Am Samstagabend rast bei einem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag ein Fahrzeug in eine Menschenmenge beim CSD in Berlin. Eine Frau stirbt, dutzende Menschen werden verletzt und der mutmaßliche Täter ist offenbar tot. In Leipzig und anderen Städten gibt es Solidaritätsaktionen. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 25./26. Juli 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Das ist bislang bekannt: Gegen 22 Uhr fährt am Samstagabend ein Fahrzeug in eine Menschenmenge. Eine Frau stirbt, 29 Menschen werden teils lebensgefährlich verletzt. Es wären möglicherweise noch mehr gewesen, hätte nicht ein Baum die Todesfahrt beendet. Bei dem Täter soll es sich um einen mutmaßlichen Islamisten handeln, der der Polizei schon bekannt war. Er war knapp 24 Stunden auf der Flucht, wurde am Sonntag aber von der Polizei erschossen.

Bundesweit haben viele Menschen ihre Anteilnahme ausgedrückt; seien es Politiker*innen, queere Personen oder andere, die um die Opfer trauern. In Leipzig dürfte der Schock besonders groß gewesen sein, schließlich fand hier erst eine Woche zuvor ebenfalls ein CSD statt – und Anfang Mai eine Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt.

Der Leipziger CSD ruft deshalb für Montagabend zu einer stillen Mahnwache auf. Ab 18 Uhr möchte man auf dem Leipziger Markt der Opfer gedenken. Bereits am Sonntagabend fand in Connewitz eine Soli-Kundgebung statt.

Circa 80 Personen versammelten sich dabei am Connewitzer Kreuz. In mehreren Redebeiträgen wurde die aktuelle Bedrohungslage für queere Menschen durch Neonazis und Islamisten thematisiert. Zudem wurde gefordert, den Anschlag nicht als Argument gegen Migranten zu nutzen.

Fußball in der Region

Weniger als eine Woche nach dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft rollt dort wieder der Ball, wo es (noch) keine Halbzeitshows, werbebedingten Trinkpausen und ominösen Anrufe von US-Präsidenten gibt: in der Regionalliga Nordost.

Lok Leipzig erwischte am Freitagabend erst einen sehr schlechten und dann einen sehr guten Auftakt. Nach einem Rückstand bereits in der 3. Spielminute konnte sich der Vorjahresmeister am Ende noch mit 3:1 beim FSV Luckenwalde durchsetzen. Die Treffer für Lok erzielten Cevis, Bornschein und Adetula.

Keinen Grund zum Jubeln gab es dagegen in Leutzsch: Chemie verlor zum Auftakt sein Heimspiel gegen Babelsberg mit 0:2. Mit Blick auf die vergangene Saison könnte das aber auch ein gutes Zeichen sein. Damals ging Chemie mit 0:5 in Babelsberg unter, konnte kurz danach aber sechs Spiele in Serie gewinnen.

Die aktuelle Saison verspricht Spannung in vielerlei Hinsicht: Einerseits kämpfen die Clubs um einen direkten Aufstiegsplatz und andererseits protestieren sie auch dagegen, das die Regionalliga-Reform weiter auf sich warten lässt. Die Regionalliga-Nordost hat nur alle drei Jahren einen festen Aufstiegsplatz; zuletzt war Lok zum insgesamt dritten Mal in der Aufstiegsrelegation gescheitert. Künftig soll jeder Regionalliga-Meister direkt in die dritte Liga aufsteigen können.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

über die sächsische Energiebilanz im Jahr 2024,

über die geringe Pkw-Dichte in Sachsen und

über eine Studie zu Sachsen-Anhalt, inwiefern AfD-Politik den eigenen Wähler*innen schadet.

Was am Wochenende außerdem wichtig war: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat keine Lust mehr auf sein Amt. Bereits am Donnerstag soll Bundeskanzler Friedrich Merz ihm mitgeteilt haben, dass dieser ihn entlassen werde. Das scheiterte bislang offenbar an der Nachfolge. Schnieder will einer Entlassung nun zuvorkommen und tritt zurück.

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@Anschlag auf den Berliner CSD: die üblichen Verdächtigen sondern die bekannten Textbausteine ab, ändern wird sich eh nix, mein Mitgefühl gilt den Opfern 😭

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