikstadt Leipzig führt durchs durchwachsene 20. Jahrhundert

Für FreikäuferNun ist die Musikstadt komplett. Zumindest die aus dem Lehmstedt Verlag. Gestartet 2015, jenem längst aus jeder Erinnerung getilgten Jahr, als Leipzig das 1.000. Jahr seiner Ersterwähnung feierte. Solche Feste kann Leipzig irgendwie nicht mehr so richtig. Musikstadt klappt besser. Da ist die Stadt eine Hausnummer. Deswegen war der dritte Band auch so ein kleines Problem.

Dr. Skadi Jennicke und Peter Gartiser. Foto: Ralf Julke

Am Bachfest wird nicht gerüttelt, aber ein zweites Musik-Festival im Jahr sollte in der Musikstadt möglich sein

Für FreikäuferGerüchte waberten durch die Stadt. Zweimal – im Frühjahr und im Sommer – wallten die Emotionen hoch: Was hat die Stadt mit dem Bachfest vor? Will sie es gar in irgendeinem anderen Musikfest verbraten? Die Ängste waren verständlich. Aber als Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke am Freitag, 3. November, zur Pressekonferenz einlud, war klar: Auf das Bachfest kann Leipzig gar nicht verzichten. Und doch soll sich etwas ändern.

Günter Sonne: Musikstadt Leipzig. Zur Geschichte der Leipziger Vokal-Quartette. Foto: Ralf Julke

Günter Sonne holt die Leipziger Vokal-Quartette aus dem Schweigen der Geschichte heraus

Das ist wieder so ein Buch, von dessen Titel man sich nicht verwirren lassen darf. Nicht von dem Hinweis, dass es „Leipziger Hefte“ Nr. 20 ist, denn es ist eindeutig kein Heft, sondern ein handfestes Buch. Und eigentlich geht es auch nicht um die Musikstadt Leipzig, sondern um das, was klein darunter steht: Vokal-Quartette und andere Sängervereinigungen.

Strahlende Werbung für die Musikstadt - hier die Lichtprobe vom 19.10. auf dem Schouwbourgplein. Foto: LTM GmbH

Licht-Klang-Installation „25 Her(t)z“ feiert heute Eröffnung in Rotterdam

In Rotterdam wirbt die Licht-Klang-Installation „25 Her(t)z“ für die Musikstadt Leipzig: Ab heute bis zum 23. Oktober zeigen der französische Lichtkünstler Philippe Morvan und der Leipziger Musiker Mike Dietrich auf dem Theaterplatz Schouwburgplein ihr Kunstwerk: Die Licht-Klang-Skulptur misst fünf Meter in der Höhe und etwa vier Meter im Durchmesser. Sie besteht aus 128 Einzelflächen, die mit Texten und Bildern rund um das Thema Musikstadt Leipzig gestaltet sind. Tagsüber informiert die Licht-Klang-Skulptur über die musikalische Vielfalt Leipzigs. Am Abend erzeugen wechselnde Licht-Farb-Spiele und eine Klangcollage, die auf Werken der bedeutenden Leipziger Komponisten Bach, Mendelssohn, Schumann und Wagner beruht, eine faszinierende Atmosphäre. Aktuell laufen noch die letzten Aufbauarbeiten für die bevorstehende Präsentation.

So soll die Gedenktafel für Max Reger aussehen. Foto: Stadt Leipzig

Reger-Gedenktafel kann an Regers Todestag noch nicht am Rossplatz montiert werden

Das mit der Gedenktafel für Max Reger am Ort seines frühen Todes, das wird leider nichts. Die LWB sanieren ausgerechnet jetzt, da Max Regers 100. Todestag begangen wird, das Gebäude, wo die Gedenktafel angebracht werden soll. Original ist das Gebäude natürlich nicht mehr. Wo 1916 das Hotel Hentschel stand, stehen heute die Ringbauten aus den 1950er Jahren.

Das Logo zum Max-Reger-Festjahr in Leipzig.

Nur ein Fall für Kenner oder gehört Max Reger in den Götterhimmel der Leipziger Musik?

Leipzig feiert in jedem Jahr eine ganze Menge Höhepunkte. 500 Stück hat Andreas Schmidt, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der LTM, allein für 2016 gezählt. Allein im Mai ballen sie sich, dass es - wie alle Jahre - in keinem Hotel mehr freie Plätze geben wird: Wave Gotik Treffen, Wagner-Festtage, diesmal auch noch der 100. Deutsche Katholikentag (25. bis 29. Mai) und die Max-Reger-Festtage (8. bis 20. Mai). Max wer?

Thomas Renker (Hrsg.): Eingemauerter Twist. Foto: Ralf Julke

17 Autoren erinnern sich an die rumorende Musikszene im nur amtlich tristen Osten

Der fehlte noch. Unbedingt. Denn 2015 war nicht nur das Jahr 1000 nach der Ersterwähnung für Leipzig. Es war auch der 50. Jahrestag der legendären Leipziger Beat-Demo. Die fand am 31. Oktober 1965 statt. Es wird meist einfach ignoriert: Den Herbst 1989 hat auch die aufmüpfige Musikszene der DDR mit vorbereitet. Darunter natürlich ein ganzer Haufen von Leipziger Musikern.

Das einstige Verlagshaus der Edition Peters in der Talstraße. Screenshot: L-IZ

Multimediale Präsentation macht die Musikbibliothek Peters jetzt digital erlebbar

Das Internet ist der große Sammelplatz für all die Dinge, die Menschen so suchen und genauer kennenlernen möchten. Trotzdem ist dort nicht alles zu finden. Dann und wann aber verwandelt sich dann doch ein Objekt aus der dreidimensionalen Wirklichkeit in ein Digital-Projekt, so wie jetzt die für Leipzig so wichtige Musikbibliothek Peters.

Flanieren in der Grimmaischen Straße. Foto: Ralf Julke

Leipzigs Touristischer Entwicklungsplan wird ein Leipziger Allerlei mit 138 Zutaten

Man hat noch die mahnenden Worte aus dem Marketing Club der Stadt Leipzig im Ohr, der vor 15 Jahren deutlich mahnte, das Leipziger Stadtmarketing solle mehr Profil gewinnen, es ähnele dem Angebot eines Gemischtwarenladens. Die Kritik ist leiser geworden, seit die Touristenzahlen stetig wachsen. Aber so recht traute im Frühjahr die CDU-Fraktion dem Ganzen nicht und fragte mal nach der Tourismusstrategie der Stadt.

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