Berlin. Ecke Schönhauser: Der Prenzlauer Berg in Farbe, mit Neugier und dem Gefühl fürs Licht

Man merkt nicht, wie sie fehlen. Aber sie fehlen als authentischere Stimmen aus dem Osten: Die "Wochenpost" und die "NBI", zwei Zeitschriften, die in DDR-Zeiten Bückware waren. Ähnlich wie das "Mosaik". Sie sind vom Medienmarkt verschwunden genauso wie die authentischen Handschriften ostdeutscher Journalisten und Fotografen. Es fällt erst auf, wenn einer wie Eberhard Klöppel wieder durch Berlin zieht.

Klöppel gehörte einst zur Garde der „NBI“-Fotografen, war von 1976 bis 1992 Bildreporter der „Neuen Berliner Illustrierten“, die in DDR-Zeiten in 726.000 Exemplaren gedruckt wurde. Neben den üblichen Reminiszenzen an die Parteipropaganda fanden die Leser hier das, was sich selbst all die Bezirkszeitungen nicht mehr trauten: Reportagen und Bildstrecken über das wirkliche Leben in der DDR. Meist in Schwarz-Weiß. Aber man merkte die alte Schule. Das, was Mathias Bertram, der Herausgeber dieses Bandes, im Vorwort mit den Namen Henri Cartier-Bresson, Robert Doisneau und Robert Frank benennt, eine Schule, mit der einige der markantesten DDR-Fotografen in der Fotoklasse der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig in Berührung kamen. Auch Klöppel hat in Leipzig studiert.

Einen ersten Band mit seinen Berliner Fotografien aus den Jahren 1978 bis 1987 brachte der Leipziger Lehmstedt Verlag 2010 heraus: „Berlin – Ecke Greifswalder“. Der Band ergänzte in beeindruckendem Schwarzweiß den 2008 erschienenen Band „Berlin – Ecke Prenzlauer“ mit Fotografien des früh verstorbenen Bernd Heyden aus den Jahren 1966 bis 1980. Mit diesen Bänden – so Bertram – bildet der jetzt vorgelegte Fotoband eine Trilogie. Auch wenn er nicht ganz passt. Denn diesmal ist es keine Auswahl aus einem über Jahrzehnte angesammelten Bildarchiv, sondern so etwas wie ein Projektbuch. Ein Projekt, mit dem sich Klöppel quasi selbst beauftragte: In den Jahren 2010 bis 2012 zog er los und fotografierte seinen Lieblings-Kiez, den Prenzlauer Berg, mit moderner Fototechnik und in Farbe.

Hätte schief gehen können.So, wie es bei den meisten Leuten schief geht, die heutzutage mit großer Technik herumlaufen und glauben, das Bild würde von allein ordentlich werden. Macht ja alles die Kamera.

Macht sie nicht. Die für das Cover ausgewählten und zugeschnittenen Bilder verraten noch nicht, was Klöppel eigentlich macht. Aber beim Durchblättern des Bandes mit 100 Farbaufnahmen aus dem heutigen Prenzlauer Berg sieht man es. Über die Schwierigkeiten moderner Straßenfotografie schreibt Bertram im Vorwort so einiges. Das moderne Persönlichkeitsrecht, das auf die Publicity-Spiele der Reichen, Schönen und Prominenten zugeschnitten ist, engt die Spielräume für Fotografen, die an eine Veröffentlichung ihrer Bilder denken müssen, rigide ein. Der genaue, eher intime Blick bleibt ihnen fast immer verwehrt.

Nur da, wo Menschen unterwegs bereit sind, die durch medial geschürte Ängste gewachsenen Mauern zu durchbrechen, kommt der Fotograf ihnen wieder nah. Kann sie in den scheinbar unbeobachteten Momenten einfangen, in denen sie sich ihrer Arbeit widmen, dem Gespräch am Fahrdamm, dem Plaudern im Café. Klöppel fängt das Straßenleben ein mit jungen Leute, die unter der U-Bahn musizieren, Wartenden im Sommerregen, Obdachlosen im Park und auch den verbissenen Demonstranten am 1. Mai.

