Weltrettung auf die Müller-Art: Im Rauch der Revolte

Welches Fest eignet sich besser als das zur Weihnacht, mal wieder etwas intensiver über die Zukunft von dem allen nachzudenken? Was wird aus diesem Planeten? Was machen wir daraus? Schaffen wir es, ihn für uns zu erhalten als lebenswerten Ort? - Da kann man durchaus skeptisch sein. Wie Iggy Potjomkin, der so natürlich nicht heißt. Aber in Leipzig lebt und sich den Kopf zerbricht.
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Recht regelmäßig. Nachlesbar in einer eigenen Kolumne auf freitag.de, wo er als Käsebier II die seltsamen Entwicklungen der Neuzeit kommentiert. Hätte auch ein Buch voller Kolumnen werden können. Aber es wurde dann ein Roman. Einer, den man vom Cover her irgendwo zwischen Che Guevara und spätmoderner Revolutionsliteratur einordnen könnte. Kann man machen. Wäre aber wohl falsch. Es sei denn, es gäbe in den kleinen kämpferischen Revolutionsbuchhandlungen im Land auch eine Sparte Satire.

Denn am Ende ist es das auch ein wenig. Wenn auch eher in Molltönen. Denen am Ende geht schief, was Müller sich da so gedacht hat in jungen Jahren als Student. Da ist so mancher rebellisch, will die Welt verändern, taucht in wilde Diskussionen ein, ist bis ins Rückenmark überzeugt davon, die Lösung für alle Probleme zu wissen. Und dann sucht mancher auch die Aktion, wird exzentrisch oder manisch oder verfolgt ein hehres Ziel. Manchmal ein Leben lang.

Die meisten Revolutionstheorien gehen davon aus, dass man Situationen und Wendepunkte, an denen man die „Verhältnisse“ aushebeln kann, regelrecht herbeiführen und forcieren kann. Und dann hat man die Situation, aus der heraus man zugreifen kann. Das ist Thema eines langen, leicht alkoholgeschwängerten Gesprächs der beiden Studenten Müller und Paschulke. Irgendwann, irgendwo im Szenemilieu einer Universitätsstadt in der Provinz. Manchmal scheint die Handlung sogar vor vielen Jahrzehnten zu spielen, irgendwie im 68er-Milieu, als man derart ernsthaft noch darüber debattierte, die Welt zu verändern.Das Gespräch ist der Nukleus des Romans, auch wenn es erst später eingeblendet wird, nachdem man die Geschichte von Inka und Margita erfahren hat, die ihre Rollen vertauschen: Inka, die Unternehmertochter, flüchtet geradezu aus ihrem Elternhaus. Margita lässt sich vom alten Betgenhaus adoptieren und wird so quasi zur Unternehmenserbin und trifft irgendwann – bei Gelegenheit eines recht seltsamen Waldhüttenausflugs – Müller, der von Anfang an seine Geheimnisse hat vor ihr, sich aber später als hartgesottener Geschäftsführer ihres Unternehmens entpuppt. Und da wird es spannend. Dann was passiert eigentlich, wenn der Boss eines solchen Unternehmens, das im harten Wettbewerb steht, selbst alles dafür tut, die Konflikte zu verschärfen und die Belegschaft bis an den Rand der Weißglut zu treiben? Bis zur Revolte?

Er erfährt’s dann. Und da er wie die meisten Revolutionäre nicht daran gedacht hat, was er nach dem „Umstürzen der Verhältnisse“ eigentlich genau tun will, hat er auf einmal einige Phänomene am Hals, die er so gar nicht wollte. Nicht nur sein Privatleben fliegt ihm um die Ohren – wobei man sich wirklich fragt: Hatte er eins?

Auch Paschulke taucht noch einmal auf. Als Stimme in einer alten Tonbandaufzeichnung. Noch so ein verstörender Moment, bei dem sich hier die gefühlten Zeitschichten übereinander schieben. Wann hat man eigentlich das letzte Tonbandgerät mit Transmissionsriemen gesehen? – Auch diese Rückblende ist wichtig, lässt sie Müller nun noch hören, was er seinerzeit irgendwie verpasst hat. Denn eigentlich steckt in diesem am Ende von der Uni gefeuerten Soziologen Paschulke der nachdenkliche Autor selbst. Paschulke ist einer, der nachdenkt und nachforscht über die Zukunft unserer Welt. Und über unsere Fähigkeit, das vielleicht noch hinzukriegen.Fähig wären wir Menschen ja dafür – wir können die Prozesse, die wir auslösen, weit hinein in die Zukunft prognostizieren, wissen sogar, wie wir gegensteuern könnten, wenn wir es wollten. Aber die heutige Menschheit wird nicht wirklich von Rationalität regiert, sondern – wie auch Müller erfahren muss – von Gier. Wenn es um das Ansichraffen von Ressourcen geht, ist der Mensch zu allem fähig. Da wirft er alle Vernunft, allen Anstand und alle Rücksicht über Bord. Dann ist ihm jedes Mittel recht.

