Das Ensemble Echo_von_nichts und Gundolf Nandico präsentieren in der Schaubühne mit „Diagnose F20“ ein experimentelles Konzertprojekt an der Schnittstelle von Kunst, Neurodiversität und Gesellschaft. Der Titel verweist auf die psychiatrische Diagnose F20 („Schizophrenie“), einen bisher selten öffentlich diskutierten Bereich, und thematisiert die Spannung zwischen Pathologisierung und Sakralisierung von Neurodiversität.
Das Projekt wurde inspiriert von der Komponistin und Mystikerin Hildegard von Bingen sowie dem Schweizer Art-Brut-Künstler Adolf Wölfli.
Es erkundet die Grenzen zwischen spiritueller Ekstase, halluzinatorischen Denkbildern und diagnostiziertem „Wahnsinn“. Mit einem außergewöhnlichen Instrumentarium – von Naturtonhörnern bis zu industriellen QuarzTiegeln – entsteht eine experimentelle Klang- und Bildlandschaft, die Vergangenheit und Zukunft, Spiritualität und Technologie verbindet.
Durch musikalische Improvisation und Live-Visualisierungen eröffnet „Diagnose F20“ neue Perspektiven auf künstlerische Schaffensprozesse jenseits normativer Zuschreibungen. Dabei geht es um die Frage, wie künstlerische Positionen – oder Visionen, sowohl in spirituellen als auch in psychiatrischen Kontexten, als legitime Ausdrucksformen der menschlichen Existenz verstanden werden können.
Vokal: Ingala Fortagne
Hörner: Gundolf Nandico
Percussion: Pina Bettina Rücker
Video/Animation: Pascal Grütter
„Diagnose F20“. Ein performatives Konzert von Ensembles Echo_von_nichts und Gundolf Nandico, Schaubühne Lindenfels, Samstag, 31. Januar, 20:00 Uhr.
Eine weitere Aufführung gibt es am Sonntag, 1. Februar, um 18:00 Uhr.
Tickets in der Schaubühne, online über www.schaubuehne.com und an allen Reservix-VVK-Stellen: 18/12 (erm.) Euro
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