Es sind erschütternde Vorwürfe: Fast vier Jahre, nachdem er seine erwachsene Tochter gepackt, unsittlich berührt und am Ende vergewaltigt haben soll, wurde ein 68 Jahre alter Mann jetzt für schuldig befunden. Das Amtsgericht verurteilte den Leipziger nach mehreren Verhandlungstagen zu einer Haftstrafe und Schmerzensgeld.
Vom Ausgang des Ende Juli gestarteten Strafprozesses hatte zunächst die Leipziger Volkszeitung berichtet. Es soll am späten Abend des 10. September 2022 gewesen sein, als der heute 68-jährige Alexander M. (Name geändert) seine erwachsene Tochter Gitta (heute 46, Name geändert) von hinten gepackt, ins Schlafzimmer gezerrt, sich an der Geschädigten vergangen und sie schließlich vergewaltigt habe.
Abgespielt habe sich dies in der Wohnung des Verdächtigen in Lausen-Grünau, sagte Oberstaatsanwalt Christoph Kruczynski bei Verlesung der Anklageschrift.
Videovernehmung der Tochter erspart Aufeinandertreffen im Gerichtssaal
Alexander M. wollte sich nach Angaben seiner Verteidigerin Andrea Liebscher nicht zu den Tatvorwürfen äußern. Die Tochter, die im Prozess als Nebenklägerin auftrat und bis heute traumatisiert ist, sollte per Videozuschaltung noch am ersten Verhandlungstag befragt werden – zu ihrem Schutz unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit, wie ihr Anwalt forderte.
Alexander M. wurde gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft am Ende zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt, dazu kommen 15.000 Euro Schmerzensgeld an seine Tochter. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.
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