Das Stadtfest in Taucha steht bevor, der Stadtrat berät heute das dazugehörige Sicherheitskonzept und entscheidet, wer künftig die Grundschüler bekocht. Beim Bachfest gibts am Abend Weltstar Yunchan Lim zu erleben, in der einstigen Baumwollspinnerei eröffnet die traditionsreiche Jahresausstellung.  Wer in Leipzig einen zulassungsbeschränkten Studiengang belegen möchte, muss sich JETZT darum bewerben.

Kunstschau in der Alten Spinnerei

Hier wurde schon genug gesponnen. Längst ist die Leipziger Baumwollspinnerei zum weltweit anerkannten Zentrum der bildenden Kunst geworden. Heute startet dort die nunmehr 32. Jahresausstellung. In der Werkschauhalle (Spinnereistraße 7) geht es heute ab 20 Uhr los. Bereits am Nachmittag entscheidet eine unabhängige Fachjury über die Vergabe des diesjährigen Kunstpreises, dessen Gewinner bei der Vernissage bekanntgegeben wird.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr aus Anlass des 100. Geburtstags des Leipziger Schriftstellers Erich Loest (1926–2013) vergeben. Gestiftet wird er von der Sparkasse Leipzig, der Elke-und-Thomas-Loest-Stiftung sowie der Doris-Günther-Stiftung. Zur Jury gehören Hans-Hendrik Grimmling, Katharina Immekus, Annegret Richter, Conny Dietrich und Julia Dünkel. 34 Künstlerinnen und Künstler präsentieren Arbeiten aus Malerei, Fotografie, Grafik, Installation, Plastik, Skulptur und Medienkunst.

Die Leipziger Jahresausstellung zählt zu den traditionsreichsten Kunstformaten der Stadt. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1910 zurück, zwei Jahre später wurde eigens der Verein Leipziger Jahresausstellung gegründet. Zu den Initiatoren gehörte einst Max Klinger. In den frühen Ausstellungen waren unter anderem Pablo Picasso, Henri Matisse, Claude Monet, Käthe Kollwitz, Max Beckmann und Auguste Rodin vertreten. Nach dem Ende der historischen Reihe 1927 wurde die Tradition 1992 wiederbelebt und seitdem mit einer jährlichen Überblicksschau zeitgenössischer Leipziger Kunst fortgeführt.

Die Ausstellung ist nach der heutigen Eröffnung vom 19. Juni bis 11. Juli zu sehen. Der Eintritt zur Vernissage und während der gesamten Laufzeit ist frei. Die Leipziger Baumwollspinnerei ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Vom Hauptbahnhof fährt die S-Bahn-Linie S1 in Richtung Miltitzer Allee bis zum S-Bahnhof Plagwitz, von dort sind es nur wenige Gehminuten über die Spinnereistraße bis zum Ausstellungsgelände. Alternativ verkehrt die Straßenbahnlinie 14 ebenfalls bis zum S-Bahnhof Plagwitz.

Heute Hort der Künste. Einst wurde hier die Baumwolle aus den Kolonien verarbeitet. Foto: um 1909/Wikimedia

Weltstar Lim beim Bachfest

Mit einem Staraufgebot und einem Konzert an historischer Wirkungsstätte hält das Bachfest heute gleich zwei besondere Höhepunkte bereit. Als herausragender Termin des Tages gilt das Große Concert im Gewandhaus zu Leipzig. Ab 19:30 Uhr sind dort der südkoreanische Pianist Yunchan Lim, Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig gemeinsam auf der Bühne zu erleben.

Im Mittelpunkt des Abends steht Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt, dessen Werke „Collage über B-A-C-H“ und „Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte …“ die anhaltende Wirkung Johann Sebastian Bachs bis in die Gegenwart spiegeln. Ergänzt wird das Programm durch Schumanns Klavierkonzert sowie dessen Zweite Sinfonie. Yunchan Lim zählt seit seinem Sieg bei der Van-Cliburn-Competition 2022 als jüngster Gewinner in der Geschichte des Wettbewerbs zu den gefragtesten Nachwuchskünstlern der internationalen Klassikszene. Gemeinsam mit Andris Nelsons und dem traditionsreichen Gewandhausorchester verspricht das Konzert einen musikalischen Glanzpunkt des Festivals. Die Konzerteinführung beginnt bereits um 18:45 Uhr.

