Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 19

Was die Disruption im gesellschaftlichen Gespräch mit Medien anrichtet

Für alle LeserDieters „Leserbrief“, über den wir hier gerade gesprochen haben, wirft natürlich ein Schlaglicht auf das, was in den letzten Jahren in Medien und Politik passiert ist. Sogar ziemlich systematisch passiert ist. Denn es haben sich Kommunikationsstrukturen etabliert, die mit Kommunikation nicht mehr viel zu tun haben. Und trotzdem sieht es ganz so aus, als hätte die Sache System.

Im Kommentar zu Dieters „Leserbrief“ habe ich es Disruption genannt, was da passiert. Das Wort geht mir schon länger im Kopf herum, auch weil sich die Phänomene ähneln – das, was die neuen Technologiekonzerne aus den USA in der realen Wirtschafts- und Medienwelt anrichten, indem sie die Verbindungen z. B. klassischer Medien zu ihren Nutzern einfach unterbrechen, alle Aufmerksamkeit auf sich lenken und gleich noch die Geschäftsmodelle der anderen komplett zerstören – und die Störung bzw. gezielte Zerstörung von Kommunikation.

Die mit den Filterblasen bei Facebook beginnt, aber nicht aufhört. Denn wenn immer mehr Menschen in solchen Filterblasen zu Hause sind, in denen auch die falschesten Weltsichten immer wieder bestätigt werden, hat das natürlich Auswirkungen auf die Gesellschaft und deren Diskurse. Wer gesellschaftliche Diskussionen an sich reißen will, hat mit diesen Filterblasen richtige Resonanzkörper, die seine Stimme verstärken und vervielfältigen. Je aktiver diese Netzwerker in diesen Blasen sind, umso gewaltiger sieht das aus. Mit einem Klick kann man regelrechte Shitstorms auslösen, ganze Armeen von Trollen loslassen, die die Kanäle zupöbeln und scheinbar eine Meinungsmacht entwickeln, die alles zu überrollen droht.

Die social media funktionieren auf diese Weise hervorragend. Sie sind regelrecht Erregungsmaschinen. Und da sie keine Bedenk-Zeiträume kennen, sondern alles sofort zu passieren scheint, dauert es nur Sekunden, bis zum beliebigsten Thema hunderte, tausende Quellen ihre Meinung abgefeuert haben.

Aber warum schwappt das auch in die reale Diskussion und findet seinen Widerhall auch in eigentlich seriösen Medien? Warum verändert das sogar den Tonfall bei klassischen Parteien? In den Talkshows der Republik sowieso?

Ein Grund ist natürlich: Mit der Störung des öffentlichen Gesprächs bekommt man Aufmerksamkeit. Sehr viel Aufmerksamkeit. Das beste Beispiel dafür sind die berühmten „Hitler-Keulen“. Man muss nur einmal ordentlich in Nazi-Jargon verfallen und sofort hat man alle Aufmerksamkeit und Empörung für sich. Es ist eine ganz bewusste Störung der Gesprächsregeln. Und es gibt Parteien und Politiker, die dieses Spiel immer wieder spielen – so durchschaubar wie effektiv.

Was aber nicht wirklich für Dauerpräsenz in der Diskussion sorgen würde. Das erschöpft sich irgendwann. Aber die Sache hat System. Denn diese Nadelstiche schaffen nicht nur für den Sprecher und die Sprecherin höchste Aufmerksamkeit, sie sorgen auch dafür, dass sich mediale Aufmerksamkeit immer stärker auf die damit transportierten Themen richtet. Regelrecht abgelenkt wird. Weggelenkt von den wirklich wichtigen Diskussionen, hin zu den Themen, die die Störer gern platziert haben wollen.

Die Störung dient dazu, dass das gesellschaftliche Gespräch regelrecht verstummt – genauso wie die Familienrunde, in der sich einer immer wieder als Stänkerer und Störer erweist. Die Diskussion ist so gründlich verstummt, dass zeitweise sogar der Eindruck entstand, Deutschland wäre regelrecht in Dornröschenschlaf verfallen. Nur ein Thema dominierte noch: Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge.

Und zwar nicht in allen seinen Facetten, sondern nur in einer Sichtweise: der von Ausgrenzung, Abschottung, Abschiebung, Kriminalisierung.

