Paradise lost: Florian Hurtig erzählt vom katastrophalen Siegeszug der Monokultur in der Geschichte der menschlichen Zivilisation

Für alle LeserEs sind zwar nur 400 Seiten – aber die haben es in sich. Denn Florian Hurtig unternimmt hier in einem Riesenanlauf nichts anderes, als die Sicht auf die menschliche Zivilisationsgeschichte vom Kopf auf die Füße zu stellen. Also das, was uns Historiker in der Vergangenheit immer als Geschichte versuchten zu verkaufen mit lauter Königen, Feldherren, prächtigen Tempeln und Palästen. Als wären die großen starken Männer tatsächlich die Macher von Geschichte.
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Dass sie es nicht sind, sehen wir heute. Zumindest, wenn wir bereit sind, nicht mehr die Claqueure arroganter Männer mit ausgeprägtem Narzissmus zu sein, sondern wie Hurtig genauer hinschauen und uns die Fragen stellen, die sich die Mythenerzähler nie stellen: Wie kam es eigentlich dazu, dass Menschen bereit waren, sich den Schindereien der Landwirtschaft zu beugen, sich versklaven, ausbeuten und disziplinieren zu lassen und bereitwillig mitzumachen in einem Prozess, der jedes Mal in die Katastrophe führt?

Denn dass wir heute gerade dabei sind, unsere Lebensgrundlagen gründlich zu zerstören, ist ja nicht neu, auch wenn die zurückliegenden Katastrophen immer nur regionale Katastrophen waren, von den üblichen Historikern der Königsebene gern als Naturgewalten verharmlost, unglückliche Entwicklungen, mit denen die betroffenen Gesellschaften nicht hätten rechnen können.

Obwohl alle archäologischen Forschungen der letzten Jahrzehnte gezeigt haben, dass es überall nach demselben Muster ablief. Alle sogenannten Hochzivilisationen bauten nicht nur Tempel und Städte mit enormem Aufwand, sie machten auch sämtliches Land ringsum urbar, fällten die Wälder, schufen Heere, führten Kriege – und kollabierten in der Regel in einem ökologischen Desaster. So wie die Maya in Mittelamerika, so wie die Hochkulturen im Zweistromland, so wie das Römische Reich, so wie Karthago, um nur die berühmtesten zu nennen.

Um die tatsächlichen Ursachen für dieses immer neue Scheitern zu erkennen, muss man Soziologie und Geschichte wohl doch eher abseits der Universitäten mit ihren klassischen Interpretationsstandards betreiben (wobei einiges darauf hindeutet, dass auch gestandene Historiker mittlerweile so einiges begriffen haben von den Gründen dieser Katastrophen, die nicht zufällig unserer heutigen Gesamtkatastrophe ähneln). Und das hat Florian Hurtig getan, der vor allem als Baumpfleger und Permakulturdesigner arbeitet, also mitten in der Natur, von der immer weniger übrig bleibt.

Denn das Artensterben, Dürre, Waldzerstörung und der Verlust fruchtbarer Böden ist schon lange nicht mehr auf die von den Ländern des Nordens ausgeplünderten Länder im Süden beschränkt. Die Ausplünderung der Welt kehrt an ihren Ursprung zurück und die hiesigen Umweltverbände kommen kaum noch nach mit dem Aufzählen der Verluste. Denn so, wie der Mensch sich die Erde untertan gemacht hat, zerstört er systematisch die natürlichen Zusammenhänge, die Vielfalt und vor allem die Resilienz artenreicher Systeme.

Vielleicht sind wir heute tatsächlich erst so weit zu begreifen, was wir da angerichtet haben. Und auch Hurtig geht bis an den Anfang zurück, nach Göbekli Tepe, jenes eigenartige Heiligtum in Südanatolien, wo augenscheinlich die menschliche Zivilisation und der Ackerbau vor 10.000 Jahren ihren Anfang nahmen.

Wahrscheinlich anfangs als große Nahrungsversorgung für den größten Tempel dieser Zeit. Hier mussten über Jahrzehnte viele Menschen mit Nahrung versorgt werden. Die Landwirtschaft wurde nicht aus der Not heraus entwickelt – denn wie man Getreide erntet und möglicherweise auch gezielt anbaut, das wussten die Menschen schon vorher

Sie waren keine „Wilden“, wie sie oft auch in modernen Darstellungen zur Altsteinzeit noch gezeichnet werden. Vieles deutet darauf hin, dass sie auch in den Jahrtausenden vor Göbekli Tepe schon eine hochentwickelte Kultur hatten und mit dem Reichtum einer intakten Natur umzugehen wussten.

