Mit Grit Nitzsche die essbare Welt unserer heimischen Bäume wiederentdecken

Schon mit ihrem Buch über (Un-)Kräuter hat Grit Nitzsche auch die aufmerksamsten Leserinnen und Leser überrascht, die der fernsehbekannten „Kräuterhexe“ ja eine Menge zutrauten, aber nicht diese verblüffende Entdeckungstour durch Pflanzenwelten, die ein ordentlicher Gärtner nur radikal aus seinem Garten entfernt.

Schon wer ihr großes Kräuterbuch las, bekam so eine Ahnung davon, wie viel Wissen über unsere natürliche Umwelt verloren gegangen ist. Wissen, das einmal zum ganz normalen Wissensschatz jeder Hausfrau und jeder Bäuerin gehörte. Man kaufte nicht einfach alles fertig im Laden, schon weil es keinen Laden gab, in dem es das alles gab – angefangen von den ganzen Kräutern der klassischen Hausapotheke bis hin zu den Würzkräutern, die noch unsere Urgroßeltern kannten, sammelten und trockneten.

Und mit unseren Bäumen ist es genauso. Es gibt zwar eine Kampagne „Essbare Stadt“. Aber damit sind eher die bekannten Obstbäume gemeint, die in Grit Nitzsches Buch diesmal nicht vorkommen. Ein andermal, verspricht sie. Hier geht es eher um Bäume, die zwar in unserer Landschaft allgegenwärtig sind – aber wir haben keine Beziehungen mehr zu ihnen, begreifen sie auch nicht mehr als Nahrungsquelle. Eigentlich wissen wir so gut wie nichts mehr über unsere Bäume. Nicht einmal die Erinnerung an den Biologieunterricht hilft. Wirklich ernsthaft hat das kein Lehrer vermittelt. Und heute wird es nicht besser sein.

Kann es eigentlich sein, dass viele Leute heute so nostalgisch werden, weil sie von Tuten und Blasen keine Ahnung mehr haben? Sie pflanzen sich die falschen (ungenießbaren und giftigen) Bäume in den Garten, radieren die biologische Vielfalt auf ihrem Rasen aus, fällen diese ganzen scheinbar nutzlosen Laub- und Schattenspender, die eine weltfremde Partei im Landtag zum Abholzen freigegeben hat. Und dann?

Gähnende Leere.

Natürlich ist Grit Nitzsches Buch eine echte Entdeckung. Bevor sie sich einigen wichtigen Bekannten aus unserer Umwelt widmet, erzählt sie erst einmal das Grundlegende – über die Lebenszyklen von Bäumen, die Artenvielfalt und die gut durchmischten Wälder, den Jahreszeitenwechsel und die Charakter der Bäume. Und – auch das für uninformierte Großstädter nützlich – sie erzählt von den alten Waldformen, die vor allem durch menschliche Nutzung geprägt waren. Man erfährt, was einen Hudewald vom Nieder- und vom Plenterwald unterscheidet. Denn die Menschen der Vergangenheit lebten mit dem Wald und nutzten ihn intensiv, aber auch klug. Die großen Waldrodungen, die die deutschen Mittelgebirge in öde, kahle Landschaften verwandelt haben, sind erst ein Phänomen der beginnenden industriellen Nutzung. Die forstliche Nachhaltigkeit des Herrn von Carlowitz wurde erst nötig, als das Erzgebirge schon in großen Teilen verwüstet war.

Die Menschen des Mittelalters gingen mit ihren Wäldern nachhaltig um, sammelten dort Pilze und Früchte, sorgten dafür, dass die richtigen Bäume, die sie für Bauen und Heizen brauchten, wuchsen. Ihre Schafe, Ziegen und Schweine fanden dort Nahrung. Das Wissen um diesen vertrauten Umgang mit Wald und Bäumen ist tief vergraben.

Auch das Wissen darum, welche Bäume eigentlich tatsächlich heimische Gewächse sind und welche erst in den letzten 500 Jahren eingewandert sind. Es gibt also auch noch eine Menge Baum-Geschichte, wenn Grit Nitzsche auf Birke, Eiche, Buche und Hainbuche zu sprechen kommt. Ihre einstige Verwendung und ihre jeweils nützlichen Teile. Das sind nicht immer nur die jungen Blatttriebe oder die essbaren Blüten und Früchte, manchmal sind es auch die Rinden und Säfte. Öle und Harze vieler Bäume gehörten noch vor wenigen Jahrzehnten zum Alltag der Menschen. Sie wussten so viel über die Bäume, dass sie problemlos in die Wälder ziehen und dort überleben konnten. Etwas, was heute kein Großstadtbewohner mehr schaffen würde.

