Kein Bild von …: Der Maler Heribert C. Ottersbach und die Ikonen einer kurzatmigen Zeit

Zwischen Heribert C. Ottersbach und Neo Rauch liegen Welten. Malerische Welten. Wo der eine mittlerweile Meister der großen Inszenierung der Alpträume des 21. Jahrhunderts geworden ist, ist der andere der Meister des Minimalen. Nicht des Minimalistischen. Denn beide eint auch etwas: der kritische Diskurs mit den Ikonen der Gegenwart. Beide eint auch die Arbeit als Malereiprofessor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB).
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Der in Köln geborene Ottersbach, der sein Leben zwischen Leipzig und Sörmland in Schweden aufteilt, wurde 2009 Nachfolger von Neo Rauch an der HGB. Neo Rauch hatte den aufwändigen Job aufgegeben, weil er sich dazu zu sehr in seiner eigenen Arbeit als Künstler behindert sah.

Natürlich wurde danach auch in der L-IZ gefragt: Geht nun die „Leipziger Schule“ an der HGB zu Ende? Kann man ja drüber philosophieren und fast vergessen, dass die Leipziger Tafelmalerei ein sehr junges Gewächs an dieser Hochschule war, die zuvor ihre Stärken – wie der Name sagt – in der Grafik und Buchkunst hatte.

Und es braucht ja nicht wirklich immer wieder Maler, die einen der „Leipziger Schule“ zuzuordnenden Stil pflegen, um den Nachwuchs zur Ausbildung einer guten Technik und einer eigenen Bildwelt zu animieren. Das kann helfen. Das kann aber auch hindern. Kunst lebt auch von der Auseinandersetzung mit den Lehrern. Und die Wahrheit, die zuweilen einfach in den Archiven verstaubt, ist auch, dass manche ehrgeizigen Talente an der Herausforderung zerbrechen.

In diesem Buch – herausgegeben von Klaus Gerrit Friese und Jürgen Knubben – sind Bilder aus Ottersbachs Schaffen von 1996 bis 2012 versammelt – bereichert um ein ausführliches Interview und einige kleine Essays. Schon das Titelbild zeigt, worum sich Ottersbachs Arbeit dreht. Es ist das Porträt eines bekannten Astrophysikers und Autors namens Stephen Hawking. Und ist es auch nicht. Ottersbachs Porträts sind keine Porträts im klassischen Sinn. Er lässt seine Porträtierten nicht Modell sitzen, sondern bedient sich am mittlerweile gigantischen Reservoir der Bilder und berühmten Fotos der Zeit, die auf ihre Weise längst zu Ikonen geworden sind. Jeder kennt sie. Sie sind ihm hunderte und tausende Male begegnet beim allgegenwärtigen Medienkonsum. Manchmal vielleicht auch nur ein paar dutzend Male, weil sich ja nicht jeder mit dem Leben großer Literaten wie Camus, Sartre, Beauvoir oder Miller beschäftigt.Aber wer sich mit ihnen beschäftigt, kennt die Bilder. Und wer sich durch die Porträt-Reihe blättert, ahnt, mit welchen Gedankenwelten und Philosophien sich der Mensch Ottersbach intensiv beschäftigt hat und beschäftigt. Im Grunde zeigt er in seinen Serien seine Art, die Gegenwart wahrzunehmen und philosophisch zu strukturieren. Andere Künstler würden vielleicht einen ganz anderen Kanon eröffnen. Oder denselben Kanon anders darstellen.

Es sind auch keine schlichten Bilder nach Fotos oder Umsetzungen der fotografischen Bildmotive mit anderen künstlerischen Mitteln, auch wenn man da und dort das Gefühl hat, dass Andy Warhol sich der Materie ganz ähnlich angenähert hat. Auch er war einer der wichtigen Künstler der Zeit, der sich mit dem Thema Ikone – und ihrer unendlichen Vervielfachung – beschäftigt hat.