Ebenfalls zu den zentralen Veranstaltungen des Tages gehört um 20 Uhr das Konzert „Bach und Wien“ in der Thomaskirche. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Antonio Caldara und Johann Kaspar Kerll. Die Aufführung knüpft an das Bachfest-Motto „Im Dialog“ an und beleuchtet die Verbindungen zwischen Leipzig und Wien als zwei prägenden Musikzentren Europas. Besondere Bedeutung erhält der Abend durch den Veranstaltungsort selbst: In der Thomaskirche wirkte Bach als Thomaskantor, hier befindet sich auch sein Grab.

Ein Stern des Bachfestes. Yunchan Lim spielt heute Abend im Gewandhaus. Foto: IMG Artists

Tauchaer Stadtrat berät Sicherheit

Für den Tauchaer Stadtrat steht heute eine Sitzung von hoher kommunalpolitischer Bedeutung auf dem Programm. Im Ratssaal beginnt die öffentliche Beratung um 17 Uhr. Im Mittelpunkt stehen die aktuelle Sicherheitslage, Fragen der Verkehrs- und Infrastrukturentwicklung stehen. Besonderes Interesse wird der Vorstellung der Kriminalstatistik gelten. Dazu ist Polizeioberrat Christian Dorn, Leiter des Polizeireviers Leipzig-Nord, eingeladen, das unter anderem für Taucha zuständig ist.

Diskussionsstoff versprechen zudem mehrere Anträge zum Verkehrskonzept der Stadt Taucha. Einer davon befasst sich mit der Klebendorfer Straße und kann Auswirkungen auf die zukünftige Verkehrsführung haben. Auf der Tagesordnung steht außerdem die Vergabe der Schulspeisung für die „Grundschule Am Park“. Von der Entscheidung sind zahlreiche Familien betroffen, da sie organisatorische und finanzielle Fragen der Schülerverpflegung berührt.

Mit Blick auf das bevorstehende Stadtfest „Tauchscher“ (28. bis 30. August) soll zudem eine besondere Polizeiverordnung beschlossen werden. Sie würde, so verabschiedet, die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung der Veranstaltung und das Sicherheitskonzept regeln.

Der Zugang zum Stadtfest in Taucha muss sicherer werden. Heute befasst sich der Stadtrat mit dieser Frage. Foto: Stadt Taucha

Jetzt noch schnell fürs Studium bewerben

Für zulassungsbeschränkte Studiengänge im Wintersemester 2026/27 endet in vier Wochen die Bewerbungsfrist! Damit beginnt nun die entscheidende Phase des Verfahrens, in der erfahrungsgemäß ein großer Teil der Bewerbungen eingeht und ordentlich Arbeit verursacht. Nicht für alle Studien-Gruppen gelten dabei dieselben Fristen.

Wer sein Abitur oder einen für die Bewerbung relevanten Abschluss zwischen dem 16. Januar und dem 15. Juli des laufenden Jahres erwirbt, kann sich nur noch bis zum 15. Juli bewerben. Die Universität Leipzig bietet sowohl zulassungsbeschränkte als auch zahlreiche zulassungsfreie Studiengänge an. Für viele NC-freie Fächer ist eine Einschreibung deutlich länger möglich, teilweise bis Mitte September. Dadurch bestehen auch nach Ablauf der Juli-Frist noch Studienmöglichkeiten für Interessierte.

Für Bewerberinnen und Bewerber in zulassungsbeschränkten Studiengängen werden dann die Zulassungsbescheide voraussichtlich zwischen Mitte und Ende August verschickt. Erst danach folgt die Einschreibung der erfolgreichen Bewerber. Internationale Studieninteressierte müssen teilweise zusätzliche Bearbeitungszeiten berücksichtigen. Viele Bewerbungen werden über den Dienstleister „uni-asist“ geprüft, weshalb die Universität empfiehlt, Unterlagen möglichst frühzeitig einzureichen.

Das Wintersemester 2026/27 beginnt offiziell am 1. Oktober. Die Einführungswoche für Studienanfänger ist vom 5. bis 9. Oktober geplant, die Lehrveranstaltungen starten am 12. Oktober. Mit mehr als 150 Studiengängen gehört die Leipziger Universität zu den größten Hochschulen Ostdeutschlands.

 
Wer künftig hier sitzen will, muss jetzt die Hufe schwingen. Foto: Christian Hüller / Universität Leipzig

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