Tanners Interview mit dem Filmemacher der neuen Olsenbande-Filme Helmut Pöschel

Einst gab es richtige Straßenfeger-Filme. Da waren die Straßen der Städte ratzeputz leer und im TV versuchte die Olsenbande, Tresore zu knacken. Helmut Pöschel hat sich mit seinen Freunden um das Erbe des dänischen Nationalheiligtums stark gemacht und mittlerweile fünf neue Filme um Egons vergnügte Truppe gedreht. Dazu ist er noch der Herr tausender Lebensmittelmilben. Tanner fragte nach.
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Guten Tag mein Freund. Du heißt Helmut Pöschel, Deine Freunde nennen Dich jedoch anders. Und obwohl wir befreundet sind, nenne ich Dich heute Helmut, wegen der Etikette. Jetzt aber zu den Fragen: Dein Filmstudio Würchwitz hat ja für den 05.12.2015 Riegengroßes vor: Die Premiere des neuen Kassenschlagerfilms „Die Olsenbande und die Hand des Königs“. War es schwer, an die Rechte des dänischen Nationalheiligtums zu kommen?

Lieber Volly, seit 2006 drehen wir im Filmstudio Würchwitz die Würchwitzer Olsenbandenfilme. Seit dieser Zeit haben wir guten Kontakt zum Olsenbandenfanclub in Leipzig und den noch lebenden Filmlegenden in Dänemark. Begegnungen hatten wir mit Benny (Morten Grunwald), Birke und dem „dummen Schwein“. Die Ehefrau von Morten Grunwald findet es toll, dass wir mit neuen Geschichten die Olsenbandenstory am Leben erhalten. Da wir unsere Filme als eine Liebeserklärung an die Olsenbande in Dänemark sehen und keinen finanziellen Gewinn damit machen, war es möglich! Es sind neue erfundene Geschichten mit Bezug zum jetzigen Alltag in Deutschland und Europa. Das Muster ist ähnlich – Egon hat einen Plan, der am Ende, trotz guter Vorbereitung, durch Banalitäten und dem heutigen Zeitgeist schiefgeht, a la Ulli Hoeneß und „Steuer-CDs“. Kontakte bestehen auch mit dem Synchronsprecher Heinz Oppel, der den Egon sprach. Mittlerweile ist er 93, hat aber noch die energische Stimme, die wir von Egon kennen.

Ach, verstanden – Ihr habt selber gedreht. Wer hat denn welche Rolle übernommen?

Genau. Wir drehen selbst. Die Darsteller sind hauptsächlich Amateure aus dem Dorf. Zum Beispiel der Egon war unser Bürgermeister, Kjeld wird vom Dorfschmied gespielt. Meine Nichte, Steffi Pöschel, spielt die Yvonne und deren Ex-Freund Steffen Gruner gibt den gelbbesockten Benny. Mein Kameramann, der Zahnarzt Thomas „Peng“ Linzner und ich haben auch immer einen kleinen Auftritt, wie bei Alfred Hitchcock. Auch Prominente dürfen mitspielen, wie z.B. Jaeckie Schwarz als Kommissar oder der Landrat als Richter. Zusätzlich steht uns ein Setfotograf zur Seite, der herrliche Aufnahmen vom Dreh festhält und in Buchform herausbringt. Sogar ein Fahrer, der gleichzeitig für den Ton verantwortlich ist, kutschiert uns mit einem „Olsenbanden-Transporter“ zu den Drehorten. Selbst das „Gangster-Auto“, dessen Typ in den original Olsenbandenfilmen benutzt wurde, einen Chevrolet Bel Air stellt uns Sven Tschiedel aus Leipzig zur Verfügung.

Im schönen Würchwitz ist ja auch das Milbenmuseum zu Hause, ebenfalls unter Deiner Hoheit. Nun fragt sich die Leserschaft sicher: Wozu denn ein Milbenmuseum? Deshalb an Dich die Frage: Wozu denn ein Milbenmuseum?

Milbenkäse gehört zu dem Essen, das man retten will durch Slow Food. Nun kommen Gäste aus aller Welt, um dieses Kuriosum zu sehen und zu schmecken. Das Museum ist eine gute Plattform für unsere Würchwitzer Olsenbandenfilme, dessen 1. Teil im Milbenmuseum gedreht wurde. Du warst ja bei der Einweihung mit einer Hymne auf den Milbenkäse dabei und hast die gute Resonanz der Gäste aus nah und fern erlebt. Bei den Dreharbeiten wird der Käse zum Türöffner und ermöglicht uns außergewöhnliche Drehs, z. B. im Tresorraum der Zeitzer Sparkasse oder im Gefängnis.

Ich weiß ja von Deinen frühen Werken filmischer Kunst, denen gern ein Hang zur Pornografie von staatlichen Stellen der DDR vorgeworfen wurde. Was war denn da dran?

Meine erotischen Kurzfilme aus DDR-Zeiten waren wie „Das Magazin“ nur in bewegten Bildern. Schöne Frauen, Humor, Satire, unterlegt mit passender Musik. Es war manchmal schamlos, aber keine Pornografie. Offiziell waren die Genossen nicht begeistert, aber heimlich sahen sie die Filmchen auch gerne. Durch Mundpropaganda tingelte ich bald durch alle Betriebe in Mitteldeutschland und erlebte hautnah den wirtschaftlichen Untergang der DDR. Bei Bier, Wein und Hackepeter bekam ich vertrauliche Informationen. Mit meinem Filmprogramm sorgte ich für Heiterkeit beim Untergang der DDR.

Zurück zur Olsenbande. Was können wir denn am 05.12. alles erleben? Es gibt doch bestimmt ein ausgelassenes Feiern? Erzähl mal bitte, Helmut.

Zur Premiere am 05.12. geht es zu wie bei „Wetten das“, nur nicht so langweilig. Musik, Tanz und viele Überraschungen wird es geben. So sorgen zum Beispiel der Beat-Club Leipzig, die Tanzfabrik Lucka und eine Swingband aus dem Vogtland für Unterhaltung. Gäste aus der Schweiz und echte DEFA-Legenden werden vor Ort sein. Alles andere ist noch streng geheim! Die Veranstaltung ist schon lange ausverkauft. Die Medien werden darüber berichten. Schon vorab zeigt das MDR-Fernsehen eine Doku-Soap über Würchwitz und die Dreharbeiten zum 5. Olsenbandenfilm. Die erste Sendung ist am 26.11.2015, ab 19:50 Uhr, es folgen weitere am 03.12., 10.12. und am 17.12., jeweils ab 19:50 Uhr.

Und wo kann man den Film dann noch überall sehen?

Der 5. Film wird auch am 27. Dezember 2015 im Zeitzer Kino, um 18 Uhr und am 17. Januar 2016 in Merseburg gezeigt, schließlich geht es um die Hand von Rudolph von Rheinfelden. Natürlich findet auch eine Vorführung im Frühjahr 2016 in Rheinfelden in der Schweiz statt.

Danke, mein Freund, für die Antworten.

Lieber Volly, am 1. April 2016 laden wir Dich nach 10 Jahren zu unserer „Schlipsparade“ ins Milbenkäsemuseum ein. Die Satire-Veranstaltung findet erstmalig auf dem Saal der Gaststätte Würchwitz statt. Beginn ist 16 Uhr. Nur mit Schlips kommt man rein und beschwipst wieder heraus. Alles kostet 1 Euro (Kaffee, Kuchen, Bier, Wein, Sekt, Bemmchen ….), Eintritt 5 Euro. Für einen kulturellen Beitrag hast du alles frei – außer dem Schlips…

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