Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 13

Warum 90 Prozent aller Mails in unserer Redaktion sofort in den Papierkorb wandern

Für alle LeserWie viele E-Mails haben Sie schon gelöscht, wenn Sie um 10 Uhr aufs Ziffernblatt der Computer-Uhr schauen? 20, 50, 100? Vielleicht sind es in einer Redaktion ein paar mehr, weil viele Leute da draußen glauben, sie müssten uns unbedingt als Weiterverbreiter ihrer Nachrichten gebrauchen, die keine Nachrichten sind. Die meisten Leute können Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden. Und Werbung schon lange nicht mehr von Nachricht. Aber manche Mails haben noch ein grausameres Schicksal: Sie werden ungeöffnet expediert.

Und das einfach deshalb, weil die Absender von Kommunikation keine Ahnung haben und die Empfänger der Meldung entweder für bekloppt oder für bescheuert halten. Andererseits ist es natürlich eine Masche: Jeder versucht auf die lauteste Art auf sich aufmerksam zu machen. Irgendwelche Marketing-Experten werden das schon so erklären und lehren.

SCHREIBEN SIE ALLES IN VERSALIEN! DAS ERZEUGT AUFMERKSAMKEIT! Verwenden sie Ausrufezeichen!!! Machen Sie sich wichtig: WICHTIG! Verwenden Sie Köder in der Betreffzeile: billig! Nur noch heute! AUSVERKAUFT!

Machen Sie sich noch wichtiger, indem sie Anglizismen verwenden. Das klingt smart und cool: Media Alert. Oder: Out now. Safe the date! (Besonders beliebt bei diversen Marketingagenturen, die uns ihre brandheißen Künstler (hot stars) und ihre Super-Werke offerieren wollen. Vielleicht halten sie uns ja für eins dieser Veranstaltungsmagazine. Oder so einen Young-and-happy-Blog, auf dem Blogger Produkte gegen Geld anpreisen, die vielleicht die Welt nicht, aber so ein medienbesessenes Sternchen retten.

Was halten Sie von: Reminder! Starten Sie jetzt eine AKTION zur Kundenbindung! Pokal-Fight …

Ja, sorry. Da wird einem schlecht. Tut mir leid, dass ich Ihnen das antun wollte.

Aber sie merken selbst: Leute, die uns solche Mails mit solchen Betreffs schicken, die verachten uns. Die kämen auch nie auf die Idee, uns die Fähigkeit zuzugestehen, selbst – aus eigener Sachkenntnis oder gar eigenem Interesse – wichtige von unwichtigen Nachrichten unterscheiden zu können. So, wie sie das von den meisten Menschen da draußen glauben.

Meine Erfahrung ist: Gerade diese um Aufmerksamkeit schreienden Meldungen sind meist völlig überflüssig. Sie wurden nicht mal von Leuten geschrieben, die man früher mal Presseverantwortliche nannte oder so ähnlich. Obwohl sie oft genug „irgendwas mit Medien“ studiert haben. Und nichts gelernt dabei.

Medienplattformen können zwar viel Aufmerksamkeit schaffen für jedes Thema. Aber sie müssen nicht. Im Gegenteil: Redakteure sind gut beraten, wirklich nach den Dingen Ausschau zu halten, die wirklich so wichtig sind, dass sie Aufmerksamkeit verdienen. Dazu reicht ein ganz normaler Schreibstil mit Groß- und Kleinschreibung und unaufgeregter Interpunktion. Das Wichtige versteckt sich fast immer im Bescheidenen. Das Wichtige möchte nämlich gar nicht so viel Aufmerksamkeit wie der Clown im Zirkus. Eigentlich möchte es seine Probleme ganz ruhig auf normale Weise lösen. Was nicht immer geht. Dann braucht man die Medien, die dabei helfen, die nötige Aufmerksamkeit herzustellen.

Und der Rest?

Wandert ratzfatz in den Papierkorb, das neue Ballerspiel für den PC genauso wie die EINLADUNG und wie der ICIT Alert (Fragen Sie mich nicht, was das ist), die Mail mit den drei +++ und das new interview mit einem Burschen, dessen Namen ich noch nie gehört habe. Was soll mir ein neues Interview mit so einem Burschen bringen, zumal ja nicht wir mit ihm gespreochen haben? Oder die ganzen World Conferences, zu denen wir eingeladen werden, was zumindest Sinn macht, weil wir über die dort behandelten Themen mal berichtet haben.

Aber in der Regel arbeitet der komplette press room dort nur noch auf Englisch, die Homepage ist englisch, die Vorträge sind englisch. Was für die Spezialisten okay ist. Aber warum erwarten diese hochbezahlten communication teams, dass ich das Anliegen ihrer Konferenz jetzt auch noch ins Deutsche übersetze, bloß weil sie zu faul sind, eine wissenschaftliche Übersetzung bereitzustellen?

Wie viel Arroganz steckt eigentlich in diesen ganzen PR-Spezialisten, die glauben, sie könnten die Presse alleweil dazu benutzen, ihre Arbeit zu machen und ihnen die ganze Vermittlertätigkeit zum Publikum herzustellen – das nun einmal meist Deutsch liest, Englisch wahrscheinlich beherrscht – aber ich werde mich hüten, einen wissenschaftlichen Fachbeitrag einfach mal so aus der Hüfte ins Deutsche zu übersetzen. Und gleichzeitig noch ins Normalsprech.

Denn die Experten leben ja bekanntlich in ihrer eigenen Sprachwelt und werden stinksauer, wenn man den Normalsterblichen ihr hochheiliges Forschungsgebiet derart lutherisch unqualifiziert erklärt.

Geht zwar nicht ohne uns. Wir müssen aus beiden Sprachen übersetzen – aus dem Englischen und dem Experten-Sprech. Aber wenn mir schon der Input auf Englisch angedreht wird, wandert die Mail in den Papierkorb. Das mache ich sonst in aller Stille. Aber heute war mir mal so, es wenigstens mal zu erwähnen.

Das Schlimmste sind am Ende dann die überbezahlten Agenturen, die mir eine Mail auf Englisch und in VERSALIEN geschickt haben und dann kackfrech gleich anrufen und fragen, ob die Mail angekommen ist und wann wir darüber berichten, MAN HABE AUF UNSERER WEBSITE DAZU NOCH NICHTS GEFUNDEN.

Das nenne ich arrogant, verächtlich, ignorant.

Aber das animiert mich nur noch mehr dazu, solche Mails gar nicht erst zu öffnen, sondern ungeöffnet in den Speicher des Vergessens zu senden. Möge sich der Digitalteufel darum kümmern. Oder der Verfassungsschutz, wenn er sich für den ganzen Informationsmüll interessieren sollte, mit dem Redaktionen in diesem Land von ihrer Arbeit abgehalten werden sollen.

Die Serie „Medien machen in Fakenews-Zeiten“.

Medien machen in Fakenews-Zeiten
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