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Polizeibericht, 4. Mai: Nachtrag zu versuchtem Überfall, Unfallflucht, Notrufmissbrauch

Zum am Dienstag in Schönefeld misslungenen Überfall in einem Tabakladen veröffentlicht die Polizei ein Foto des Fahrrades, mit dem der Täter zum Tatort gekommen ist und anschließend flüchten wollte +++ Auf der S 242 musste eine 36-Jährige einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen und stieß gegen einen Baum – In beiden Fällen werden Zeugen gesucht +++ Ein „besorgter“ Bürger ließ heute Nacht in Reudnitz-Thonberg die Feuerwehr Leipzig sowie den Rettungsdienst antanzen.

Nachtrag zur Meldung: Erfolgloser Überfall vom 02.05.2017

Am Dienstagmittag, 12:05 Uhr, betrat ein unbekannter Mann einen Tabakladen in der Löbauer Straße. Er verlangte eine Schachtel Zigaretten, die die Verkäuferin ihm auf den Tresen legte. Unvermittelt hielt er ihr einen pistolenähnlichen Gegenstand vor und forderte Geld. Die Verkäuferin tat jedoch nichts dergleichen, sondern schrie um Hilfe, worauf der Räuber fluchtartig das Geschäft verließ. Draußen wollte er auf sein Fahrrad steigen, was aber ein Passant, der die Schreie gehört hatte, verhinderte.

Zum Sachverhalt veröffentlicht die Polizei ein Foto des Fahrrades, mit dem der Täter zum Tatort gekommen ist und anschließend flüchten wollte. Er musste es aber am Tatort zurücklassen.

– Wer kennt den bisherigen Nutzer/Eigentümer des Fahrrades?

– Wer hat am Tattag die Person auf dem Fahrrad am Tatort oder in Tatortnähe gesehen und kann nähere Angaben machen?

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt und zum Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Unfallflucht

Die 36-jährige Fahrerin eines Citroen Saxo befuhr am 27.04.2017, 20:20 Uhr, die S 242 in Geithain in Richtung Narsdorf. Nach ihren Angaben bemerkte sie plötzlich, wie ein ihr unbekanntes Fahrzeug auf ihrer Fahrbahnseite entgegenkam. Aus Angst vor einem Zusammenstoß wich sie nach rechts aus, stieß gegen einen Baum und wurde verletzt. Der unbekannte Fahrer verließ mit seinem Fahrzeug den Unfallort unerlaubt. Ein später dazukommender Fahrer hielt an und informierte umgehend die Polizei und das Rettungswesen. Die Frau wurde in eine Klinik zur weiteren Behandlung gebracht. Den Unfall hatte dieser Fahrer nicht gesehen.

Deshalb sucht die Polizei insbesondere solche Zeugen, die Hinweise im genannten Zeitraum und zum Verhalten der Unfallbeteiligten geben können. Diese werden gebeten, sich beim Polizeirevier Borna, Grimmaische Straße 1a in 04552 Borna, Tel. (03433) 244-0 zu melden.

Notrufmissbrauch

Die Rettungsleitstelle wurde heute kurz nach Mitternacht von einem „besorgten“ Bürger angerufen, der äußerte, dass sein Kind hilflos in der Wohnung liegt und er keinen Schlüssel hat. Die Kameraden der Feuerwehr Leipzig-Süd sowie ein Rettungsdienst waren nach kurzer Zeit am Ort in der Viktoriastraße. Vollkommen verblüfft stellten die Kameraden und der Rettungsdienst fest, dass der Anrufer vor Ort von den Rettungskräften verlangte, ihm seine Wohnungstür zu öffnen, da er keinen Wohnungsschlüssel bei sich hatte. Es lag kein Notfall vor und es befand sich auch keine hilflose Person in der Wohnung. Daraufhin wurde die Polizei eingeschaltet. Die Beamten stellten die Personalien des Anrufers fest. Es handelte sich dabei um den 52-jährigen Wohnungsinhaber. Ihm wurde deutlich gemacht, dass für die Wohnungsöffnung Schlüsselnotdienste zur Verfügung stehen. Außerdem wurde dem 52-Jährigen mitgeteilt, dass die Polizei gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauch des Notrufes einleiten und er eine saftige Rechnung erhalten wird für diesen Einsatz. Es ist nicht nachvollziehbar, wie dreist Bürger mit dem Rettungspersonal umgehen, die vielleicht an anderer Stelle dringender gebraucht werden für Menschen, die sich wirklich in einer Notsituation befinden und Hilfe benötigen.

