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Tag: 7. Juli 2021

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Mittwoch, der 7. Juli 2021: Tatverdächtige nach Anschlag auf Journalisten gefasst, Leipzig gegen Atomwaffen und LKA ermittelt nach Angriff auf Neonazis

Nach einem mutmaßlichen Mordanschlag auf den Investigativjournalisten Peter Rudolf de Vries am Dienstagabend stehen die Niederlande unter Schock, heute trudelten internationale Reaktionen ein. Im Zusammenhang mit der Tat fanden bereits Hausdurchsuchungen statt, zwei Tatverdächtige sind in Haft. In Leipzig haben OB Burkhard Jung und die Fraktionsvorsitzenden heute eine Flagge gehisst, die ein Zeichen gegen Atomwaffen setzen soll. Und das LKA sucht nach Zeug/-innen, die am Montag einen Angriff auf mutmaßliche Neonazis beobachtet haben, nachdem diese sich homofeindlich geäußert hatten. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 7. Juli 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Er soll verschlüsselte Handys zum Drogenhandel genutzt haben: Kevin B. (27) in Handschellen auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: Lucas Böhme

Entschlüsselte Kriminellen-Chats: Prozesswelle mit Schwierigkeiten – auch in Leipzig

Encrochat gilt als „WhatsApp der Unterwelt.“ Eine klandestine Kommunikationstechnik, die auch von Mitgliedern des organisierten Verbrechens genutzt wurde – bis spezialisierte Ermittler aus Frankreich und den Niederlanden die verschlüsselten Handys knackten. Die Folge: hunderte Verhaftungen allein in Deutschland. Auch Leipzig steht nun ein Verhandlungs-Marathon gegen mutmaßliche Drogenhändler bevor. Die holprige Eröffnung eines Verfahrens vor dem Landgericht am Mittwoch offenbarte aber viele Probleme. Wird der große Coup der Polizeibehörden zum Bumerang?

Judoka Marie Branser mit Marathonläufer Nic Ihlow (links) und Para-Triathlet Martin Schulz bei der Einweihung der Sportstadt-Straßenbahn. Foto: Jan Kaefer

Zwischen Euphorie und kritischen Stimmen: Marie Branser startet für den Kongo bei den Olympischen Spielen

Auf diesen Tag hat Marie Branser seit Jahren hingearbeitet. Wenn die Leipziger Judoka am 29. Juli die Matte betritt, wird für sie der größte sportliche Traum wahr. Denn an eben jenem Donnerstag greift die 28-Jährige in Tokio erstmals aktiv bei Olympischen Spielen ins Wettkampfgeschehen ein. Besonders daran ist, dass die Athletin des SC DHfK nicht unter deutscher Flagge ins Rennen geht, sondern für die Demokratische Republik Kongo startet. Ein eher ungewöhnlicher Schritt, der auch Kritiker/-innen auf den Plan rief.

Abschleppen in der Nacht am Waldstraßenviertel. Foto: LZ

Hase und Igel: Ordnungsamt sieht gar keinen Grund, den Stadträten die Anweisungen zur Abschlepppraxis zu zeigen

Nix da: Da hatte sich die Freibeuterfraktion schon so zuversichtlich gezeigt, dass das Leipziger Ordnungsdezernat auf ihren neu gefassten Antrag hin „die Arbeitsanweisungen, die das Abschleppen widerrechtlich parkender Fahrzeuge im Ordnungsamt regeln“, wenigstens „dem Fachausschuss Umwelt, Klima und Ordnung sowie den Stadträtinnen und Stadträten zur Verfügung“, stellen muss. Aber da haben die Freibeuter nicht mit dem Leipziger Ordnungsamt gerechnet. Das bleibt eine Black Box.

