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Projekt Klimaschutz: Warum wir unser Wachstums-Denken ändern müssen, wenn wir die Klimakatastrophe verhindern wollen

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    Noch ein Buch zu einem Thema, zu dem eigentlich alles gesagt ist? Ja. Es geht nicht anders. Gerade dort, wo die Botschaft endlich ankommen müsste, trifft sie auf Ignoranz, Mauermentalität und fossile Vernarrtheit in ein Wachstumsmantra. Das gerade dabei ist, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist auch klar, dass die Bundesregierung seit Jahren gegen das Grundgesetz verstoßen hat.

    Was dieses Urteil des Bundesverfassungsgerichts bedeutet, erläutert die Biologin und Wissenschaftsjournalistin Anja Paumen ab Seite 297 im Kapitel „Klimaschutz nicht ins Blaue“. Wer es nicht glaubt, kann im Grundgesetz selber nachlesen. Es steht in Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“Die Richter erinnerten die so gern ausweichende und schönredende deutsche Politik daran, dass die Regierung in der Verantwortung steht für das Wohlergehen der jüngeren Generationen. Und dieser Verantwortung nicht nachkommt.

    In mehreren Interviews im Buch thematisiert es Anja Paumen auch – sie sprach auch mit den jungen Leuten, die sich seit 2018 bei Fridays for Future engagieren und eigentlich richtig frustriert sein müssten, weil der Protest immer noch nicht dazu geführt hat, dass die deutsche Politik die Weichen wenigstens auf die Einhaltung der Pariser Klimaziele von 2015 gestellt hat.

    CO2-Abgabe und Emissionsrechtehandel

    Natürlich geht das nur mit Regeln und Abgaben und Steuern. Zwei zentrale Instrumente sind die CO2-Abgabe, die seit 2021 gilt und Strom und Heizen tatsächlich schon teurer gemacht hat, das andere ist der europaweite Emissionsrechtehandel, der seit kurzer Zeit auch endlich wirkt und z. B. Kohleverstromung deutlich teurer macht.

    Denn nur so kann es gehen, darin sind sich auch die Wissenschaftler/-innen einig, die Paumen interviewt hat: Nur wenn Klima- und Umweltschäden eingepreist werden in alle Produkte, erst dann bekommen wir einen wirklich fairen und ehrlichen Preis für die Dinge. Dann werden alle Produkte, die unter klimazerstörenden Bedingungen hergestellt werden, schnell sehr teuer.

    Denn bislang werden all die Klima- und Umweltschäden ja auf die Allgemeinheit abgeladen. Wir bezahlen sie alle mit dem sich erhitzenden Klima und dessen dramatischen Folgen für unsere Lebensgrundlagen, mit zerstörten Landschaften, Artenverlusten, Atemwegserkrankungen, zubetonierten Städten, einem völlig naturentfremdeten Leben.

    Dass die meisten Menschen so gar nicht leben wollen, aber leben müssen, weil das Wachstumsdenken die riesigen Metropolen hervorbringt und das Leben abseits dieser Metropolen immer schwieriger wird, belegen immer neue Umfragen. Und auch dieses Wissen um das naturferne Leben macht krank und depressiv.

    Das falsche Wachstumsdenken

    Logisch, dass Paumen dann mit zwei Ökonom/-innen auch das Wachstumsdenken selbst diskutiert. Motto: „Wirtschaft, worauf warten wir?“

    Na ja, die Antwort ist kurz und einfach: auf die Politik. Auch Konzernchefs und Unternehmer wollen von der Politik eigentlich nur eines: dass sie klare Vorgaben macht, saubere Gesetze schreibt und Regeln aufstellt, an denen sich alle orientieren können. Nichts ist so tödlich wie eine lavierende Politik, die ihr Fähnchen in den Wind hängt und für finanziell gut aufmunitionierte Lobbygruppen immer neue Extrawürste brät.

    Neue Schlupflöcher schafft und Kompromisse schließt, die keine sind, weil sie die eh schon dominierenden fossilen Konzerne weiter bevorteilen und eine Änderung unserer Wirtschaftsgrundlagen behindern und verhindern.

    Aber Paumen hat recht, wenn sie das auch von den interviewten Meteorologen vorgebrachte Bonmot wiederholt: Mit dem Klima kann man keine Kompromisse schließen.

    Hier geht es um simple und messbare physikalische Größen wie Temperatur und Gehalt an Treibhausgasen. Sämtliche Gesetze, die die Funktionsweise der Erdatmosphäre, des Treibhauseffektes und der Energieströme beschreiben, sind niedergeschrieben. Seit 1990 haben die Klimatologen ihre Klimamodelle immer weiter verbessert und verfeinert.

    Die Ergebnisse sämtlicher Modellrechnungen sind eingetreten. Und zwar stets im Worst-case-Szenario. Ein IPCC-Bericht hat den anderen bestätigt und fortgeschrieben. Dabei wissen wir sogar seit den späten 1960er Jahren ganz genau, was auf uns zukommt. Nur waren damals die Modelle und Computersimulationen noch nicht so ausgereift.

    Die fatale Rolle des Neoliberalismus in der Politik

    Als der Club of Rome 1972 die „Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte, war das durchaus eine kleine Erschütterung auch in den Medien. Und eben leider auch Auftakt für eine ganze Flut von Desinformationskampagnen der riesigen Fossil-Konzerne, die fortan alles taten, die Politik zu verunsichern, die Fakten kleinzureden und der Warnung ihre Brisanz zu nehmen.

    Und ab den 1980er Jahren wurde alles noch schlimmer, denn mit Ronald Reagan und Margaret Thatcher kam dann auch noch das neoliberale Denken in die Politik und hatte eine regelrechte Schwemme von Deregulierungen, Steuersenkungen, Privatisierungen und Freihandelsverträgen zur Folge, die genau jene entfesselte Globalisierung zur Folge hatten, die für die Verstärkung von Umweltschäden, Ressourcenverschleuderung und die Emissionen klimaschädlicher Gase zur Folge hatte.

    Das „Wachstum“ ist seitdem zum Mantra geworden und regelrecht zur Scheuklappe für Politiker/-innen, die schon mit dem irren Glauben in die Politik gegangen sind, dass der ganze Laden in dem Moment zusammenbricht, wenn das heilige Wachstum auch nur einen Moment aufhört, die „Wirtschaft“ auf einmal nicht mehr schafft, immer mehr Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen und damit das heilige Bruttoinlandsprodukt (BIP) in die Höhe zu jazzen.

    Wobei Paumen natürlich auch zu Recht die fast vergessene Tatsache diskutiert, dass es „die Wirtschaft“ so nicht gibt, egal, wie viele Lobbyorganisationen von „der Wirtschaft“ schwafeln. Denn „Wirtschaft sind wir alle“, stellt sie nüchtern fest. Wir selbst bestimmen, was wir brauchen und was gekauft und verkauft wird.

    Und ganz am Rande taucht auch die ebenso verschüttete Erkenntnis auf – wie im Kapitel „Was soll denn jetzt wachsen?“ –, dass das Wachstumsmantra überhaupt nicht auf die ganze Wirtschaft zutrifft, sondern nur auf jenen kleinen Teil, der kapitalgetrieben wirtschaftet und die Zinsen für die aufgenommenen Kredite genauso erwirtschaften muss wie die Renditen für die Aktionäre. Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in unserer Region den Laden am Laufen halten, wird man keine Aktien finden. Sie haben nicht mal die Not, „an die Börse gehen zu müssen“.