Hurtig geht hier exemplarisch auf die Jōmon-Zeit in Japan ein, eine Zivilisation, die schon vor Göbekli Tepe hochentwickelt war – die aber eben nicht Landwirtschaft in unserem heutigen Verständnis betrieb, sondern sich aus Polykulturen versorgte, also eben nicht die Wälder rodete, um darauf monotone, nur mit einer Pflanzenart bewachsene Felder anzulegen und immer wieder das Gleiche anzubauen, bis die Böden ausgelaugt waren.

Und das eben nicht zufällig. Denn anders als es uns lange beigebracht wurde, waren nicht Rinder und Schafe die erste Währung, sondern Getreide. Denn es hat gegenüber allen anderen Nahrungsmitteln den Vorteil: Es lässt sich lagern, kontrollieren, zählen von der Ernte bis in die Speicher der Mächtigen. Es war die ideale erste Währung. Und dazu kam: Man konnte damit auch Armeen versorgen, von der Bezahlung der Priester, Tempelschreiber und sonstigen Beamten ganz abgesehen. Auf einmal bekommt die ganze Geschichte des Zweistromlandes, der ersten großen Ackerkultur der Erde, eine Logik.

Ebenso wie die Geschichten vom verlorenen Paradies in der Bibel oder in den alten Mythen aus Uruk und Ur und Babylon. Alles verlorene Städte, deren Reste mitten in der Wüste liegen. Kaum noch vorstellbar, dass hier einst blühende Landschaften waren. Oder gar Felder, die – vom Schlamm der Flüsse befruchtet – reiche Ernten gaben.

Sehr ausführlich schildert Hurtig, wie diese frühen Reiche entstanden und wie die ältesten Schriftfunde von der Verwaltung einer auf Getreide als Geld fußenden Wirtschaft erzählen – mitsamt der ersten, voll ausgebauten Bürokratie. Die alten Staaten schufen sich schon genau dieselben Verwaltungssysteme, ohne die auch die modernen Staaten nicht funktionieren.

Und mit dem Fokus auf die Folgen dieser Art Wirtschaft zeigt Hurtig, wie schnell diese frühen Königreiche in Landnot gerieten, spätestens, als am Oberlauf von Euphrat und Tigris die einst dichten Wälder (die im Gilgamesch-Epos eine so zentrale Rolle spielen) gefällt wurden und die ungeschützten Böden nun in die Ebene gespült wurden, während gleichzeitig ihre Speicherfunktion verloren ging und die Flüsse in der Trockenzeit weniger Wasser führten.

Wenn aber die Felder rund um die frühen Stadtstaaten nicht mehr genug Ernte hervorbrachten, musste neues Land gewonnen werden. Und so widerspricht Hurtig vehement der bis heute gepflegten Sicht des englischen Staatsphilosophen Thomas Hobbes, dass der „Krieg aller gegen alle“ der natürliche Urzustand des Menschen sei. Der Krieg ist wohl eher das Kind unserer Zivilisation und wurde in dem Moment geboren, als der Besitz von (fruchtbarem) Land auf einmal existenziell wurde für Macht und Herrschaft.

Denn wenn sich Herrschaft auf die Produktion von Getreide gründet (was sie übrigens bis heute tut), dann ist der Zugriff auf fruchtbaren Boden die Überlebensbedingung des Staates. Also waren auch schon die frühesten Kriege Kriege um Land und Ressourcen – zu denen übrigens auch billige Arbeitskräfte gehörten. Denn die über Jahrtausende herrschende Sklavenhaltergesellschaft baute ihre komplette Produktivität auf die Verfügbarkeit billiger Arbeitskräfte auf, die genauso zusammengeraubt wurden wie die fruchtbaren Böden, von denen man die nimmersatten Metropolen versorgen konnte.

Und da erscheint dann auch die griechische (Kriegs-)Geschichte auf einmal in anderem Licht, die römische erst recht. Denn wenn man nicht wahrnimmt, wie sehr die Expansion des Römischen Reiches immer darauf angelegt war, billige Sklaven und fruchtbare Böden zu erobern, versteht man weder den Aufstieg noch den Niedergang Roms. Auch nicht die Vernichtung Karthagos.

Logisch, dass heute niemand mehr die einst riesigen Kornkammern Roms findet: Sie wurden sämtlich ausgelaugt und übernutzt – angefangen mit den eigenen Böden in Italien. Die ganze Zivilisationsgeschichte der Menschheit ist eine Geschichte der vernichteten Wälder und der zerstörten Böden. Wenn man das erst einmal sieht, merkt man auch, warum nach dem gewaltigen ökologischen Kollaps des Römischen Reiches Jahrhunderte vergingen, bis wieder neue große Staatsstrukturen entstanden.