22 Bäume aus unseren Landschaften porträtiert Grit Nitzsche ausführlich. Nicht alles heimische. Einige sind echte Zugereiste, selbst solche, von denen man es nicht glaubt – wie der Gemeine Flieder zum Beispiel. Und man erfährt nicht nur, wie man die Gaben der Bäume in der Küche oder als Heilmittel nutzen kann, man erfährt auch, welchen Nutzen die Bäume haben – ob als Hausbaum (wie die Linde) im Hof oder als Siedlungspionier (wie die Birke). Man erfährt, wo sie sich besonders wohlfühlen – und wo sie richtig Stress haben, so wie die Linde in den Großstädten. Man merkt, dass Grit Nitzsche sich wirklich tief hineingekniet hat in die Materie und eine Menge Baumwissen gesammelt hat.

Auch die Ängste der Leser nimmt sie ernst, denn mancher Baum gilt ja als giftig. Oft braucht es wirklich die genaue Kenntnis, welche Teile tatsächlich essbar sind. Oder in welcher Menge. Denn die Warnung vor Gift bedeutet ja in der Regel auch, dass dieselbe Zutat in der richtigen Dosierung auch wieder Arzenei ist.

Aber es gibt natürlich auch Gewächse, an denen findet man wirklich nichts Essbares oder nur mit einem riesigen Aufwand, wie bei der Rosskastanie. Die landet dann – neben Buchsbaum, Eibe und „Lebensbaum“ – logischerweise in der Sparte „Giftige Doppelgänger“, die Grit Nitzsche natürlich auch nicht einfach nur aufzählt, sondern erklärt, was sie so ungenießbar macht. Denn mit der modernen Chemie ist es ja auch gelungen, die chemischen Verbindungen zu ermitteln, die manche dieser Pflanzen so giftig machen. Man muss sie nicht mehr mystifizieren und hat ein paar sehr gute Gründe, sie aus dem Garten zu schmeißen.

Und dafür eben Bäume hinzustellen, die den Speiseplan um einige Überraschungen bereichern. Und damit man nicht ganz ratlos ist mit dem Wissen, gibt es auch noch lauter leckere Rezepte, die man in gewöhnlichen Kochbüchern niemals finden würde – wie Kastanienmehl-Spätzle, Haselnuss-Bällchen oder Frühlingsrolle mit Hainbuche. Oder wie wäre es mit Birkenblätter-Reisbällchen?

Und die so kräuterbewanderte Autorin gibt auch zu, dass sie Vieles davon auch erst (wieder-)entdecken musste. Obwohl sie als Kind schon eifrig loszog, um Eicheln und Lindenblüten zu sammeln. So lange ist der Verlust des Wissens also noch gar nicht her. Und das Buch macht natürlich Lust darauf, erst einmal all die Bäume wiederzuentdecken, denn eigentlich sieht man ja – was ja fatal ist – nur noch den Wald, aber nicht mehr die Bäume. Wir sind zu floralen Analphabeten geworden. Und dabei wartet hier eine ganze Welt darauf, wiederentdeckt zu werden. Und wer sich nicht selber traut, das Dargebotene wieder in den Speiseplan aufzunehmen, den lädt Grit Nitzsche natürlich wieder zum Besuch auf dem Kräuterhof Falkenhain ein, wo sie die Besucher teilhaben lässt am Wissensschatz über Kräuter, Gemüse und nun auch die reiche Welt der Bäume.

Grit Nitzsche Meine köstliche Baumküche, Buchverlag für die Frau, Leipzig 2017, 16,95 Euro.

In eigener Sache: Lokaler Journalismus in Leipzig sucht Unterstützer

https://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/04/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

Rezepte
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Vorsicht, ein ganz langer Text! Wie man über Ausgangsbeschränkungen und Grundrechtseingriffe wirklich diskutieren kann
Leave no one behind - Aktionstag am 5. April in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserÜber unseren Beitrag „Freizeitaktivitäten in Coronazeiten: 15 Kilometer Umkreis laut OVG Bautzen“ wird ja gerade emsig diskutiert, vor allem die Frage, ob die bekannten Auswirkungen von Covid-19 die rigiden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen rechtfertigen, die es ja nicht nur in Deutschland gibt, sondern in allen Ländern, in denen das Virus aufgetaucht ist. Auch in denen, wo tollkühne Staatsmänner meinten, sie müssten dieses Virus nicht ernst nehmen.
Landtag beschließt Neuverschuldung in „außergewöhnlicher Notsituation“
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Archivfoto: Matthias Rietschel