Angst und Schrecken …

… verspürten sicherlich einige Passanten am gestrigen Nachmittag in der Innenstadt. Eine anscheinend „verwirrte“ männliche Person lief mit einer Eisenstange in der Hand durch die Innenstadt in der Hainstraße und schrie herum. Die Polizei wurde informiert und der Mann konnte „gestellt“ werden. Ihm wurde umgehend die Eisentange abgenommen und eine Identitätsfeststellung getroffen. Es handelte sich um einen 26-Jährigen, der schon polizeilich in Erscheinung getreten war. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Polizei nicht bekannt geworden, dass es in diesem Zusammenhang Verletzte gegeben hätte. Da der „gefährliche Gegenstand“ ihm abgenommen und die Identität geprüft wurde, ist der 26-Jährige nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden. Erst später meldete sich ein 40-jähriger Geschädigter im Polizeirevier und teilte mit, dass dieser 26-Jährige mit der Eisentange in der Hand versuchte, in sein Geschäft zu gelangen. Das verhinderte der 40-Jährige und es kam zu einer Rangelei. Dabei wurde der Geschädigte mit der Stange am Oberkörper getroffen und zog sich Schürfwunden am Oberkörper und dem rechten Arm zu. Das Hemd wurde bei der Auseinandersetzung beschädigt. Daraufhin leitete die Polizei gegen den 26-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Tasche aus dem Fahrradkorb entwendet

Am Mittwochmittag war eine 80-Jährige im Allee-Center einkaufen. Gegen 14:00 Uhr fuhr sie mit ihrem Fahrrad auf dem Fahrradweg an den Bahngleisen in Richtung Schönauer Straße. Dort wollte sie gerade in die Unterführung der Schönauer Brücke einbiegen, als sie von einem anderen Radfahrer angerempelt wurde. Glücklicherweise kam sie nicht zum Sturz, musste aber feststellen, dass aus dem Korb hinter ihr die Tasche mit ihrer Geldbörse, einem mittleren zweistelligen Bargeldbetrag und einigen Lebensmitteln fehlte. Sie konnte nur noch sehen, wie zwei Radfahrer, vermutlich Jugendliche, in Richtung Parkallee davon fuhren. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei.

Kind verletzt

Eine 58-jährige Ford-Fiesta-Fahrerin befuhr gestern Nachmittag die Kommandant-Prendel-Allee in Richtung Prager Straße. Sie näherte sich einer „Querungshilfe“. Hier bemerkte sie noch aus dem Augenwinkel einen Jungen mit einem Fahrrad – von rechts kommend. Instinktiv leitete sie eine Gefahrenbremsung ein, konnte aber nicht verhindern, dass sie das Fahrrad berührte, der Junge auf der Motorhaube „landete“ und dann abrutschte. Sofort leistete die 58-Jährige erste Hilfe und informierte den Rettungsdienst. Unterstützung erhielt sie von einem Ehepaar, das als Fußgänger an dieser Stelle unterwegs war. Der Junge trug einen Helm. Er war ansprechbar. Die Rettungskräfte kümmerten sich um den Jungen und er wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstanden Schäden an der Motorhaube und an der Stoßstange. Den genauen Unfallhergang prüft nun die Verkehrspolizei.

Missgeschick

Ein Missgeschick der besonderen Art passierte am Mittwoch einer 76-Jährigen in der Wilhelm-Busch-Straße. Eigentlich wollte sie dem Gegenverkehr Platz machen und ein wenig nach rechts ausweichen. Dabei verwechselte sie aber Gas- und Bremspedal. Ihr Honda Accord schoss wie ein Pfeil auf den Fußweg, touchierte dabei einen parkenden Opel Astra und landete schließlich in einer leerstehenden Garage. Dabei wurden das Garagentor, die Mauer und das Fahrzeug stark beschädigt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

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Radfahrer und Fahrräder am Johannisplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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