Mehrere tausend Menschen in Leipzig und viele weitere in ganz Deutschland waren am Wochenende auf der Straße, um nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt ein deutliches Zeichen zu setzen. Außerdem: Lok und Chemie kommen in der Regionalliga nicht voran; die Teams von RB Leipzig freuen sich über Siege. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 12./13. September 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Normalerweise füllt sich der Marktplatz in Leipzig vor allem bei schönen Anlässen, zum Beispiel wenn Weihnachtsmarkt oder Stadtfest ist. Am Samstag war es mal anders: Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgte dafür, dass sich mehrere tausend Menschen versammelten.

Sie wollten damit ein Zeichen setzen – genau wie zehntausende Menschen in anderen Städten auch. Fünfstellige Zahlen erreichten die Anti-AfD-Demos unter anderem in Berlin, Hamburg und München. Dass auch beim CSD in Halle – also im Bundesland, über das so viel geredet wurde – rund 10.000 Menschen am Start waren, dürfte auch mit den Ereignissen am Wochenende davor zu tun gehabt haben.

In Leipzig waren unter anderem der ehemalige Thomaspfarrer Christian Wolff, der aktivistische Autor Jakob Springfeld und Irena Rudolph-Kokot vom Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ auf der Bühne. Die Reden richteten sich nicht nur gegen die AfD, sondern auch gegen den sozialen Kahlschlag, den CDU, CSU und SPD auf Bundesebene gerade planen.

Sport am Wochenende

In der Regionalliga-Nordost läuft es für die Leipziger Clubs nach wie vor nicht rund. Während Vorjahresmeister Lok nach einem 3:3 in Greifswald auf dem 11. Tabellenplatz bleibt und schon neun Punkte Rückstand auf die Spitze hat, konnte Chemie immerhin einen Platz vorrutschen. Ein 2:2 gegen Zwickau nach Zwei-Tore-Rückstand bringt die Leutzscher vom letzten auf den vorletzten Platz; nach acht Spielen sind sie als einziges Team der Liga aber noch immer sieglos.

Die Männer von RB Leipzig hingegen konnten am Sonntag auch im zweiten Heimspiel der Saison einen deutlichen Zu-Null-Sieg einfahren. Nach dem 3:0 gegen Gladbach am 1. Spieltag folgte nun ein 5:0 gegen den HSV. Die Reaktion auf die beiden Niederlagen in Bremen und Como fiel somit sehr positiv aus.

Bei den Frauen gab es ebenfalls Grund zur Freude: Das 2:1 im Heimspiel gegen Nürnberg bedeutete am 4. Bundesliga-Spieltag den ersten Sieg der Saison. Die isländische Nationalspielerin Emilia Asgeirsdottir war für beide Treffer verantwortlich.

Mit einem Tor Unterschied konnten sich auch die Handballer des SC DHfK in der zweiten Bundesliga durchsetzen – was in dieser Sportart natürlich für einen viel spannenderen Spielverlauf spricht als im Fußball. Mit dem 33:32 gegen Lübeck-Schwartau konnte das Team seinen gelungenen Saisonstart fortsetzen. Nach drei Siegen in drei Spielen ist der SC DHfK weit oben in der Tabelle mit dabei.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

über jahrelang leerstehende Häuser und was die Stadt (nicht) dagegen tun kann,

über eine neue Modellschule in Grünau und

über den Stellenabbau in der Leipziger Verwaltung.

Was am Wochenende außerdem wichtig war: Klimakatastrophe, Putin oder doch die Künstliche Intelligenz – wenn es um die bevorstehende Apokalypse geht, ist noch vollkommen offen, wer am Ende zuerst zuschlägt. In den letzten Tagen sorgten Berichte darüber für Aufregung, dass wichtige KI-Forscher das Ende der Menschheit durch KI in wenigen Jahren für nicht extrem unwahrscheinlich halten – ein KI-Gigant hat nun wegen mieser PR seinen Börsengang verschoben.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

René Loch über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar