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Tanners Interview mit dem Organisatoren von Music with Friends, Franziska und Jörg

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    Wenn's mit Herz gemacht ist, ist es schon auf dem besten Weg bleibend zu werden. Bei Music with Friends - der derzeit in aller Munde geführten Veranstaltungsreihe - wird jedenfalls viel mit Herz gedacht. Und gemacht. Tanner grub Franziska und Jörg aus, die Music with Friends erdachten und fragte nach Neuem im Jahr 2016.

    Hallo Franziska und Jörg. Fein, euch hier vorm Peking Haus zu treffen. Ihr seid das Kernteam der Orgastruktur hinter den Music with Friends Veranstaltungen. Was ist denn eigentlich die Idee hinter all den Shows?

    Jörg: Die ursprüngliche Idee war, befreundete Bands der Leipziger Singer-Songwriter/Folkszene auf die Bühne zu bringen. Ein Abend mit Freunden in einer außergewöhnlichen Location. Der passende Ort war schnell gefunden – die Philippuskirche Leipzig.

    Und was hat Euch ganz konkret zum Selbermachen gebracht? Music with Friends – das ist ja auch ein Statement.

    Jörg: Es ist der Reiz, all seine kreativen Ideen eigenständig umzusetzen, sein eigener Herr zu sein und Niemandem gegenüber Rechenschaft abzulegen. Mir liegt sehr viel daran, alles schön zu haben. Das fängt beim Einlass an und hört beim Bandcatering auf. Ästhetik und ein warmes Arbeitsklima. Ok, die Kirche ist relativ kalt, aber die Teamarbeit war immer sehr herzlich und professionell. Das Team sind wiederum auch alles Freunde, die unsere Idee geil fanden und gerne mitunter auch kostenfrei mitwirkten. Dafür ein riesiges Dankeschön.

    Franzi: Selbstständig arbeiten, sein eigener Herr sein, fetzt, jedoch birgt es natürlich auch immer Risiken. Man trägt ja quasi die komplette Verantwortung auf den eigenen Schultern. Gerade in unserem Fall: wir sind nur zu zweit in unserer GbR. Deshalb setzen wir uns nur nach und nach größere Ziele, kalkulieren gut durch, gehen nur die Risiken ein, die wir im Worst Case auch zu zweit stemmen können. Aber ohne unser Team, unsere Partner und Freunde wäre das alles nicht möglich und würde auch nur halb so viel Spaß machen – deshalb auch „Music with Friends“!

    Könnt Ihr Eurer beider Hintergründe bitte mal kurz beleuchten? Wer seid Ihr, wenn Ihr mal gerade nicht Music with Friends macht?

    Jörg: Ich bin irgendwie ein Hansdampf in allen Gassen. In erster Linie, sozusagen mein  Hauptberuf, ist die Altenpflege und nebenberuflich bin ich Musiker. Ich spiele bei zwei Singer-Songwriter Projekten – Jakob Hummel und Natszo – Geige, gebe Kindern Geigenunterricht und organisiere eine Vielzahl von Konzerten. Musik ist und bleibt meine größte Leidenschaft. Außerdem liebe ich die Leipziger Abendkultur.

    Franzi: Es macht mir Spaß, in vielen Projekten mitzuarbeiten. Seit August letzten Jahres darf ich das Klanggut Festival im UT Connewitz mitorganisieren, hauptsächlich liegen meine Aufgaben hier im Booking und der Künstlerbetreuung. Ich habe mich in den letzten zwei Monaten auch noch mal als Praktikantin in Dresden versucht und bei den Kumpels & Friends und Kreismusik Leuten mal überall ein wenig mitgemischt – einfach für einen frischen Wind… hat Spaß gemacht. Seit Jahren helfe ich ehrenamtlich beim MS Beat Festival in Chemnitz und anderen Veranstaltungen, die mit dem Huhlern e.V. zusammenhängen. Einen kleinen Ausgleich zu der ganzen Computerarbeit finde ich in der naTo, wenn ich hinter der Bar stehe. Ich gehe also bei Jörg mit: Ich liebe die Leipziger Abendkultur.

