Am heutigen Montag starteten sowohl die Interkulturellen Wochen in Leipzig als auch die Aktionswoche zur Klimaanpassung. Außerdem: Der Bundesvorstand der AfD hat dem rechten Streamer „Aktivist Mann“, welcher immer wieder durch pöbelndes Verhalten aufgefallen war, Auflagen erteilt. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 14. September 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Start der Interkulturellen Wochen

Mit dem heutigen Montag haben in Leipzig die Interkulturellen Wochen begonnen. Bis zum 11. Oktober bietet das vielfältige Programm zahlreiche Möglichkeiten und Raum für Dialog und Austausch sowie das Kennenlernen verschiedenster Kulturen, um Vorurteile abzubauen und Vielfalt erlebbar zu machen.

Unterschiedliche Formate, wie Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Film- und Theateraufführungen, Konzerten und Ausstellungen oder Stadtrundgängen, Begegnungen und sportlichen Aktivitäten laden dazu ein, die Arbeit von Vereinen und Initiativen kennenzulernen.

Die große Auftaktveranstaltung findet am Sonntag, dem 27. September, auf dem Thomaskirchhof statt. Das gesamte Programm der Aktionswochen kann hier eingesehen werden.

Fahrradstreifen für Abschnitt auf Prager Straße

Seit dem heutigen Montag wird der Abschnitt der Prager Straße zwischen Volckmarstraße und Oststraße stadteinwärts mit einem Fahrradstreifen versehen. Somit kann der Bürgersteig künftig alleinig von Zufußgehenden und als Fläche für Freisitze genutzt werden. Die Arbeiten, die etwa 65.000 Euro kosten, dauern an bis zum 9. Oktober.

Wie die Verwaltung mitteilte, kam es an dieser Stelle „immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrer/-innen und Fußgängern auf dem derzeit noch gemeinsam genutzten, dafür jedoch zu knapp bemessenen Geh- und Radweg.“ Auch im Prozess der Bürger*innenbeteiligung zum Fußverkehrsplan wurde der Bereich explizit herausgearbeitet.

„Die Prager Straße ist eine unserer Hauptrouten im Radnetz und an dieser Stelle eine lebendige Geschäftsstraße“, stellt Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes fest. Der zu schmale Seitenraum führe ständig zu Konflikten. „[D]er Umbau trägt nun zu einem besseren Miteinander von Fußgängerinnen und Radfahrern bei.“

Damit Geschäfte vor Ort auch weiterhin gut beliefert werden können, wird vor dem Ostplatz und in der Volckmarstraße neue Lade- und Lieferzonen eingerichtet.

Wiedereröffnung Jüdische Synagoge in Dresden

Nach umfangreichen Sicherungs- und Baumaßnahmen wurde am Montagabend die Dresdner Synagoge sowie das Gemeindezentrum der ortsansässigen jüdischen Gemeinde feierlich wiedereröffnet. Mehrere Jahre haben die Bauarbeiten angedauert. Insbesondere Verbesserungen in der baulich-technischen Sicherheit standen im Vordergrund.

„Wir schätzen die Unterstützung, die wir für unsere Sicherheit erhalten, sehr“, machte Ekaterina Kulakova, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden, deutlich. „Besonders in letzter Zeit, in der der Antisemitismus im alltäglichen Leben, aber auch auf politischer Ebene, so rasant zugenommen hat. Enorm wichtig ist für uns jede Art der Unterstützung: der Schutz jüdischen Lebens seitens des Landes Sachsen, aber auch die Unterstützung von sächsischen Bürgern, die uns schriftlich und persönlich erreicht. Viele machen sich mit Blick auf die politische Entwicklung Sorgen.“

„Jüdisches Leben gehört zu Sachsen und muss bei uns frei, sichtbar und vor allem sicher gelebt werden können. Mein Dank gilt der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und dem Landesverband, die während der langen Bauzeit erhebliche Belastungen auf sich genommen haben. Dass beide nun wieder an diesen für das jüdische Leben in Dresden so wichtigen Ort zurückkehren konnten, ist ein gutes und wichtiges Zeichen“, erklärte Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU).

Elstermühlgraben vollständig geöffnet

Ebenfalls fertiggestellt und (wieder-)eröffnet wurde heute das letzte Stück des Elstermühlgrabens in Leipzig. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit haben Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Parteikollege, Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter, den letzten Kilometer des Gewässers zwischen Elsterstraße und Lessingstraße für den Bootsverkehr freigegeben. Mehr als 43 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert.

Der neue Wasserweg ist damit von der Leipziger Innenstadt Richtung Nordwesten in die Weiße Elster und weiter in die Saale bis nach Halle offen. Vor 25 Jahren war das noch eine kühne Vision gewesen, so Oberbürgermeister Burkhard Jung, der sich in seiner Ansprache direkt auch noch bei den Anwohnenden bedankte, welche über Jahre Baustellenlärm und -staub ertragen mussten.

„Es brauchte damals enorme Vorstellungskraft, um sich diese grün-blaue Ader vorzustellen, an der wir heute stehen. Der Elstermühlgraben verbindet nun wasserwirtschaftliche Funktionen mit Stadtentwicklung, Klimaanpassung und Wassertourismus.“

Sorgenkind, Wärmewende und Trust in Burkhard

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Sorgenkind Matthäikirchhof: Fragezeichen über Biergarten und KuBZ

Wärmewende in Leipzig: Das Klimaschutzreferat erklärt der CDU-Fraktion, warum der Fernwärmeausbau alternativlos ist

Leni & Leon und die Flaschenpost, die keine sein wollte: Ein Kinderbuch über die Rätsel des Recyclings

Der Stadtrat tagte: Die CDU-Fraktion scheitert mit ihrem Versuch, die LQEG gleich wieder abzuwickeln + Video

Antrag „In Burkhard We Trust“ und andere Stadtratsthemen: Gespräch mit Stadtrat Sven Morlok (FDP)

Neujahrsbrand im Innenstadthotel: 42-Jähriger lenkt Verdacht auf Mitangeklagten

Klimaanpassung und mutmaßliche russische Spionin

Was heute außerdem wichtig war: Am heutigen Montag hat die Stadt Leipzig die Woche der Klimaanpassung eröffnet. Vom 14. bis zum 20. September steht diese ganz unter dem Motto „Dach- und Fassadenbegrünung“. Dabei geht es um Fördermöglichkeiten, Umsetzungsideen und die Gründachforschung, außerdem Gießaktionen und Exkursionen zu Fuß und mit dem Fahrrad. Das gesamte Programm kann hier eingesehen werden.

Eine mutmaßliche Spionin für Russland ist vor dem Kammergericht Berlin angeklagt worden. Laut Bundesanwaltschaft soll die Frau einen Geheimdienstmitarbeiter in der russischen Botschaft mit Informationen versorgt haben.

Der Bundesvorstand der AfD hat dem rechten Streamer „Aktivist Mann“, mit bürgerlichem Namen Matthäus Westfal, Auflagen erteilt. Der Youtuber hatte in der Vergangenheit mehrfach Journalist*innen auf Veranstaltungen der Partei angepöbelt und beschimpft. In Zukunft soll er entsprechende Veranstaltungen nur besuchen dürfen, wenn er „vorab verbindlich zusichert, andere Streamer und Journalisten nicht zu belästigen“.

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