Geschäftsleute aus den kleinen Szeneläden bittet er zu einem Porträt, er schaut in kleine Barkonzerte hinein und in eine augenscheinlich fröhliche Ballettprobe. Immer wieder gibt es auch Bilder von Häuser und Straßen. Und natürlich immer wieder der Schönhauser, die sich vom Ku’damm dadurch unterscheidet, dass man hier nicht protzt und Reichtum zur Schau stellt, sondern sich noch treiben lässt in einem Getümmel der Widersprüche. Der Stahlbogen der U-Bahn, die in der Schönhauser aus der Tiefe taucht, bildet immer wieder den Rahmen für beeindruckende Bilder. Und wer sie sich in Schwarz-Weiß vorstellt, ahnt, dass es in guten Fotos tatsächlich nicht um bunte Farben geht.

Sondern um Licht.Dafür braucht man einen Blick. Den Blick des Künstlers, der mit dem, was er sieht, etwas anfangen kann. Der die Gesetze von Raum- und Bildwirkung gelernt hat bei Rembrandt und den Impressionisten und all den anderen, die sich mit dem Bild beschäftigten, bevor die Fotografie erfunden wurde. So intensiv, dass vor 150 Jahren viele Leute glaubten, mit der Fotografie wäre die Malerei hinfällig.

Millionen unbedarfter Fotografen haben mittlerweile reihenweise bewiesen, dass diese Gefahr nie bestand. Gute Fotografie braucht auch im 21. Jahrhundert Meisterschaft. Und hier ist ein Meister, dem es selbst in der Hektik des heutigen Straßenlebens gelingt, diese winzigen, berührenden Momente einzufangen, in denen die Menschen sichtbar werden hinter ihren Masken und hinter ihrer Eile.

Zwei junge Leute im Gedränge an der Haltestelle, die sich einen Blick zuwerfen, der eine ganze Geschichte ist. Musikanten auf der Straße, Besucher im Mauerpark. Selbst die Besucher eines Konzerts, Gäste eines Pressefestes der Linken, eine abendliche Szene an der U-Bahnstation Eberswalder Straße werden zu kleinen Genrebildern. Sie fangen den Moment ein, einen der vielen so typischen Momente, die in ihrer Summe irgendwie das Leben im Prenzlauer Berg ausmachen. Wie es schon lange keiner mehr eingefangen hat.

Denn der Prenzlauer Berg hat sich in den letzten Jahren natürlich verändert. Bilder, wie sie Klöppel noch in den 1980ern machen konnte, sind nicht mehr möglich. Die maroden Häuser wurden saniert. Mit der Sanierung stiegen die Mieten und viele der alten Bewohner zogen weg. Neue, zugereiste Bewohner prägen das Gesicht eines der kinderreichsten Berliner Bezirke. Menschen aus aller Herren Länder haben die Stadt bunter gemacht.

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Berlin. Ecke Schönhauser
Eberhard Klöppel, Lehmstedt Verlag 2012, 24,90 Euro

Was Klöppel mit der Kamera einfängt, ist voller Atmosphäre. Sie atmen, zeigen die Angespannten, die Zufriedenen, die Müden, die Verbissenen, die Fröhlichen. Und auch die Skeptischen, die dem Fotografen einen sehr kritischen Blick zuwerfen. Manchmal sind es aber auch nur der Himmel über dem Schwedter Steg oder forsch aufgereihte schwedische Musiker, die in Klöppels Bildern erscheinen, fast zufällige Momente, die aber jetzt, wo sie ein Fotograf mit dem Blick fürs Markante eingefangen hat, nicht mehr zufällig sind.

Ganz sicher ist diese zweijährige Fotopirsch des Fotografen auch für viele Berliner eine Wieder-Entdeckung ihrer Stadt. Manchmal braucht es diesen neugierigen Blick, der die Momente einzufangen weiß, in denen das Wesentliche hinter der eiligen Oberfläche durchscheint. Wer in solchen Momenten die Kamera nicht dabei hat, ärgert sich noch stundenlang, weil er weiß: So siehst du das nicht noch mal.


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