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Getragene Kleidung kann auch kleidsam sein, wenn sie jemand anderes trägt. Psychische Erkrankungen sind kein Grund, sich zu verstecken. Deshalb macht die MUT-TOUR heute Station in Leipzig. Im Kolonnadenviertel eröffnet eine Galerie, die von Plagwitz dichter Richtung City zieht, in der Thomaskirche endet das BachOrgelFestival. Und Leipzigs kleiner Giraffen-Prinz bekommt heute seinen Namen.
Erdloch vermasselt LVB-Freuden
Irgendwas ist schließlich immer! Am gestrigen Nachmittag konnten Wasserwerke und Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) den erfolgreichen Abschluss mehrerer Großbaustellen verkünden – doch wenig später fraß sich ein fieses Fahrbahn-Ferkel im Leipziger Westen von unten durchs Gleisbett ans Licht.
Gegen 18:15 Uhr brach direkt vor der Nachbarschaftsschule die Straßendecke ein. Zwischen den Schienen der Linie 7 klafft nun ein rund einen Meter tiefes und breites Loch. Die notwendigen Reparaturarbeiten haben Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr.
Nach Auskunft der LVB verkehren die Busse der Linie 74 deshalb zwischen den Haltestellen Lindenauer Markt und Uhlandstraße in beiden Richtungen über eine örtliche Umleitung. Die Haltestelle E.-Köhn-Straße wird dabei nicht bedient.
Die Straßenbahnlinie 7 fährt ab der Haltestelle Lindenauer Markt auf einer Umleitungsstrecke nach Miltitz. Fahrgäste können zwischen Lindenauer Markt und Leutzsch den Bus 74 nutzen oder ab der Haltestelle Credestraße mit dem Bus 80 bis zum S-Bahnhof Leutzsch fahren. Zudem wurde zwischen Lindenauer Markt und Böhlitz-Ehrenberg ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Auf LZ-Anfrage teilt Sprecherin Katja Gläß mit: „Das Loch wird nun verfüllt, die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende kommender Woche Freitag an. Bis dahin gelten die auf www.l.de und in der Move App ausgewiesenen Änderungen im Tram/Busverkehr.“ Fahrgäste sollten daher bitte vor Fahrtantritt die Routen/Umleitungen prüfen.
Unabhängig von der Havarie heißt es: „Aufatmen“. Denn es gilt mit Beginn des neuen Schuljahres wieder der reguläre Fahrplan im Leipziger Nahverkehr. Neu ist zudem eine zusätzliche Haltestelle der Straßenbahnlinie 2 in der Philipp-Rosenthal-Straße: Zwischen Deutsche Nationalbibliothek und Altes Messegelände wird ab heute die Haltestelle Curiestraße bedient. Dadurch sollen die Alte Messe sowie die Schulen in diesem Bereich besser erreichbar sein.
Zeitgleich schließen die Leipziger Wasserwerke erste Bauarbeiten auf der Ostseite des Hauptbahnhofs planmäßig ab. Damit kann der Autoverkehr zum Schulstart auch auf der Ostseite des Hauptbahnhofs wieder ohne Einschränkungen rollen.
Letztes Sommerferien-Wochenende im Zoo
Mit der Taufe des jüngsten Giraffennachwuchses und einem besonderen Programm für Schulanfänger verabschiedet der Zoo Leipzig alle Kinder aus den hiesigen Sommerferien, bevor sich am Montag dann wieder die Klassenzimmer füllen.
Nach rund 1.700 eingereichten Namensvorschlägen und einem abschließenden Voting mit fünf Finalisten wird heute um 13:15 Uhr an der Kiwara-Savanne bekanntgegeben, welchen Namen der fünf Wochen alte Giraffenbulle künftig tragen wird. Zur Auswahl standen Jaro, Kato, Sima, Jabari und Nkosi. Bis vergangenen Dienstag konnten Zoo-Fans online über den endgültigen Namen abstimmen.
Der Nachwuchs der Rothschildgiraffen Sipiwe und Matyas entwickelt sich nach Angaben des Zoos weiterhin sehr gut und erkundet täglich selbstbewusst die Savanne.
Die Namensverkündung bildet zugleich den Auftakt für das Schulanfänger-Wochenende am Sonnabend und Sonntag. An beiden Tagen erhalten alle Erstklässler freien Eintritt. Es gibt Spiel- und Bastelaktionen, Rätselangebote verschiedener Partner sowie Puppentheater am Nachmittag. Außerdem werden Chase aus der beliebten Kinderfernsehserie „Paw Patrol“ und Zoo-Maskottchen Tammi erwartet.
Auch das Polizeirevier Leipzig-Zentrum beteiligt sich an dem Aktionswochenende und informiert über die Sicherheit zum Schulstart im Straßenverkehr. Alle Informationen zu diesem letzten Ferienprogramm des Sommers im Zoo können HIER ONLINE abgerufen werden.

