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Zwischen Merkwitz und Seegeritz bei Taucha steht ein besonderes Verkehrsprojekt bevor: Auf der Hauptstraße ist die Einrichtung eines Verkehrsversuchs mit Fahrradschutzstreifen geplant. Das Pilotprojekt ist einmalig im Freistaat Sachsen und soll wissenschaftlich begleitet werden. Ein Fahrradschutzstreifen ist ein durch eine gestrichelte Linie und Fahrradsymbole gekennzeichneter Bereich am Rand der Fahrbahn.
Er gehört rechtlich zur Fahrbahn und dient dazu, den Radverkehr besser sichtbar zu machen und dessen Sicherheit zu erhöhen. Kraftfahrzeuge dürfen den Schutzstreifen nur bei Bedarf, beispielsweise bei Gegenverkehr, überfahren und dabei niemanden gefährden.
Der Verkehrsversuch zwischen Seegeritz und Merkwitz ist für einen Zeitraum von maximal zweieinhalb Jahren vorgesehen. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Umsetzung. Die finale Markierung der Schutzstreifen ist für die Woche vom 14. bis 19. September 2026 geplant, abhängig von den Wetterbedingungen.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die wissenschaftliche Begleitung. Bereits im Vorfeld werden die Erfahrungen und Einschätzungen der Menschen erfasst, die die Strecke nutzen. Dazu wurde eine Online-Befragung für erwachsene Bürgerinnen und Bürger eingerichtet, insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer der Straße zwischen Merkwitz und Seegeritz.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Wahrnehmung der Verkehrssituation, persönliche Erfahrungen sowie das Sicherheitsgefühl auf der Strecke. Ziel ist es, Einschätzungen zur aktuellen Nutzung und zu möglichen Verbesserungen zu gewinnen.
Auch Schülerinnen und Schüler werden in die Untersuchung einbezogen. Ein speziell entwickelter Fragebogen erfasst, wie häufig sie die Strecke mit dem Fahrrad nutzen, welche Probleme sie dabei wahrnehmen und aus welchen Gründen sie die Straße gegebenenfalls nicht mit dem Fahrrad befahren. Ferner wird untersucht, inwiefern sie sich beim Radfahren auf der Strecke sicher, wohl oder eingeschränkt fühlen.
Mit den Befragungen sollen unterschiedliche Perspektiven auf die heutige Verkehrssituation erfasst und die Auswirkungen des Verkehrsversuchs wissenschaftlich begleitet werden. Die Verantwortlichen freuen sich über eine breite Beteiligung und Unterstützung bei der Verbreitung der Befragung, um möglichst viele Erfahrungen und Einschätzungen aus der Bevölkerung in die Untersuchung einfließen zu lassen.
Die Online-Umfrage findet man hier.
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