    Und die meisten leben mit Bilanzen, die am Jahresende vielleicht ein hübsches Plus ausweisen, die aber nicht Jahr für Jahr zwingend höhere Umsätze erbringen müssen. Aber stopp: Hier geht es jetzt in die reale Wirtschaft. Die aber in vielen sogenannten Wirtschaftsinstituten keine Rolle spielt, weil man dort das Märchen vom „reinen Markt“ anbetet und den heiligen „Homo oeconomicus“, den es so noch nicht mal beim heiligen Adam Smith gibt.

    Nur noch zehn Jahre

    Das alles streift Anja Paumen zumindest. Und man ahnt dabei wenigstens, dass unser Problem vor allem die riesigen Konzerne sind, die von sich selbst gern behaupten, sie seien unverzichtbar und „to big to fail“. Und die in Brüssel wie Berlin eine stetige und hartnäckige Lobbypolitik betreiben.

    Auch das längst bestens bekannt, egal, ob das die deutschen Energieriesen, die Nahrungsmittel- oder die Pharmaindustrie ist oder die schnittigen Autobosse sind, die der nur zu leicht erpressbaren Bundesregierung z. B. gleich mehrfach Autoprämien aus dem Kreuz geleiert haben zu einem Zeitpunkt, als sie eigentlich moderne und wirklich umweltfreundliche Mobilität hätten entwickeln müssen.

    Ein Fazit des Buches ist natürlich: Noch kann auch die deutsche Politik umsteuern. Sogar sehr schnell. Auch wenn die Zeit verdammt knapp geworden ist und Deutschland sein theoretisches CO2-Budget, das es rechnerisch noch hat, wenn es die Ziele zur Einhaltung der 1,5 Grad von Paris einhalten will, in zehn Jahren verbraucht hat.

    Da steht das Jahr 2030 im Raum. Und damit hätte man die jetzt frisch gewählte Bundesregierung, die genau diese Weichen stellen muss. Und zwar schnell. Denn je später die Senkung der CO2-Emissionen beginnt, umso schneller schmilzt das „Restbudget“.

    Weshalb einige der von Paumen Befragten eben auch jetzt schon trocken feststellen, dass sie an das Einhalten des 1,5-Grad-Ziels nicht mehr glauben. Dass die in Paris als zweite Auffangmarke genannten 2 Grad Erwärmung gegenüber 1850 realistischer sind, wir aber eigentlich sogar schon auf 3-Grad-Kurs sind.

    Falscher Wohlstand macht egoistisch

    Und das hört sich immer wieder wenig an. Aber es bedeutet eine weitere Zunahme all der Katastrophen, die wir in den letzten Jahren schon vermehrt erlebt haben: Dürren, Orkane, Überschwemmungen, Waldbrände … riesige Landstriche werden unfruchtbar und gehen als Landwirtschaftsfläche verloren.

    Selbst gesunde Wälder trocknen aus und verbrennen oder werden vom Borkenkäfer gefressen. Klimamodelle können nur berechnen, welches Ausmaß diese klimatischen Extreme haben werden, aber natürlich nicht, wo konkret sie wie zuschlagen werden. Auch wenn die Modelle immer mehr verfeinert wurden und auch für Deutschland schon sehr genaue Ergebnisse liefern.

    Ergebnisse, die bislang immer noch zuerst die jungen Menschen erschrecken. Denn das ist ihre Zukunft, die da zusammengebraut wird. Aber sie sitzen nicht mit am Verhandlungstisch – nicht bei Klimagipfeln und auch nicht bei Autogipfeln. Egoistische alte Menschen, die nur an ihre eigene heutige Bequemlichkeit denken, entscheiden über die Zukunft der Kinder und Enkel. Und sie entscheiden schlecht, rücksichtslos und egoistisch. Als ginge es nur um sie und ihr gefühliges Wohlergehen.