Nur geht’s dem deprimierten Paschulke wie den meisten Leuten, die über das Thema nachdenken: Sie haben keine Lösung parat. Er würde das ja gern erforschen – aber an der Stelle kennt die Hochschule kein Pardon. Wer so goldige Ideale wie die tradierten „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gar noch experimentell hinterfragen will, der hat im Gefüge der Opportunität keinen Platz und muss gehen.

Wobei Paschulkes Logik verblüffend ist. Man liest es selbst nach den wilden Tänzen der Finanzkrise eher selten, dass die grenzenlose Freiheit an sich etwas Zerstörerisches sei. Ohne moralische Grenzen ausgelebt, führt sie in die Katastrophe. Die unbegrenzte Gier zerstört die Lebensgrundlagen der Menschheit. Die begrenzt sind, das wissen eigentlich alle. Die Erde wird sich noch ein paar Milliarden Jahre lang um die Sonne drehen – aber das, was den Menschen ihre heutige Kultur ermöglicht hat, wird gerade in einem wilden Tempo verbraucht, vermüllt, zerstört. Am Ende des Buches gibt es noch ein paar lange Waschzettel von Paschulke, der irgendwie wie ein abwesender Philosoph durch die Geschichte geistert. Darin versucht er ein paar Regeln aufzustellen, wie es die Menschen schaffen könnten, an die Stelle der allerwege beschworenen (unbegrenzten) Freiheit einen neuen Wert wie Arterhaltung zu setzen – Menschen nicht für ihre ungezähmte Gier des Tages zu belohnen, sondern dafür, dass sie sich für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen einsetzen.

Aber so recht glaubt der Bursche selbst nicht mehr daran, dass es die Menschheit schafft.

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Iggy Potjomkin hat für diesen Roman, der ein bisschen angelegt ist wie eine große Unternehmer-Sage aus den 1960er Jahren, die Möglichkeiten des modernen Independent-Verlages genutzt. „Made in the USA“ steht dann tatsächlich am Ende des Bandes. Vorher gibt es nicht eine lange Danksagungs-Liste, denn das, was früher ein Verlag alles für und mit dem Autor leistete – bis hin zum intensiven Lektorat – dass muss einer, wenn er sein Buch selbst auf den Markt bringen will, heute allein und mit Unterstützung seiner Familie und seiner Freunde schaffen. Ein langer Haftungsausschluss klärt den Leser darüber auf, dass er für die angegebenen Links im Buch natürlich keine Haftung übernehmen kann. Über 120 Fußnoten als Link-Angaben verweisen den Leser auf die Fundquellen im Internet.

Das weltweite Netz ist für jemanden, der weiß, wie er suchen, finden und damit umgehen muss, tatsächlich ein Wissensspeicher und ein Ort des Lernens und Forschens. Aber dazu braucht man natürlich Rüstzeug. So etwas altertümliches wie Allgemeinbildung. Deswegen gibt es auch mehr als eine Seite voller Danksagungen an alle Autoren, Musiker, Denker, die ahnen lassen, in welcher kunterbunten Welt der Autor groß geworden ist. Franz Kafka gehört genauso dazu wie Saint Exupéry, Heiner Müller und Udo Lindenberg, Billy Wilder und Hannes Hegen. Nicht zu vergessen Philipp K. Dick, dessen Dystopien der Autor wohl am nächsten kommt. Denn natürlich geht das Märchen nicht gut aus. Wie sollte es?

Iggy Potjomkin „Im Rauch der Revolte“, CreateSpace Independent Publishing Platform, 14,98 Euro

www.amazon.de/Iggy-Potjomkin/e/B006Q1UUD4/ref=ntt_dp_epwbk_0

www.im-rauch-der-revolte.de


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