Aber nicht nur Dosensuppen und Marilyns sind zur Ikone geworden. Fast hat man den Eindruck, das moderne Informationszeitalter kommt ohne Ikonographie gar nicht aus. Die Bilder der Berühmten werden nicht nur zu Markenzeichen, sie werden auch zu markanten Fixpunkten in einem Universum, in dem die 5-Minuten-Berühmtheiten so schnell verglühen, dass sie schon längst Geschichte sind, wenn sich ernsthafte Leute überhaupt erst einmal die Frage stellen, ob sich eine Beschäftigung mit ihnen lohnt.

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Ottersbachs Kosmos ist auch ein deutliches, stets in reduzierter Tonpalette gemalter Protest gegen diese Verramschung der Aufmerksamkeit. Ein umso eindrucksvollerer Protest, weil er es fertigbringt, auch mit einer Reduzierung der Feinheiten trotzdem das Unverwechselbare und Einzigartige der gemalten Personen darzustellen. Man merkt, dass er sich lange und intensiv mit der Foto-Vorlage beschäftigt hat. Seine Bilder wirken dann wie hinskizziert, mit sicherer Hand sind die prägenden Grundstrukturen gesetzt. Und der Betrachter kann verblüfft feststellen, wie wenig Kontur es braucht, dass ihn ein markanter Kafka anlächelt, ein Bloch ihn kritisch mustert oder ein Vonnegut wie durch eine Jalousie herüberschaut, melancholisch und doch ironisch, wie man ihn kannte.

Mit solchen Bildern zeigt Ottersberg nicht nur seine Sicht auf das Wichtige in einem längst viel zu bunten Zeitentanz. Er zeigt auch, wie lebendig solche scheinbar auf pures Schwarz-Weiß reduzierten Bilder werden können, wenn der Maler die Formen nicht nur verdichtet, sondern auch wieder damit spielt und andere Kunststile so nebenbei zitiert, dass sich seine Schüler ganz bestimmt fragen: Wie macht er das?

Das Porträt von Susan Sontag mit den fast heiteren Anleihen am Kubismus ist dafür genauso typisch wie etwa das Bild des rauchenden Paul Auster im Format eines Kinoplakates. Dass man so nebenbei auch dazu gebracht wird, sich mit der Welt des Malers zu beschäftigen und ihren Wurzeln in den großen philosophischen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts, ist vielleicht nicht beabsichtigt, aber – wie das so schön heißt – intendiert. Es ist ja Ottersbach selbst, den es drängt, sich mit seinen Bildern der Zeit derart intensiv auseinander zu setzen. Serienweise mittlerweile.

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Heribert C. Ottersbach
Klaus Gerrit Friese; Jürgen Knubben, Seemann Henschel Verlag 2012, 14,95 Euro

Aber womit werden sich seine Schüler auseinander setzen? – Das müssen sie selbst ja herausfinden. Dazu kann ein guter Lehrer nur anregen. Die wirklich Begabten werden nicht nur ihren eigenen Malstil finden, sondern auch die Inhalte, die sie zum Malen drängen. Ob es wieder „Leipziger Tafelmalerei“ wird, kann ja keiner sagen. Das hängt nur in Nuancen vom Lehrer ab.

Viel mehr von den Dingen, die den Künstler selbst bewegen, beängstigen, packen. Auch ein paar seiner Ängste hat Ottersberg ikonografisch aufgearbeitet – den Kamikaze etwa oder Hans-Martin Schleyer, kaum mehr erkennbar, als Entführten der RAF. Oft steht extra drunter „o.T.“. Es sind keine Porträts im klassischen Sinn, und die Dargestellten erkennt man oft nur, weil einem dieses markante Gesicht beiläufig vertraut ist. Es ist eine intensive Auseinandersetzung mit unserer vom Medienrausch gefluteten Welt und dem, was hängen bleibt an Wichtigem, Sagbarem, Unverwechselbarem.

Und damit fällt Ottersbach selbst wieder auf. Denn wo alle glauben, ein Bild sei ein Bild, schreibt er zu recht über seine Serien: „Kein Bild von …“


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