Teich im Abtnaundorfer Park mit Monopteros und gut gefütterten Enten. Foto: Ralf Julke

Der Parkteich Abtnaundorf soll 2022 wieder entschlammt und instand gesetzt werden

Auch dem Parkteich Abtnaundorf haben die letzten Jahre zugesetzt. Dabei besitzt er immerhin noch einen natürlich Zufluss. Aber über den werden immer neue organische Schwemmstoffe in den Teich gespült, der in den letzten 30 Jahren wieder zusehends verschlammt ist und nur noch ahnen lässt, wie er in seinem ursprünglichen Zustand aussah. Doch jetzt soll der Parkteich Abtnaundorf wieder saniert und vom Schlamm befreit werden.

Theaterspektakel im Juli: Theater Titanick ist mit „Titanic“ und „Upside Down“ endlich wieder in Leipzig zu erleben

Eigentlich ist Leipzig die Geburts- und Heimatstadt des Open Air Theaters Titanick. Aber die experimentierfreudige Truppe ist so gefragt, dass sie seit einigen Jahren gar nicht in Leipzig zu erleben war. Nach langer Pause ist Titanick im Juli wieder in Leipzig zu erleben. Am 24. Juli zeigt die Theatergruppe auf der Alten Messe ihren Klassiker „Titanic“ über den Untergang des Luxusliners.

Ein bisschen Wasser im Rosentalteich. Foto: Michael Freitag

Drama um den Rosentalteich: Brunnenlösung würde die Grundwasserprobleme im Rosental weiter verschärfen

Im Juni hat der Stadtbezirksbeirat Mitte noch einmal nachgehakt. Denn seit drei Jahren ist der Rosentalteich immer seltener noch als Teich zu erleben. Könnte die Verwaltung da nicht ein Konzept entwickeln, das diesen Teich wieder dauerhaft mit Wasser befüllt? Immerhin gibt es doch ganz in der Nähe Brunnen, aus denen man ihn befüllen könnte? Doch das Amt für Stadtgrün und Gewässer begründet nun, warum auch das nur ein schöner Traum ist.

Servicekraft händeringend gesucht: Viele Hotels und Gaststätten finden aktuell kein Personal – weil während der Lockdowns ein großer Teil der Beschäftigten die Branche verlassen hat. Die Gewerkschaft NGG fordert, die Arbeit im Gastgewerbe attraktiver zu machen. Foto: NGG

Wenn das Kurzarbeitergeld nicht reicht: Leipziger Gastgewerbe hat im Corona-Jahr über 2.000 Fachkräfte verloren

Supermarktkasse statt Biertheke: Im Zuge der Corona-Pandemie verzeichnen die Leipziger Hotels und Gaststätten eine dramatische Abwanderung von Fachkräften. Innerhalb des vergangenen Jahres haben in der Stadt rund 2.100 Köche, Servicekräfte und Hotelangestellte dem Gastgewerbe den Rücken gekehrt – das ist jeder siebte Beschäftigte der Branche, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf jüngste Zahlen der Arbeitsagentur mitteilt.

Großfamilien-Bande: 19 Erzählungen aus einem Kongo mitten im Aufbruch aus uralten Sitten und Gesetzen

Die Welt verändert sich, meist langsamer, als man sich das wünscht. Und ganz bestimmt viel langsamer, als es einem die Nachrichten versuchen weiszumachen. Oder übersprudelnde Politikwissenschaftler, die gleich mal das Ende der Geschichte verkünden. Aber Geschichte endet nicht. Sie steckt in den Köpfen der Menschen. Und die klammern sich an ihre alten Geister und Albträume. Nicht nur in der Demokratischen Republik Kongo.

So können Sie der Entstehung von Rückenschmerzen vorbeugen

Sie sind das Volksleiden Nummer eins und einer der Hauptgründe, warum Menschen ein oder mehrmals pro Jahr krankgeschrieben sind. Die Rede ist von Rückenschmerzen, die längst nicht nur bei alten Menschen auftreten, sondern insbesondere auch in jungen Jahren. Doch woran liegt es und wie können Sie verhindern, dass Ihr Leben von Rückenschmerzen dominiert wird? Die folgenden Tipps helfen dabei, dem Volksleiden den Garaus zu machen.

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