    Was waren denn schon so die Highlights auf dem gegangenen Wege von Music with Friends?

    Jörg: Die drei Veranstaltungen, die wir letztes Jahr in der Kirche hatten, waren alle für sich ein Highlight. Die Resonanzen der Besucher waren unbeschreiblich. Alle Künstler waren sehr zufrieden und das ist für uns Organisatoren das größte Geschenk. Bevor ich es vergesse, die Betreiber der Philippuskirche  sind das eigentliche Highlight. Gerade Christel, unsere Kirchenmami, die uns immer mit frischem Kaffee, Suppe und Kuchen versorgt.  Wir wurden sehr herzlich empfangen.

    Franzi: Dem kann ich tatsächlich nicht viel hinzufügen… für uns persönlich war das ganze letzte Jahr ein Highlight. Die erste Veranstaltung im März war natürlich grandios. Die viele Unterstützung von allen Seiten und dass sich so schnell noch neue Projekte und Kooperationen ergeben haben. So können wir in diesem Jahr auch wieder neue Sachen ausprobieren.

    Nun geht es ja auch in Richtung Wohnzimmerkonzerte. Mit wem macht Ihr das und wo und warum und wann? Und für wen?

    Franzi: Genau, am 20. Februar wird in der Klangvilla Leipzig Sea of Love ein Ständchen geben. Die Klangvilla vertreibt exklusive HiFi-Anlagen für den besonderen Musikliebhaber zu Hause. Dafür haben sie in einer Villa in Gohlis ihre Verkaufsräume zum gemütlichen Wohnzimmer umgestaltet. Und hier entstand der Gedanke: Klangvilla, Wohnzimmer – Wohnzimmerkonzert. Es wird gemütlich, es wird mit max. 60 Gästen kleiner, es wird ein wenig exklusiver mit wunderbarer Livemusik.

    Und was kommt 2016 noch auf uns zu? Ich hörte was von Sommerbühne – aber auch weiterhin Philippus.

    Jörg: Am 16.04.2016 starten wir mit Music with Friends IV in der Philippuskirche. Es spielen zwei Acts. Lasse Matthiessen aus Dänemark und Black Oak aus den Niederlanden. Black Oak sind keine Unbekannten. Sie setzen sich aus The Black Atlantic und I am Oak zusammen. Die zwei Kumpels machen gemeinsame Sache. Für alle die schon mal wissen wollten wer I am Oak ist, sollten es nicht verpassen am 16.03.2016 in die Wärmehalle Süd zu gehen. Da spielt er eine Soloshow.

    Am 16. Juli haben wir das große Glück, in der Arena am Panometer einen Abend auszugestalten. Eine Kooperation mit der Sommerbühne Leipzig. Die Arena am Panometer ist ein einzigartiger Rundbau. Wir sind sehr glücklich über diese Chance.

    Den Jahresabschluss beschert uns im Oktober  MwF VI auch wieder in der Philippuskirche. Zum Lineup geben wir aber noch keine Informationen. Es wird – und so viel sei schon mal verraten – der Hammer.

    Und Euer ganz privates Umfeld? Sind dies dementsprechend alles Musikmenschen?

    Jörg: Na ja, viele sind Musiker, Videokünstler, Filmemacher und Fotografen. Alle in ihrem Bereich kreativ. Die besten Freunde sind aber keine „Künstler“.

    Franzi: Bei mir ist das eigentlich sehr durchmischt. Auch viele Musiker und andere kreative Köpfe, aber auch sehr viele, die nicht direkt mit dem Bereich zu tun haben. Unter meinen engsten Freunden ist ein Musiker, die anderen beschäftigen sich zumindest viel mit Musik.

    Danke für Eure Zeit. Und natürlich weiterhin viel Freude beim Mitfreundenmusikmachen.

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