In der Leipziger Innenstadt wurde am Montagabend gegen die von der schwarz-roten Koalition geplanten Kürzungen protestiert. Außerdem: Iran und USA haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt und in Frankreich startet der G7-Gipfel. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 15. Juni 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus passiert ist.
Demo gegen Kürzungen
„Es reicht!“ war das Motto am Montagabend auf dem Leipziger Naschmarkt. Hunderte Personen versammelten sich zur Demonstration, zu welcher die Gewerkschaft Ver.di, der Leipziger Stadtverband der Linken und die Initiative „Wir fahren zusammen“ aufgerufen hatten.
Der Anlass für den Protest: die angestrebten Kürzungen der Regierungskoalition, beispielsweise im Gesundheitswesen und in sozialen Bereichen. So hieß es im Aufruf: „Die Bundesregierung plant den härtesten Raubbau am sozialen Sicherheitsnetz seit der Agenda 2010. Sie will an unserer Gesundheit und Pflege sparen, Kündigungsschutz und den 8-Stunden-Tag kippen, die Jugend- und Behindertenhilfe und die Rente kürzen.“
Brand in Connewitz
Wie die Polizei am heutigen Montag mitteilte, gab es am gestrigen Sonntagnachmittag einen Feuerwehreinsatz in Connewitz. In einer Autowerkstatt in der Wolfgang-Heinze-Straße war ein Feuer am Dach des Gebäudes ausgebrochen.
Dabei entstand ein Schaden von etwa 5.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Die Ursache für den Brandausbruch ist bisher nicht bekannt. Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Branddelikts aufgenommen und prüft den Einsatz eines Brandursachenermittlers.
Friedensabkommen zwischen Iran und USA
Die USA und Iran haben sich auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Krieges geeinigt. Auch die Blockade der Straße von Hormus soll beendet werden. Laut US-Präsident Donald Trump wird die wichtige Handelsroute ab Freitag wieder geöffnet sein. Dann soll auch die offizielle Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz stattfinden.
Auf „X“ (ehemals Twitter) verkündete Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif: “Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde.”
Laut Sharif hätten beide Seiten die sofortige und endgültige Beendigung der Militäroperationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, zugesichert. Pakistan war in den letzten Wochen als Vermittler zwischen den Staaten aufgetreten.
G7 in Frankreich
Im französischen Evian begann am heutigen Montagabend der G7-Gipfel. Die Themen auf der Tagesordnung der sieben führenden Industriestaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und USA sind unter anderem kritische Rohstoffe, globales Wachstum und außenpolitische Themen, wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Bekämpfung von Menschenschmuggel und organisierter Drogenkriminalität sowie der Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum und die Bekämpfung von Krebs.
Am Vorabend des Treffens hatte es Proteste gegeben, bei welchen es auch zu Ausschreitungen kam.
Pflegende Angehörige, ein Tag der offenen Tür und neuer Trainer für 1. FC Lokomotive Leipzig
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Hallo Leipzig: So startet Montag, der 15. Juni 2026
Tag der offenen Tür in der Beratungsstelle Wohnen und Soziales am 24. Juni
Aschaffenburg: Ein Stadtrundgang durch die reizvolle Stadt am Main
Torsten Ziegner neuer Cheftrainer beim 1. FC Lok Leipzig: „Extrem viel Bock!“
Angriffe auf die Ukraine und Haftstrafe für Marius Borg Høiby
Was heute außerdem wichtig war: Bei russischen Angriffen sind in Kiew mehrere Teile des bekannten Höhlenklosters – eine UNESCO-Weltkulturerbe – getroffen und durch ausbrechende Feuer beschädigt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in der Tat einen „Angriff auf unsere [die ukrainische] Geschichte“ und beteuerte, man werde alles wiederherstellen. Auch Charkiw, die zweitgrößte Stadt des Landes, wurde in der Nacht auf Montag zum Ziel von Angriffen. Mehrere Menschen verstarben.
Marius Borg Høiby, Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, ist von einem Gericht in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der 29-Jährige hatte vor Gericht mehrere Taten gestanden, unter anderem Fälle von Körperverletzung und Vandalismus, Verstöße gegen ein Kontaktverbot zu einer Ex-Freundin, verschiedene Verkehrsdelikte sowie den Transport von 3,5 Kilo Marihuana. Die vorgeworfenen Vergewaltigungen von vier Frauen, während diese schliefen, hatte Høiby dagegen bestritten – das Gericht aber verurteilte ihn als schuldig in zwei der vier Vergewaltigungsvorwürfen.
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