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Bedrohtes Institut für Pharmazie: CDU und FDP wimmeln SPD-Antrag ab

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    Am Montag, 25. Juni, war die geplante Schließung des Pharmazeutischen Instituts der Uni Leipzig Thema im Sozialausschuss des sächsischen Landtages. Die SPD hatte die Sache zum Thema gemacht in der Hoffnung, die Regierungskoalition steuert in ihrer ziellosen Sparpolitik bei Sachsens Hochschulen um. Doch die Sozialpolitiker von CDU und FDP lehnten den SPD-Antrag für den Erhalt des pharmazeutischen Instituts in Leipzig ab.

    „Die Sozialpolitiker von CDU und FDP haben sich heute im Sozialausschuss des Sächsischen Landtags gegen den Erhalt des Pharmazeutischen Instituts der Universität in Leipzig ausgesprochen. Die Unions-Abgeordneten verstecken sich in ihrer Begründung hinter Formalitäten und der fadenscheinigen Begründung, dass dem Sächsischen Sozialministerium angeblich keine Entscheidungsgrundlage vorliegt“, kommentierte Dagmar Neukirch, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, im Nachhinein dieses seltsame „Nein“.

    Im Dezember hatte die Universität Leipzig unter anderem die Schließung des Instituts vorgeschlagen, um das ihr abverlangte Streich-Soll an Dozenten-Stellen, dass Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer per Rundschreiben abgefordert hatte, zu untersetzen. Damals mit der Begründung sinkender Studierendenzahlen. Selbst die Kultusministerkonferenz hat diese falschen Prognosen mittlerweile korrigiert. Doch die Wissenschaftsministerin hat die geforderten Stellenstreichungen bis heute nicht zurückgenommen.

    „Die schwarzgelben Sozialpolitiker helfen mit, das nächste Fachkräfte-Problem zu organisieren“, stellt Dagmar Neukirch fest. „Werden in Sachsen keine Pharmazeuten und Apotheker ausgebildet, werden sie uns schon bald fehlen. Die Apothekerkammer schätzt den Bedarf bis 2022 auf 1.000 Personen. Schon heute schneidet Sachsen bei der Apothekendichte im Bundesländervergleich unterdurchschnittlich ab: Hier belegt der Freistaat nur Rang 15. Gerade in ländlichen Regionen wird die Situation immer bedenklicher.“

    Umso unverständlicher sei das Abstimmungsverhalten von CDU und FDP. „Die Schließung des Pharmazeutischen Institutes der Universität Leipzig wäre eine bittere Pille, die sich langfristig als schleichendes Gift erweisen wird“, so Neukirch. „Schwarzgelb muss sich daher klar zum Pharmazeutischen Institut bekennen und die Apothekerausbildung in Sachsen absichern.“

    Der Antrag der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag „Schließung des Pharmazeutischen Instituts der Universität Leipzig abwenden – pharmazeutische Versorgung sicherstellen“ (Drucksache 5/8527): http://edas.landtag.sachsen.de

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