Der ganze Bundestagswahlkampf schien sich nur noch um dieses Thema zu drehen. Am Ende glaubte sogar Sigmar Gabriel, die SPD habe die Wahl vergeigt, weil sie nicht auch noch „Flüchtlinge“ als Wahlkampfthema gesetzt habe. Und was dann? Sollten die Wähler nur noch das Gefühl haben, bei Bundestagswahlen ginge es ausschließlich um den Umgang mit Flüchtlingen und möglichst drakonische Abwehrmaßnahmen?

Kein Thema zeigt deutlicher, wie systematisch die Disruption des öffentlichen Gesprächs betrieben wurde und dazu genutzt wurde, ein Thema mit einer einzigen Sichtweise zu besetzen.

Und das Verblüffende ist: Die meisten Medien haben mitgespielt, die TV-Sender vorneweg, die eine Talkshow nach der anderen inszenierten, in der das Thema „Flüchtlinge“ dramatisiert, problematisiert und vor allem instrumentalisiert wurde. Ein Spiel, das übrigens auch eine Menge Personen in Regierungsämtern mitspielten. Denn hinter so einem hochemotionalisierten Thema lässt sich natürlich gut verbergen, dass die wirklich wichtigen politischen Arbeitsfelder allesamt in einem höchst diskutablen Zustand waren und sind.

Man denke an die ungelösten Rentenprobleme, den Dieselskandal, die kommunalen Finanzprobleme, die Grundwasserbelastung, die Zustände im Schulwesen, Europas Zukunft, Hartz IV usw. – haufenweise Themen, die wichtiger und drängender sind. Nur bekamen sie nie die Aufmerksamkeit so wie die hysterische Diskussion um Ausländer, Flüchtlinge und Kriminalität. Eine Diskussion, die auch deshalb als wichtiger erschien, weil sie ohne Unterbrechung auf fast allen Kanälen lief und läuft.

Disruption gelungen.

Eine kleine, zielstrebige Gruppe von Strategen hat es geschafft, der ganzen Gesellschaft ihre Themen aufzudrängen. Und zwar immer wieder aufzudrängen. Ist ja nicht so, dass Medien und Politik nicht versucht hätten, auch die brisanten Themen sachlicher und differenzierter zu diskutieren. Aber es gibt keine Veranstaltung, in der dann nicht nur ein Dieter aufspringt und – statt auf Argumente und Sachstand einzugehen – die Diskussion in seine Richtung dreht. Oft darf man die Geduld der Amtsträger auf dem Podium bewundern, die ihre Ruhe bewahren und auch das Geschimpfe und all die Unterstellungen über sich ergehen lasen und dann trotzdem ruhig antworten. Auch wenn von den Dieters darauf beharrt wird, dass einzig ihre Sicht die richtige ist und dass „endlich mal was getan werden müsste“ oder so ähnlich.

Dass es immer wieder Sichtweisen der europaweit aktiven Neuen Rechten sind, die auf diese Weise zu Aufmerksamkeit gebracht werden, überrascht nicht. Denn diese Art Störung der öffentlichen Diskussion ist von ihnen genau so gewollt. So werden die Denkweisen der Neuen Rechten erst popularisiert und gesellschaftsfähig gemacht. Denn augenscheinlich lassen sich viele Moderatoren nur zu gern dazu verleiten, das sachliche Gespräch der Reichweite halber zu stören, anzuspitzen und eskalieren zu lassen. Eskalation sorgt für – natürlich: Disruption. Selbst dann, wenn eine AfD-Politikerin eingeschnappt aus dem Studio spaziert, weil sie damit so tun kann, als hätte jemand in der Runde sie beleidigt.

Disruption schafft Aufmerksamkeit.

Was selbst Eltern wissen. Denn schon Kinder beherrschen das: Wenn sie das Gefühl haben, nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen, werden auch die Kleinsten schnell mal laut und zerstörerisch. Unerfahrene Eltern lassen das dann kräftig eskalieren und fangen dann selbst an zu schreien und zu wüten.

Erfahrenere Eltern nutzen die Gelegenheit, mit den Kleinen die Regeln gleichberechtigter und respektvoller Kommunikation zu üben. Denn jeder Familientherapeut weiß es eigentlich: Wenn Eltern-Kind-Probleme eskalieren, hat das einerseits mit dem schwachen Selbstbild vieler Eltern zu tun, aber auch mit nicht gelernten Regeln der Kommunikation. Thilo Sarrazins „Das muss man ja mal sagen dürfen“ kommt genau aus diesem Topf zerstörter Kommunikation.