Archivfoto: Matthias Rietschel

Für alle LeserUm die Coronakrise zu bewältigen, darf sich der Freistaat Sachsen mit bis zu sechs Milliarden Euro verschulden. Das hat der Landtag am Donnerstag, den 9. April, mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen. Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach von der „größten Gefahr für Deutschland und Sachsen seit dem Zweiten Weltkrieg“. Für weitere Diskussionen wird demnächst die Frage sorgen, wie schnell die Kredite zurückgezahlt werden sollen.
Die aufgelegten Corona-Hilfsprogramme verfehlen die Lebenswirklichkeit der freischaffenden Künstler komplett
Derzeit auch nicht möglich: Straßenmusik in der City. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSehr geehrte Damen und Herren, wir sind freiberufliche Kunstschaffende aus Sachsen und unsere Existenzen sind massiv bedroht. Zu den hauptsächlich betroffenen Berufszweigen zählen hierbei Musiker/-innen, Künstler/-innen und Musikpädagog/-innen, sowie soloselbstständige Veranstaltungs- und Bühnentechniker/-innen, Fotograf/-innen, Filmkünstler/-innen, freie Schauspieler/-innen und freie Autor/-innen. Aufgrund der Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des SARS – CoV 2 erwarten wir für die kommenden 12 Monate einen extremen Umsatzrückgang.
Funktechnik aus Sachsen: Mithilfe der Raumstation ISS wollen Biologen die Wanderrouten von Tieren auf der Erde erforschen
Prof. Marco Krondorf testet die Funkverbindung zur ISS in seinem Garten in Dresden. Foto: HTWK Leipzig

Foto: HTWK Leipzig

Für alle LeserDie Hochschulen haben zwar auf Online-Betrieb umgestellt. Aber einige geplante Forschungsprojekte werden auch jetzt noch durchgeführt. Erst recht, wenn Forscher im eigenen Garten arbeiten können und ihre Partner weitab der krisengebeutelten Erde in der Raumstation ISS sitzen. Das betrifft auch ein Forschungsprojekt der HTWK Leipzig, mit dem die Flugrouten einiger unserer Zugvögel erkundet werden sollen.
Weniger Industrie bedeutet: Weniger Wirtschaftseinbruch im Osten
Containerfracht für sächsische Unternehmen. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm Mittwoch, 8. April, veröffentlichten mehrere Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen zum Konjunktureinbruch infolge der Coronakrise. Darunter auch das in Halle heimische Institut für Wirtschaftsforschung (IWH), das in einer besonderen Meldung auch feststellte, dass West- und Ostdeutschland unterschiedlich stark vom Wirtschaftseinbruch betroffen sind. Noch immer ist in allen Wirtschaftsstatistiken sichtbar, wie stark die Deindustrialisierung den Osten bis heute prägt.
Ein Statement zur Corona-Krise aus Sicht der freien darstellenden Kunst
Das Wilde & Vogel-Stück „Songs for Alice“. Foto: Therese Stuber

Foto: Therese Stuber

Für alle LeserIm Bewusstsein, dass die Coronakrise viele Mitmenschen sehr hart trifft und wir nicht die einzigen sind, an denen die staatlichen Hilfen bislang vorbeigehen, haben wir folgenden Text verfasst um zu erläutern, woran es mangelt und wo wir Unterstützungsmöglichkeiten für freischaffende darstellende KünstlerInnen sehen. Wir beziehen uns dabei auf unsere eigene Situation in Leipzig, wo wir regelmäßig am Westflügel arbeiten, vor allem aber auch auf unsere Gastspieltätigkeit.
Klimaschutz im Alltag: Was man im eigenen Umfeld alles ändern kann, um selbst ein klimafreundliches Leben zu führen
Michaela Koschak: Klimaschutz im Alltag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserScheinbar diskutieren jetzt alle gleichzeitig über die Corona-Maßnahmen. Scheinbar seriöse Zeitungen befeuern das Verlangen, die Kontaktsperren möglichst bald zu lockern und die Wirtschaft wieder hochzufahren. Typisches Zeichen dafür, dass der Lockdown die ewigen Einpeitscher nicht zum Nachdenken gebracht hat. In der Regel alles geltungssüchtige Männer mit hohen Gehältern. Es sind Frauen, die die eigentlich wichtigen Bücher zur Zeit geschrieben haben. Denn nach „Corona“ können wir so nicht weitermachen wie bisher.
Mittwoch, der 8. April 2020: Post von Kretschmer
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schreibt den Bürger/-innen in der Coronakrise. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPost vom Ministerpräsidenten bekommt man eher selten. Heute jedoch fand sich wohl in fast allen Briefkästen ein Schreiben von Michael Kretschmer, in dem er die aktuelle Krise thematisiert und Bürger/-innen Mut für die kommende Zeit ausspricht. Derweil gibt es mehr Geld für Unternehmen, ein abgesagtes Volksfest und einen Coronafall in einem Leipziger Seniorenheim. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 8. April 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Gastkommentar von Christian Wolff: In angespannter Zeit – Drei Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)
Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAm 9. April 1945, also vor 75 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nazis ermordet. Zuvor saß er zwei Jahre in Gestapo-Haft in Berlin. Bonhoeffer, gerade 39 Jahre alt geworden, gehört zu den bedeutenden Theologen des 20. Jahrhunderts – vor allem auch deshalb, weil er sehr frühzeitig die zunächst befürwortende, dann zögerliche Haltung der Evangelische Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus scharf kritisierte. Und wegen dieser inneren Distanz zur eigenen Kirche in den politischen Widerstand gegen das Terrorregime des Hitler-Deutschland ging.
Organisationen fordern andere Unterbringung der in Dölzig lebenden Asylbewerber/-innen
Erstaufnahmeeinrichtung in Dölzig im Sommer 2015. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserIn Dölzig nahe Leipzig leben mehrere hundert Asylbewerber/-innen auf relativ engem Raum. Die im Angesicht der Coronakrise empfohlenen Abstandsregeln sind so kaum einzuhalten. Deshalb und wegen angeblicher hygienischer Missstände fordern 18 Organisationen in einem Offenen Brief eine bessere Unterbringung der Geflüchteten. Sie schlagen vor, leere Hotelzimmer dafür zu nutzen.
Über 20.000 Menschen pendeln aus dem Ausland nach Sachsen zur Arbeit
Woher ausländische Arbeitnehmer in Sachsen kommen und wo sie arbeiten. Grafik: Arbeitsagentur Sachsen