    Was dann die andere Seite der Frage beleuchtet, was denn nun wachsen soll. Und das weiß man aus Umfragen eigentlich auch genau. Denn die Menschen wissen sehr genau, was ihnen fehlt und was ihnen der überdrehte, auf Leistung und Wettbewerb fokussierte „Wachstums“-Hype nicht mehr zugesteht: Nähe zur Natur, freie, unbeschwerte Zeit, Umgang mit geliebten Menschen, die Erfahrung eines Lebens, das nicht von Leistungsdruck, Informationschaos und erzwungener Dauermobilität geprägt ist.

    Glück und Lebensfreude kann man nicht zählen

    Und das, wovon die meisten Menschen träumen, hat nun einmal mit dem Wachstumsmantra der Börsen nichts zu tun. Es ist ein anderes Wachstum, mit dem sich Forscher abseits der klassischen Wirtschaftsinstitute schon lange beschäftigen. Es lässt sich nur nicht so leicht berechnen. Geld kann man gut zählen, stellt Paumen fest. Und weil man es so gut zählen kann, lieben klassische Ökonomen und Politiker das BIP, das ja nichts anderes zählt, als die in Waren und Dienstleistungen umgesetzten Geldmengen.

    Nichts anderes. Nicht, ob die Menschen dadurch glücklicher wurden, gesünder oder klüger. Sie vernachlässigen die Faktoren soziale Gerechtigkeit und Bildung genauso wie die Lebensqualität vor Ort, die mit einem guten Hausarzt beginnt und mit einem funktionierenden ÖPNV nicht endet.

    Weshalb natürlich bei vielen Menschen längst das Wissen da ist, dass man sich anstrengen kann, wie man will – und es nutzt trotzdem nichts. Die Reichtümer eignen sich irgendwelche Menschen an, die man nie im Leben zu sehen bekommt. Und die Qualität im eigenen Leben zerbröckelt, Dinge funktionieren nicht mehr, Nähe und Zusammenhalt gehen in die Binsen.

    Und das alles hat mit dem falschen Wachstumsmantra zu tun, das jetzt endlich einmal dingfest gemacht wurde als Auslöser aller unserer gegenwärtigen Katastrophen (ja, die Corona-Pandemie hat damit genauso zu tun wie die Finanzkrise von 2008).

    Ein paar hoffungmachende Ansätze

    Und während Paumen im ersten Kapitel („Die Top Ten der Klimanachrichten aus dem Jahr 2020“) noch einmal mit einschlägigen Erkenntnissen und Grafiken zeigt, wo wir inzwischen in der Klimakrise stehen, schildert sie im zweiten Kapitel („Europäische Klimapolitik“) die durchaus ermutigenden Ansätze mit dem „European Green Deal“, dem europäischen Klimagesetz und dem nach zehnjähriger Nutzlosigkeit endlich wirksam werdenden Emissionsrechtehandel. Im dritten Kapitel nimmt sie dann die verdruckste deutsche Klimapolitik unter die Lupe.

    Alles mit der durchaus nicht unwichtigen Erkenntnis, dass Politik durchaus handeln kann und dass das immer neue Einknicken vor den smarten Herren aus der Fossilbranche nichts als Feigheit und Unlust ist, es sich mit den netten Parteispendern zu verscherzen.

    Die Interviews sind hübsch in der Mitte des Buches platziert, bevor Paumen sich dann im letzten Teil der Weltpolitik und der Frage widmet, wie man denn jetzt auch in Deutschland die Kurve kriegen kann. Natürlich über die Kosten, die ja auch im neoliberalen Sprech als „Kosteneffizienz“ immer wieder beschworen werden, was aber in der Regel bedeutet, dass immer der billigste Weg und das billigste Produkt bevorzugt werden. Wettbewerb ad absurdum geführt, denn billig produzieren nur die Großen, die auf Umwelt- und Sozialstandards keine Rücksicht nehmen. Sie fegen alle kleineren Unternehmen allein über die „Kosteneffizienz“ aus dem Rennen.