Sagen darf man zwar manches. Aber wer die absehbaren Folgen des Gesagten einfach ignoriert, ist zumindest ein Narr. Oder – wenn er das kalkuliert hat – ein bewusster Störenfried.

Was bei Kindern noch verständlich ist: Sie üben ja noch den souveränen Umgang mit anderen.

Aber in der demokratischen Diskussion ist es ein zerstörerisches Element. Das fällt mir immer wieder auf, wenn so oben hin die „Verteidigung demokratischer Werte“ diskutiert wird. Als wäre Demokratie ein künstliches Konstrukt und nicht die elementare Herstellung gleichberechtigter Kommunikation aller Bürger auf Augenhöhe. Die nun einmal einiges voraussetzt: Respekt, Wahrhaftigkeit, Sachlichkeit …

Disruption ist schon die Zerstörung von Respekt, die Abwertung anderer Gesprächsteilnehmer oder gar ganzer gesellschaftlicher Gruppen. Sie schafft sofort den Moment der Ungleichwertigkeit.

Bis in die Medien hinein. Das ist seit zwei, drei Jahren unübersehbar. Wer andere gesellschaftliche Gruppen (egal, ob Politiker, Andersdenkende, Andersfarbige oder sonst was) stigmatisiert und abwertet, der hat den demokratischen Diskurs schon verlassen. Und das betrifft auch Journalisten, die die Modelle der Abwertung und Stigmatisierung kritiklos übernehmen. Die nicht einmal mehr merken, wenn der Diskurs ganz bewusst und gezielt gestört und unterbrochen wurde.

Der Vorwurf „Lügenpresse“ schafft übrigens ebenso eine Disruption und verändert die Sicht auf Medien ganz bewusst. Er lenkt den Blick davon ab, dass gerade die Vielfalt der Medien erst einen öffentlich gleichwertigen Diskurs möglich macht.

In dem auch die Dieters ihren Platz finden. Aber heute mal nicht unter dem Aspekt „Wir müssen auch Dieter mal zuhören“. Heute mal mit Roter Karte für Dieter: Wer den anderen nicht zuhört und sie nicht ausreden lässt oder ihnen bewusst etwas Falsches unterstellt, muss mit Tischverweis rechnen. Der darf wiederkommen, wenn er sich besonnen hat und bereit ist, den Dialog auf Augenhöhe zu führen.

Die Serie „Medien machen in Fakenews-Zeiten“.

Dieters Leserbrief oder Wie man Kommunikation gezielt zerstört

Wie man Kommunikation gezielt zerstört – Zum Artikel

Medien machen in Fakenews-Zeiten
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

SV Babelsberg vs. 1. FC Lok Leipzig 3:0 – Nulldrei
Nils Gottschick (Lok) in Aktion. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserNach zehn Spielen hat der 1. FC Lok Leipzig wieder verloren. Beim SV Babelsberg blieben die Probstheidaer beim 0:3 (0:2) auch im siebten Anlauf ohne Sieg. Zwei einfache Tore der Gastgeber ebneten den Weg in einem Spiel in dem Lok nach starker Anfangsphase über eine durchschnittliche Leistung nicht hinauskam.
Verkehrsbetriebe investieren 2019 fast 29 Millionen Euro in Gleise und Haltestellen
Neue Gleise an der Plagwitzer Brücke. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserSeit ein paar Jahren haben es die Leipziger Verkehrsbetriebe richtig zu spüren bekommen, dass man vorher jahrelang auch an der Substanz gespart hatte. Im Netz gab es lauter Langsamfahrstellen, die Fahrpläne gerieten durcheinander, gerade Weichen und Kreuzungen ließen die Räder kreischen vor Missvergnügen. Deswegen wurden in den letzten Jahren die Investitionssummen für die Infrastruktur deutlich erhöht. Und auch 2019 werden fast 29 Millionen Euro verbaut.
Der Rechtsstreit um Vergabe für Leipzigs neue Fahrgastunterstände ist endlich beendet
Wartehäuschen an der Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Austausch der Fahrgastunterstände an Bus- und Bahnhaltestellen hat die letzte juristische Hürde genommen, teilt das Leipziger Rathaus am heutigen Freitag, 22. Februar, mit. Das Oberlandesgericht Dresden hat am Donnerstag, 21. Februar, die Beschwerde der Firma Wall GmbH gegen die Vergabe der Leistung an die Firma RBL Media GmbH durch die Stadt Leipzig zurückgewiesen.
Wiener Modell in Leipzig: Über Nacht gab es mehr als 1.000 Unterschriften für das 365-Euro-Jahresticket
Straßenbahn auf dem Augustusplatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist zwar nicht so, dass sich Leipzigs Verwaltung durch viele Unterschriften unter Petitionen sehr beeindrucken lässt. Einige Abteilungen sind ja geschult darin, viele gute Ausreden zu finden, Dinge nicht zu tun. Das betraf auch immer den ÖPNV. Aber der Vorstoß des Ökolöwen, ein 365-Euro-Jahresabo für Leipzig zu entwickeln, sorgte schon in der ersten Nacht für starke Resonanz.
239.000 Sachsen würden heute schon von Heils Grundrente profitieren
Kein Gerücht. Viele müssen noch nach der Verrentung weiterarbeiten. Foto: IG Bau

