Jochen Seitz ist nicht länger Trainer des 1. FC Lok Leipzig. Der 48-Jährige hat den Verein nach dessen Angaben darüber informiert, dass er seinen erst kürzlich verlängerten Vertrag, der zum 1. Juli 2026 beginnen sollte, nicht antreten wird. Über die Entscheidung setzte Seitz am Vormittag zunächst die Geschäftsführung und anschließend die Mannschaft in Kenntnis. Damit endet seine Tätigkeit beim Regionalligisten nach zwei sportlich erfolgreichen Jahren. Nach Vereinsangaben plant Seitz vorerst nicht, unmittelbar ein Traineramt bei einem anderen Club zu übernehmen.
Seitz hatte den Probstheidaer Traditionsverein im Sommer 2024 übernommen und in den beiden folgenden Spielzeiten jeweils zur Meisterschaft in der Regionalliga Nordost geführt. Unter seiner Leitung etablierte sich die Loksche in der Spitzengruppe der Liga und setzte mehrere sportliche Ausrufezeichen. Zu den größten Erfolgen seiner Amtszeit zählt neben den beiden Meisterschaften auch der Gewinn des Sächsischen Landespokals im Jahr 2025. Darüber hinaus sorgte die Mannschaft mit ihrem Auftritt im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Zu den Gründen seines Rückzugs äußerte sich der Trainer bislang nicht öffentlich. Nach Angaben des Vereins soll Seitz in den kommenden Tagen über die vereinseigenen Medien ausführlicher Stellung zu seiner Entscheidung nehmen. Weitere Informationen werden zudem bei einer Pressekonferenz erwartet, die der Club für morgen angekündigt hat. Jochen Seitz selbst wird daran allerdings nicht teilnehmen.
Der Verein würdigte die Arbeit des scheidenden Trainers ausdrücklich und hob dessen Einsatz, Professionalität und akribische Arbeitsweise hervor. Ebenso wurden sein Umgang mit Spielern, Mitarbeitern und Verantwortlichen sowie seine offene und menschliche Art betont. Mit dem Rücktritt endet eine Phase, die für den 1. FC Lok von sportlichen Erfolgen geprägt war. Wer kann nun in seine Fußstapfen treten?
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