Tauschen statt Kaufen
Heute lädt der Verein Raum der Zeit e.V. wieder zu einer „Kleidertauschparty Leipzig-Ost“ ein. Besucherinnen und Besucher können dabei gut erhaltene Kleidungsstücke, die sie nicht mehr tragen, gegen andere Kleidung eintauschen und so eine nachhaltige Weiternutzung ermöglichen. Willkommen sind ausdrücklich sowohl Menschen, die Kleidung mitbringen, als auch jene, die lediglich stöbern möchten. Selbst wer nichts zum Tauschen dabeihat, kann laut Veranstaltern teilnehmen.
Darüber hinaus werden Spenden für die Leipziger Tafel gesammelt. Kleidertauschpartys gelten als nichtkommerzielle Tauschmärkte, bei denen gebrauchte Kleidung kostenlos weitergegeben und neu genutzt wird. Die Idee soll einen Beitrag zur Ressourcenschonung und einem bewussteren Umgang mit Kleidung leisten.
Ihren Ursprung hat die heute international verbreitete Form organisierter Kleidertauschveranstaltungen im Jahr 1994 in San Francisco, wo Suzanne Agasi die ersten regelmäßig stattfindenden „Clothing Swap“-Events ins Leben rief. Seit den 2000er-Jahren haben sich solche Veranstaltungen zunehmend als Alternative zum schnelllebigen Mode-Konsum etabliert und werden häufig in Kulturzentren, Vereinen oder Nachbarschaftstreffs organisiert, bei denen neben dem Austausch von Kleidung auch Begegnung und gemeinschaftliches Handeln im Mittelpunkt stehen.
Ort der Tauschparty sind die Vereinsräume in der Hedwigstraße 11 (Neustadt-Neuschönefeld); geöffnet ist heute von 14 bis 22 Uhr.

MUT-TOUR erreicht die Sachsenbrücke
Derzeit ist die bundesweite MUT-TOUR unterwegs, eine Initiative von Betroffenen psychischer Erkrankungen, deren Angehörigen und beruflich Helfenden (LZ berichtete). Heute nun macht der Fahrrad-Korso Station in Leipzig und lädt zu einem öffentlichen Aktions- und Informationstag an die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park ein.
Das Programm beginnt um 13:30 Uhr, die Ankunft der Tandemfahrer wird um 14 Uhr erwartet. Vor Ort stellen mehrere Einrichtungen und Initiativen ihre Angebote vor, darunter das Leipziger Bündnis gegen Depression e. V., WEGE e. V. – Verein Angehöriger und Freunde psychisch erkrankter Menschen, Mosaik Leipzig e. V. – Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete, Das BOOT gGmbH – Sozialpsychiatrisches Zentrum sowie das SRH Berufliche Trainingszentrum.
Die MUT-TOUR macht seit 2012 mit Tandem- und Wanderetappen auf die Themen Depression und psychische Gesundheit aufmerksam und arbeitet dabei regelmäßig mit regionalen Partnern zusammen.

Kunst im Kolonnadenviertel
Aus dem 2024 im historischen Bahnhof Plagwitz gegründeten Kunstsalon Mutschler & Friends entwickelt sich ein neues Projekt: Mit 20blue.arts eröffnet heute in der Kolonnadenstraße 9 ein neuer Ort für Kunst und Gesellschaft. Die Leipziger Galeristin und Kuratorin Anja Mutschler initiierte ihr Konzept für den neuen Standort und vereint dort Galerie, Kunstgeschäft, Salonkultur und Club unter einem Dach.
Bereits mit der Eröffnung richtet sich der Blick auf die erste kuratierte Ausstellung in den neuen Räumen. Gezeigt wird eine Auswahl von Kunstschaffenden aus der von Mutschler aufgebauten Künstler-Community. Das Spektrum reicht von jungen Positionen bis hin zu wiederentdeckten Talenten. Kennzeichnend für die Ausstellung ist das Zusammenführen verschiedener Generationen und künstlerischer Perspektiven.
Zu sehen sind Arbeiten von Susanna Hanna (1979, Erfurt/Barcelona), Jürgen Meier (1957, Leipzig), Bernhard Schipper (1970, Leipzig), pEpAs (1948, Berlin), Jerome Braun (2002, Leipzig), Micaela Pagener (1948, Köln/Leipzig), Michael Mutschler (1947, Machern/Leipzig), Volkmar Petermann (1941, Köln/Leipzig), Afaf Younes (1989, Damaskus/Berlin) und Justina Kravcalyte (1995, Leipzig).
Die Einweihung wird heute um 19 Uhr gefeiert. Regulär geöffnet ist dann immer mittwochs bis freitags von 14 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 17 Uhr, weitere Termine sind nach Vereinbarung über arts@20blue.de möglich.
Orgelfest endet in der Thomaskirche
Mit einem Auftritt des Hamburger Organisten Wolfgang Zerer endet am Sonnabend, 15. August, das diesjährige BachOrgelFestival „Bach-Tradition Leipzig“. Das Abschlusskonzert unter dem Titel „Fantasie“ beginnt um 15 Uhr und bildet den Schlusspunkt der Festivalreihe, die seit dem 4. Juli an den Sonnabenden in Leipzig stattfand.
Auf dem Programm stehen nach Angaben der Thomaskirche Werke von Georg Muffat, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Jehan Alain sowie weitere Kompositionen. Ergänzend verweist die Kirchengemeinde auf Bearbeitungen von Klavierwerken Bachs und Brahms’, Bachs Triosonate in G-Dur sowie das Credo aus der Orgelmesse.
Der 1961 geborene Wolfgang Zerer zählt zu den renommierten deutschen Organisten und Cembalisten seiner Generation. Er lehrte viele Jahre als Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und ist durch internationale Konzerttätigkeit sowie zahlreiche Einspielungen bekannt.
Zudem wurde er bei bedeutenden Wettbewerben ausgezeichnet, darunter beim Internationalen Orgelwettbewerb in Brügge. 2013 erhielt er für seine pädagogische Arbeit den mit 10.000 Euro dotierten 5. Lehrpreis der Freien und Hansestadt Hamburg.
Für das Konzert gelten Eintrittspreise von 15 Euro, ermäßigt 10 Euro; Inhaber des Leipzig-Passes zahlen 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Karten sind im Vorverkauf sowie an der Tageskasse erhältlich. Mit dem Konzert am Sonnabend endet zugleich offiziell das BachOrgelFestival 2026 in der Thomaskirche Leipzig.
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