Foto: IG BAU

Für alle LeserSo langsam sind alle großen westdeutschen Medien durch, das von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagene Thema einer Grundrede zu zerreden oder zumindest zu bemäkeln. Es ist ja nun mal kein Eliten-Thema, sondern eins für Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und dann doch mit einer Rente abgespeist werden, die nicht zum Leben reicht. Und das betrifft nun einmal auch viele Sachsen. Schon heute wären es 239.000, wie die NGG feststellt.
Keine Leute, keine Leute: Der Fachkräftemangel macht gleich mehreren Branchen in Leipzig zu schaffen
Sitz der IHK zu Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben mal wieder in einer Zeit, in der alle in die Glaskugel schauen: Was braut sich da am Konjunkturhimmel zusammen? Kommt die nächste Krise, ausgelöst durch die Zollpolitik des US-Präsidenten? Spielt China die entscheidende Rolle? Und wie schlägt das auf die Regionen durch, Leipzig zum Beispiel? Die Weltwirtschaftslage, so stellt die IHK jetzt fest, spielt für Leipzig erst einmal nicht die entscheidende Rolle.
Ferdinand Sauerbruch und die Charité: Wie bleibt man ein anständiger Mensch, wenn Verbrecher regieren?
Christian Hardinghaus: Ferdinand Sauerbruch und die Charité. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Buch, das passt mal wieder. In der ARD läuft die Serie „Charité“, die das wohl berühmteste Klinikum Deutschlands als regelrecht historisches Ereignis in Szene setzt. Und natürlich gibt es auch beeindruckende Teile mit dem weltberühmten Ferdinand Sauerbruch, gespielt vom eindrucksvollen Ulrich Noethen. Aber eine wirklich belastbare große Biografie über Sauerbruch gab es bis heute nicht. Dafür einige sehr boshafte Kampagnen, die den berühmten Chirurgen regelrecht zum Nazi-Sympathisanten machten.
Video „Sportpunkt“: Athletisch aus der Winterpause
Max Richter (SC DHfK) zu Gast in der Sportpunkt-Sendung. Screenshot: Sportpunkt

Screenshot: Sportpunkt

Für alle LeserVideoDer Sportpunkt ist zurück aus der Pause - und wie eine eingangs der Sendung Nr. 48 zu sehende Umfrage in der Leipziger Innenstadt ergab, ist die Bevölkerung darüber völlig aus dem Häuschen. Im Häuschen hingegen war die Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in der Arena. Zur Feier des Tages lud das Moderatoren-Duo Landgraf/ Hoch dann auch mit Max Richter einen Leichtathleten als Talk-Gast in die Sendung.
Leipzig startet Online-Umfrage zum „Masterplan Grün“
Im Abtnaundorfer Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn einer wachsenden Stadt wie Leipzig werden die Freiflächen immer kleiner. Dass dies beim Thema Wohnungen und Mieten zum Problem wird, ist bekannt. Etwas weniger Aufmerksamkeit erhielt bislang die Frage, inwiefern Grünflächen und Gewässer vom Wachstum betroffen sein werden. Die Stadt hat nun eine Online-Umfrage gestartet, in der die Bürger auf konkrete Probleme hinweisen und Vorschläge für neue Projekte einreichen können.
Vorschlag für den neuen Wettbewerb zum Freiheitsdenkmal steckt seit einem halben Jahr in der Verwaltung fest
Erinnerungssäule an den Herbst 1989 auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWarum dauert das so lange? Im Sommer 2018 stellte die Stiftung Friedliche Revolution ihre Umfrage zum Leipziger Freiheitsdenkmal vor. Dabei erfuhr man, dass auch der Konzeptvorschlag zum Beteilungsprozess und zum Wettbewerb schon vorläge. Im Begleitgremium gäbe es noch Dissens. Man würde ihn später vorlegen. Und dann tat sich trotzdem Monate lang nichts. Nicht nur die L-IZ wurde ungeduldig. Auch die CDU-Fraktion stellte jetzt fest, dass das Trödeln eigentlich ein Ende finden sollte.
2019 ist das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV im Leipziger Neuseenland unterwegs
Das Wasserbehandlungsschiff auf dem Großräschener See in der Niederlausitz im Einsatz. Foto: LMBV, Radtke