    Umweltschäden müssen eingepreist werden

    So bekommt man natürlich keine umweltgerechte Wirtschaft und schon gar keine Senkung der Emissionen. Die bekommt man nur – und da sind sich Ökonomen einig – indem die so rotzfrech externalisierten Kosten den Unternehmen zwingend auferlegt werden müssen. Und zwar in ihrer realen Größenordnung, nicht in lächerlichen 10 Euro pro Tonne CO2, die nichts bewirken. Denn wenn diese umweltschädigenden Folgen eingepreist werden müssen, kippt das komplette Preissystem – dann werden umweltzerstörerische „Billig“-Produkte auf einmal schweineteuer. Und auf einmal erweisen sich alle Produkte, die wirklich umweltschonend hergestellt werden, als die wirklich preiswerteren oder überhaupt erst einmal als konkurrenzfähig.

    Dann lohnt es sich endlich, umwelt- und klimaschonend zu produzieren. Dann lohnt es sich wieder, qualitätvolle und haltbare Produkte herzustellen und menschliche Dienstleistungen zu bezahlen. Denn dass alle unsere „systemrelevanten Berufe“ derart schlecht bezahlt werden, hat mit dem neoliberalen Besessensein von „Kosteneffizienz“ zu tun. Menschliche Arbeitskraft ist aber in diesem Modell nicht „kosteneffizient“, kann sie gar nicht sein.

    Das wird sie erst in einem Wirtschaftsmodell, in dem umweltzerstörerische Praktiken real eingepreist sind. Was eigentlich schon wieder über dieses Buch hinausgeht, das im Wesentlichen dafür plädiert, dass wir durchaus noch handlungsfähig sind. Paumen zitiert auch den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber mit einem Satz, der bislang ebenfalls viel zu wenig Beachtung fand: „Der übliche Volkswirt will effizient sein. Aber Effizienz ist der Feind der Innovation.“

    Wenn „Billig, billig“ die Innovationskraft zerstört

    Womit Schellnhuber ja einen der Gründe dafür genannt hat, warum Deutschland in so vielen Bereichen den Anschluss an die Weltspitze verloren hat. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Besessenheit von (Kosten-)Effizienz. Die Manager haben ihre ganze Kraft darauf konzentriert, Reserven, Leerläufe und „unnötige“ Kosten zu minimieren, alles billiger und „smarter“ zu machen und die Spielräume, Kosten zu externalisieren, gründlich zu nutzen.

    Mit dem Ergebnis, dass Deutschland noch immer einer der größten Klima- und Umweltsünder auf Erden ist. Aber besessen davon, dass alles möglichst billig sein muss. So entsteht auch ein Wegwerf- und Verramsch-Denken, das leider inzwischen unsere komplette Umwelt betrifft.

    Da müssen wir raus. Unserer selbst und unserer Kinder und Enkel willen. Wir haben nur noch ganz wenig Zeit. Und wenn jetzt einer denkt, da gehe es nur um die Weltgemeinschaft, die das beschließen muss, oder die Ampelkoalition in Berlin, der irrt. Das geht bis runter auf die kommunale Ebene, wo sich auch Bürgermeister und Oberbürgermeister schwertun, überhaupt zu begreifen, dass auch sie ihre Städte im Eiltempo klimafest und umweltgerecht machen müssen.

    Und auf die persönliche Ebene, zu der Paumen ihre Interviewpartner/-innen auch gefragt hat. Und gerade die jungen machen mit erstaunlicher Freude deutlich, was für ein Gewinn an Lebensqualität es ist, wenn man aus dem Hamsterrad aussteigt und all den billigen Schrott, den man tatsächlich nicht braucht, auch nicht mehr kauft, dafür bewusster lebt und wieder Zeit gewinnt für das, was einen als Mensch tatsächlich mit Freude erfüllt.

    Anja Paumen Projekt Klimaschutz, Oekom Verlag, München 2021, 25 Euro.

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