Grafik: Arbeitsagentur Sachsen

Für alle LeserSeit 2010 ist die Zahl der Grenzpendler in Sachsen um das 37-fache gestiegen, teilt die Arbeitsagentur Sachen in Auswertung zu dem am Dienstag, 7. April, vorgelegten IAB-Kurzbericht mit. Der Anstieg war deutschlandweit am höchsten (Bund: Anstieg um das Dreifache). Der Grund sind vor allem die kurzen Wege aus den Nachbarländern.
Der Knackpunkt sind auch in Deutschland Krankenhäuser, Personal und ITS-Betten
Auch das Leipziger Uniklinikum behandelt Coronafälle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWissenschaftler sind Leute, die sich nicht kurzfassen können. Aus gutem Grund: Sie müssen ihre Ansätze und Thesen erklären. Und das passt nun einmal selten in knackige „News-Überschriften“. Wir haben an dieser Stelle schon einmal über eine recht detaillierte Kritik des Leipziger Wissenschaftsverlages zu den aktuellen Corona-Zahlen berichtet. Zahlen, die ja bekanntlich von Land zu Land erstaunlich differieren und zu lauter Mutmaßungen Anlass geben.
In der Corona-Pandemie dominieren in den Netzen Verschwörungstheorien statt Falschmeldungen
Prof. Dr. Thorsten Quandt. Foto: WWU - Matthias Hangst

Foto: WWU - Matthias Hangst

Für alle LeserSchon in ganz normalen Zeiten sorgen Medienangebote, die es mit journalistischen Standards nicht wirklich ernst meinen, sogenannte „alternative Medien“ für Verunsicherung, Verwirrung und Berge von Falschmeldungen gerade in den sogenannten „social media“. Wie sie sich jetzt in Zeiten der Covid-19-Pandemie verhalten, haben Kommunikationswissenschaftler/-innen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) untersucht.
Für das Publikum daheim: Karl die Große musizieren heute als erste Gruppe im Leipstream
Karl die Große. Foto: Heymo Studio

Foto: Heymo Studio

Für alle LeserDie Corona-Beschränkungen betreffen ja auch sämtliche Konzertveranstaltungen, die dieser Tage stattfinden sollten. Manche Bands und Veranstalter weichen – um das Publikum nicht ganz und gar im Regen stehen zu lassen – auf Livestreams aus. Das machen am heutigen Mittwoch, 8. April, auch die Cammerspiele Leipzig. Ab 21 Uhr sendet LeipStream das erste Mal live aus den Cammerspielen in der Kochstraße 132 und es wird gemütlich.
Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die Fahrplaneinschränkungen im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz für überzogen
S-Bahn in der Station Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas war dann schon teilweise wie ein Rückschritt in alte Zeiten: Am 1. April stellte die Deutsche Bahn ihr S-Bahn-Angebot im Mitteldeutschen Netz auf Corona-Taktung um, führte auf stark befahrenen Linien Halbstundentakte ein, ließ S-Bahnen auch teilweise wieder im Stundentakt fahren. Und das, wie sie vermeldete, in Absprache mit den zuständigen Bundesländern. Der Fahrgastverband Pro Bahn findet das überzogen.