Foto: LMBV, Radtke

Für alle LeserDie Bergbaufolgeseen haben fast alle ein Problem: Sie enthalten viele Auswaschungen aus dem Erdreich, sind übersäuert und haben noch lange keine ausgewogene Wassergüte. Deshalb müssen einige der jüngeren Seen auch noch gekalkt werden, damit die Versauerung wieder reduziert wird. Das passiert in diesem Jahr auf dem Hainer, dem Störmthaler und dem Zwenkauer See, teilt die LMBV mit.
Neue iDiV-Karte macht die Artenvielfalt der Wälder weltweit sichtbar
Die erste weltweite Karte der Baumarten-Vielfalt, erstellt mithilfe des neuen Modells. Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Für alle LeserFrüher gab es in Geografie-Büchern schöne faszinierende Karten in Waldgrün, Wüstengelb und Wasserblau. Da waren Wälder als Wälder eingemalt. Ganz so, als wären alle Wälder dasselbe. Aber jeder Wald hat eine andere Artenzusammensetzung. Und manche Wälder sind viel artenreicher als andere. Aber wie macht man so etwas sichtbar? Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) versucht es jetzt mal mit einem neuen Modell der Darstellung.
06. April im Haus Leipzig: Sandsation – The Queen of Sand
Sandsation - In 80 Bildernum die Welt © SandART

© SandART

Eine von unten angeleuchtete Glasplatte, eine große Leinwand und Sand – das ist alles, was die junge Russin benötigt, um mit bewegten Bildern bewegende Geschichten zu erzählen, die unter die Haut gehen. In „SANDSATION – In 80 Bildern um die Welt“ lädt Irina Titova frei nach Jules Verne zu einer nostalgischen Erdumrundung ein: Menschen, Tiere, Wahrzeichen, Weltwunder und Traumwelten erwachen aus Millionen und Abermillionen tanzenden Sandkörnern für wenige Augenblicke zum Leben.
Weiße Elster soll Flusslandschaft des Jahres 2020/2021 werden
Note 5: Weiße Elster bei Lützschena. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Weiße Elster war eigentlich mal ein schöner Fluss. Von der tschechischen Grenze kommend fließt sie durch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Und an wenigen Stellen hat sie noch ein paar ihrer alten Mäander und Auenwälder bewahrt. Nur noch wenige. Der Rest ist verdeicht und verbaut. Und Naturfreunde in allen drei Bundesländern wollen die Eingezwängte endlich wieder zu einer lebendigen Flusslandlandschaft machen. Am 25. Februar treffen sie sich in Leipzig.
Am 13. Juni live Parkbühne im Clara-Zetkin-Park: Kris Kristofferson & The Strangers
Kris Kristofferson © Ash Newell

© Ash Newell

Der Singer-Songwriter und Hollywood-Schauspieler Kris Kristofferson beehrt Deutschland im Juni mit drei exklusiven Shows. Auf seiner Tour wird er von der Band The Strangers begleitet. Country-Fans kennen Scott Joss (Geige, Gitarre, Gesang), DougColosio (Keyboard) und Jeff Ingraham (Schlagzeug) von Merle Haggards berühmter Begleitband und weil diese als "Wrecking Crew“ der Country-Musik auf vielen Aufnahmen ihre Spuren hinterlassen haben.