Es sind Vorwürfe, die sprachlos machen: Ein heute 68 Jahre alter Mann soll seine leibliche Tochter vor fast vier Jahren in seiner Wohnung auf ein Bett gezerrt, sie unsittlich berührt und vergewaltigt haben. Seit Donnerstag, dem 30. Juli 2026, wird dem Angeklagten der Prozess vor dem Leipziger Amtsgericht gemacht. Ein Teil der Verhandlung sollte nach dem Willen der Nebenklage unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Der Anklage zufolge spielte sich das Geschehen so ab: Der Angeklagte Alexander M. (Name geändert) habe seine erwachsene Tochter Gitta (Name geändert) am späten Abend des 10. September 2022 von hinten gepackt, ins Schlafzimmer gezerrt, sich an der Geschädigten vergangen und sie schließlich vergewaltigt. Tatort soll die Wohnung des Angeklagten in Lausen-Grünau gewesen sein, so Oberstaatsanwalt Christoph Kruczynski.

Angeklagter schweigt – Videovernehmung der Nebenklägerin

Der Mann wolle sich nach Angaben seiner Rechtsanwältin Andrea Liebscher aktuell nicht zu den gravierenden Vorwürfen äußern. Noch für den Donnerstag war die Vernehmung des mutmaßlichen Opfers geplant. Die heute 46 Jahre alte Frau ist anwaltlich vertretene Nebenklägerin im Prozess gegen ihren Vater. Bis heute ist sie, wie ihr Rechtsbeistand Erwin Hubert berichtete, psychisch beeinträchtigt und traumatisiert. Er beantragte für die Vernehmung seiner Mandantin den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Zudem sollte die Befragung durch Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung via Video stattfinden, sodass die Nebenklägerin in einem Nebenzimmer sitzt und sich nicht direkt mit dem mutmaßlichen Täter in einem Raum aufhalten muss. Das Schöffengericht hat bis zu einem Urteil noch einen weiteren Verhandlungstag am 13. August geplant.

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