Und warum just in dem Moment, als diese neuen Staatsgebilde des Mittelalters alle verfügbaren Räume in Europa erobert und urbanisiert hatten, derselbe Prozess von vorn begann. Die großen Seuchen und Krisen des Spätmittelalters haben allesamt damit zu tun, auch wenn Hurtig sehr kenntnisreich darüber schreiben kann, wie sehr sich die ursprünglich vielseitige – er nennt es polytechnische – Agrikultur noch bis ins 19. Jahrhundert erhielt. Denn anders als in den üblichen Erzählungen war der Bauernstand weder ungebildet noch so arm, wie es gern dargestellt wurde.

Arm gemacht wurden die Bauern erst in der Neuzeit, als die Mächtigen begannen, sich die Allmende unter den Nagel zu reißen und damit funktionierende Dorfkulturen zu zerstören. Die „Privatisierung“ der Allmenden hatte dramatische Folgen – denn jetzt hatten Millionen Dorfbewohner keine Ernährungsgrundlage mehr. Sie wurden entweder zu Landstreichern (und entsprechend wütend verfolgt) oder zum städtischen Lumpenproletariat, das zur billigen Arbeitskraft in den entstehenden Manufakturen und Fabriken wurde.

Im Grunde hätte Hurtig aus diesem Buch drei Bücher machen können. Es wäre wahrscheinlich auch keine schlechte Idee gewesen. Denn allein dieser andere Blick auf die Gesetzmäßigkeiten in der menschlichen Geschichte ist diskussionswürdig, zeigt, wie sehr Staat und Macht über Jahrtausende auf der Aneignung von Boden beruhten und wie das alle kriegerische Geschichte immer wieder aufs Neue befeuerte. Auch so lässt sich die militärische Aggressivität der Europäer und ihre Gier nach Kolonien verstehen, wo sie im Grunde nichts anderes taten, als sich weiteres Land, handelsfähige Produkte und billige Arbeitskräfte anzueignen.

Mit dramatischen ökologischen Folgen, bis heute.

Ein ganzer Abschnitt des Buches beschäftigt sich dann mit den technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen, mit denen ab dem 19. Jahrhundert die Böden noch effizienter ausgebeutet werden konnten. Denn wieder geriet die Landwirtschaft in Europa in die Krise, verloren die Böden ihre Fruchtbarkeit, wurde die chemische Düngung auf einmal zum Allheilmittel – mit Folgen, die erst heute sichtbar werden, wenn sich Wissenschaftler die radikal verarmte Bodenfauna genauer anschauen.

Was dann in den dritten Teil hineinspielt, in dem Hurtig auf die biologischen Grundlagen unserer Ernährung eingeht und das mittlerweile nicht mehr zu ignorierende Wissen über die Komplexität von lebendigen Landschaften, in denen Milliarden großer und kleiner Lebewesen miteinander permanent im stofflichen Austausch sind. Landschaften, die die Menschheit aber in den letzten beiden Jahrhunderten gründlich dezimiert hat, um überall monotone Plantagen- und Feldwirtschaft einzuführen.

Und das in einem letztlich rabiaten Krieg gegen die Vielfalt der Natur, der nicht nur im Verbrennen der Wälder stattfindet, sondern auch in der Ausmerzung der landschaftlichen Vielfalt – von Mooren, Bächen, Hecken, schützenden Waldstreifen. Wie systematisch das passierte, schildert Hurtig am Beispiel der Anfänge der industriellen Landwirtschaft in den USA und in der Sowjetunion (die beide eng miteinander verkoppelt sind). Er benennt auch die Hauptakteure dieser Entwicklung, denn dahinter steckt natürlich ein Zugriffsdenken, das dem der Herrscher im alten Zweistromland erstaunlich ähnlich ist.

Denn so wie die einstigen Kriegerkönige die Erträge auf „ihrem“ Land mit allen Mitteln zu maximieren versuchten (und damit ihren Staat stärkten), so tun es heute die riesigen Agrarkonzerne, die seit 100 Jahren alles tun, um den vollen Zugriff auf die Produktionskette zu bekommen – um letztlich auch vorzuschreiben, was unter welchen Bedingungen produziert wird. Skalierung ist das Stichwort. Denn nur wenn man Produktionsprozesse maximal vereinheitlicht und verbilligt, kann man die Gewinne maximieren.

Dass es dabei nur um ganz wenige Pflanzen geht, die mit aller Macht standardisiert und optimiert werden, macht die Landwirtschaft umso anfälliger. Denn auch die Steigerung der künstlichen Düngergaben hat ihre Grenzen, der Einsatz von immer mehr Pestiziden, die die riesigen Monokulturen vor „Schädlingen“ schützen sollen, hat Nebenwirkungen, die ihrerseits eine Katastrophe sind.

