Was draus wird: Gedichte wie Tagebucheinträge – mit einem erschrockenen Ich

Mit 66 Jahren - singt da einer - fange das Leben an. Aber wer bis 66 wartet, der hat wohl das Wesentliche schon verpasst. Und mit der großen Party wird es dann meist nichts mehr, auch wenn einem interessierte Versicherungsinstitute jetzt allwöchentlich das herrliche Leben der "silver ager" schmackhaft machen wollen. Das Leben wird sehr nachdenklich, wenn man älter wird, stellt auch Walter Thümler fest.
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Er lebt an der Elbe, in einer keineswegs überlaufenen Weltecke, in der der Ausflug zum „Shopping“ eine Art Höhepunkt der Woche und allemal ein Gedicht wert ist. Er ist Dichter und Übersetzer, 1955 geboren. Im Leipziger Literaturverlag hat er mit Gennadij Ajgi (2009) und C. K. Williams (2010) zwei Dichter übersetzt, die auf dem deutschen Buchmarkt zuletzt kaum präsent waren. 2011 hat er einen eigenen Gedichtband vorgelegt: „Ist jemand da“.

Jetzt hat er einen zweiten nachgeschoben, schön schmal, 80 Seiten schlank, die ihn als Freund der kargen, zurückhaltenden Betrachtung zeigen, als Spaziergänger und Beobachter. Seine Gedichte tendieren oft genug zur ganz knappen Form, zum Sinngedicht oder zu jenen spröden Formen, wie sie die Japaner lieben. Eine kleine Beobachtung, eine pointierte Fokussierung, ein stiller Moment. So tauchen denn auch ab und zu direkt Dichter aus Fernost auf – als Stichwortgeber oder als erinnerte Autorenkollegen.

Er ist ein friedlicher Zeitgenosse, einer, dem auch die Buckower Elegien des Bert Brecht nahe wären – dieses Einfangen der Verstörung im Bild eines stillen Ortes. Die freundliche Störung des romantischen Bildes. „Das traurige Dezemberrufen der Wildgans“ erinnert an die stilleren Gedichte von Sarah Kirsch, in denen ein ähnliches Atmen ist, ein ähnlich lebendiges Bekenntnis zum Ich-Sein, während die Zeichen am Himmel von anderen Unruhen und vom Irrsein und vom Kriegstrommeln anderer Leute künden. Dichter neigen zum Absentieren, zum All-das-nicht-mehr-Mitmachen. Auch wenn die moderne Elektronik sie bis in die Einöde verfolgt.

Thümlers Gedichte sind auch wie Tagebucheinträge. Fast ist es, als begleite man ihn bei seinen Wegen durch die moorige Landschaft, bei den Radfahrten zum Supermarkt, zum Besuch beim Arzt. Denn das Leben ist vergänglich. Mitten im Dasein reißt die Warnung auf: Jetzt gib Acht. Auch du bist sterblich. Da ändert sich natürlich der Blick, sieht der Spaziergänger die toten Kröten auf dem Weg zum Teich mit anderen Augen. Das macht ihn zuweilen auch stumm: „Im Moment ist kein / Gedicht in mir Kein …“Er lässt zu, was so viele nicht mehr zulassen in ihrer Hatz und im Immer-Beschäftigtsein: das eigene Verletzlichsein. Schwer genug als Mann, dann auch noch zu den eigenen Gefühlen zu stehen, ich zu sagen – wie in „Morgens / für Ute“. Womit schon mal eine Adressatin benannt ist, die dergleichen wohl abfordert. Schwer genug ist das. Männliche Sozialisation ist so auch im 21. Jahrhundert nicht angelegt, das zeigt jede Umfrage zum aktuellen Beliebtheitsstand diverser Politiker: Wer Irrtümer zugibt, Unsicherheiten, eigene Gefühle, schmiert unbarmherzig ab. Wer Gefühle zeigt als Mann, wird zur Zielscheibe. Das ist noch immer wie auf dem Pausen- und Kasernenhof. Es wird als Schwäche ausgelegt. Oder als Gefühligkeit.

Was bleibt da noch? – Aussteigen? Was ja nicht zwangsläufig heißt, dass man fortan nicht mehr betroffen ist. Bis in den Ostseeurlaub hinein fühlt sich Thümler verfolgt von den Kriegen der anderen. Der Krieg schwappt über die Fernseher bis auf den Strand. Und mitten im Dasein die Diagnose des Arztes, die normalerweise alles anders macht: „Was ich / auch seh Es schließt mich ein in / mein Ende“. So meldet sich das an – zwischen „Shopping 2“ und „Oktobertag“. Fortan wird dieses Echo nicht mehr verschwinden. Mit jedem neuen Beginn jeden Tag: „Die Katze ist gefüttert Die Telefonate gemacht Der / Einkauf erledigt Nun kann das Leben beginnen …“ – Was diesen Versen folgt sind viele nachdenkliche Gedanken, Miniaturen, kleine Bilder in gedämpften Farben. Jetzt hat das alles eine andere Bedeutung, einen Nachhall, der bleiben wird. Jetzt beginnt mancher Satz mit „Noch“.

Und der Band endet mit der erstaunlichen Aussage: „Das Glück war / ‚Ich‘ zu sagen“. – Da kann noch Vieles draus werden. Mancher kommt ja nicht einmal an diesen Punkt, der Grund genug ist für ein großes Staunen. Ein Staunen, das mit dem dreisten Ich der üblichen Tageshelden nichts zu tun hat, das eher ein tägliches Mein ist.

Mein Auto, mein Haus, mein Boot.

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Was daraus wird
Walter Thümler, Leipziger Literaturverlag 2012, 16,95 Euro

Das Tröstliche: Die meisten Dichter sind gar nicht in der Lage, überzulaufen zu den Mein-Sagern. Denn gute Dichtung setzt Wissen voraus und den Willen zum Sehen. Sonst funktioniert all das nicht, sonst berühren die geschriebenen Verse niemanden, sonst schaffen sie es nicht, die zerbrechlichen Momente herzustellen, in der auch der Lesende versteht, worum es geht. So beiläufig auch um ihn. Ich sagt man tatsächlich nur dann mit dieser trockenen Ehrlichkeit, wenn man sich nicht (mehr) über das Mein definiert.

Erst dann werden die Dinge wieder zu einem Geschenk, für das man niemandem danken kann. Und trotzdem dankbar ist – für den beginnenden Frühling, den Blick ins Tal. „… möchte noch / ein wenig wie ein Säugling / mit den Fingern spielen.“ („Dichter“). Auf einmal ist das Alles nicht mehr unendlich, werden die Momente wertvoller. Naja, und man beginnt mit anderen Augen auf das Kommende zu schauen. Man weiß ja nicht, „was draus wird“.


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