Und natürlich nicht nebenbei erzählt Hurtig, warum ausgerechnet diese Monokulturen so anfällig für Krankheiten und „Schädlings“-Befall sind. Die Agrarkonzerne befinden sich längst in einer sich immer schneller drehenden Rüstungsspirale gegen die ganzen Insekten, Pilze und Tiere, die in den riesigen monotonen Feldern und Plantagen ihr großes Fressen finden.

Und die Bauern sind die allerletzten, die sich dieser verlorenen Schlacht entziehen können, denn sie sind längst in völliger Abhängigkeit der skalierten Verwertungsketten, in denen die landwirtschaftlichen Produkte genauso vereinheitlicht wurden wie die Produkte, die dann im Supermarkt stehen. Sie arbeiten mit Saatgut aus denselben Konzernen, von denen sie meist auch die zugehörigen Pestizide und Dünger bekommen. Und sie können sich auch dem Preisdiktat nicht entziehen – sodass die kleinen und mittleren Bauernhöfe längst aufgegeben haben. Auch in Deutschland dominieren längst die Agrarfabriken, in denen mit immer mehr Technik immer weniger Landwirte die Produkte erzeugen, die sie an die großen Weiterverarbeiter verkaufen können.

Und mit den vernichteten Bauernhöfen ging auch jahrhundertealtes Expertenwissen verloren über die Vielfalt von Gemüsen, Obstbäumen, Tierarten usw. Mit den verdrängten Arten geht genetische Vielfalt verloren. Auf einmal wird sichtbar, wie sehr unsere Landschaft zu einer Monokultur geworden ist, wo man nur noch einförmige Felder bis zum Horizont sieht, die alle nach denselben Standards bewirtschaftet werden, dieselben Produkte liefern und längst alle dieselben Probleme mit Überdüngung und verarmten Böden haben. Ohne permanente Überdüngung mit Kunstdünger würden die Erträge schon in Kürze zusammenbrechen.

Obwohl es längst bekannt ist, wie man Böden anreichert, Artenreichtum schafft und eine Landschaft stabilisiert. Da könnten wir selbst von Bauern in Afrika und Südamerika lernen, so Hurtig. Und werden wir wohl auch lernen müssen. Denn die industrialisierte Landwirtschaft hängt – bis zum Kunstdünger – komplett von der Erdölförderung ab. Die bald endet und auch enden muss, wenn wir die Klimaerwärmung auch nur bremsen wollen.

Von dieser mächtigen Agrarindustrie erwartet Hurtig eher nicht, dass sie es schafft, sich zu ändern. Dazu sind die Kräfte, die zur Monotonisierung und zur maximalen Ausplünderung der Ressourcen zwingen, schlicht zu gewaltig. Denn dort bestimmen nicht Bauern, wo es langgeht, sondern Aktionäre, die schnelle Rendite sehen wollen, die nicht mal im Traum an die Zukunft denken oder eine gerettete lebendige Erde.

Hoffnung sieht Hurtig eher bei den vielen Graswurzelinitiativen, die heute schon darangehen, wieder eine schonende, artenreiche und kollektive Landwirtschaft zu betreiben – in Mexiko genauso wie in Deutschland. Denn zuletzt wird es um die Versorgung vor Ort gehen. Eine Versorgung, die heute nicht nur in Afrika gefährdet ist. Die Länder des Nordens sind schon seit Jahrzehnten auf riesige Agrarimporte aus dem globalen Süden angewiesen, weil ihre eigene Landwirtschaft schon lange nicht mehr in der Lage ist, die eigene Versorgung zu sichern.

Das sollte zu denken geben. Und es hat auch mit den falschen Statistiken zu tun, die der industrialisierten Landwirtschaft Produktionserfolge attestieren, die keine sind, weil immer nur die wenigen standardisierten Feldprodukte quantifiziert werden, die von der Verarbeitungsindustrie abgenommen werden. Was „sonst noch so wächst“, wird weder gezählt noch quantifiziert.

Was dann unter anderem zu dem Irrsinn führt, dass die Obstbäume an unseren Alleen gefällt werden und wir stattdessen Obst von Plantagen in Italien oder Südafrika importieren. Dabei wären auch unsere Landschafen durchaus in der Lage, unsere komplette Ernährung zu sichern. Nur eben nicht in den energiefressenden Monokulturen, die heute das Land bedecken und ohne permanenten Stoffzufluss kollabieren würden.

Die Bauern wissen es – und sind zunehmend verzweifelt, weil sie aus der Mühle nicht mehr herauskommen. Sie werden durch die Verwertungskette, in die sie eingetaktet sind, geradezu gezwungen, mit ihren Böden regelrecht Schindluder zu treiben.

Es ist höchste Zeit, umzudenken. Und auch sehen zu lernen, warum wir seit so ungefähr 10.000 Jahren über Staaten, Land und Kultur meistens falsch gedacht haben.

Florian Hurtig Paradise lost, Oekom Verlag, München 2020, 28 Euro.

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