Leipzig hat ab Sommer 2028 einen neuen Opernintendanten, der die Nachfolge von Tobias Wolff übernehmen soll. Dies vermeldete die Stadt heute. Und: Die deutlich gestiegenen Spritpreise sorgen für Verstimmung und veranlassen die Regierung zum Gegensteuern. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 12. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Von der Donau an die Pleiße: Peter Heilker wird neuer Intendant der Oper Leipzig

Die Suche hat ein Ende: Peter Heilker wird ab 1. August 2028 Intendant und Operndirektor der Oper Leipzig. Das gab die Stadt heute Nachmittag bekannt. Heilker, geboren in Mülheim an der Ruhr, konnte sich im Bewerbungsprozess gegen 30 Konkurrenten durchsetzen. Für die Nominierung des 54-Jährigen zeichnete eine Auswahlkommission verantwortlich.

Sie bestand aus Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning sowie Vertreterinnen und Vertretern des Personalamtes und der einzelnen Stadtratsfraktionen.

Das Opernhaus am Augustusplatz.
Das Opernhaus am Augustusplatz. Foto: Ralf Julke

Derzeit steht Heilker noch anderweitig unter Vertrag: Er ist Programm- und Castingdirektor sowie stellvertretender Intendant des „MusikTheaters an der Wien“, des Opernhauses der Vereinigten Bühnen Wien. Bis zum Amtsantritt, der noch durch den Stadtrat bestätigt werden muss, lenkt das Zweierteam aus Verwaltungsdirektorin Lydia Schubert und Generalmusikdirektor Ivan Repušić die Geschicke des Opernhauses über zwei Spielzeiten. Heilker soll ab August 2027 mit der Vorbereitung seiner neuen Aufgabe beginnen.

Er studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Psycholinguistik in München und arbeitete ab 1994 bei der Münchener Biennale für Neues Musiktheater. Von 1998 bis 2008 war er Dramaturg, ab der Spielzeit 2006/07 Leitender Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper München. Zwischen 2008 und 2021 verantwortete er als Operndirektor am Theater St. Gallen ein breites Programm. Heilker tritt die Nachfolge von Tobias Wolff an, der seinen Posten im Sommer 2026 wohl wegen interner Differenzen vorzeitig abgibt.

Krieg gegen den Iran sorgt für Frust an den Zapfsäulen

Der Krieg gegen den Iran und seine Folgen lassen auch hier ihre Spuren, besonders an der Zapfsäule: Wie unter anderem der MDR unter Berufung auf die Monopolkommission berichtet, falle der Anstieg des Preisniveaus an den Tankstellen in Deutschland im EU-Vergleich besonders hoch aus. In der zitierten Berechnung wurden Steuern und Abgaben nicht berücksichtigt.

Der besonders in Deutschland auffällige Preissprung deute darauf hin, dass neben dem gestiegenen Ölpreis auch strukturelle Probleme auf dem Markt angegangen werden müssten, heißt es seitens des Vorsitzenden der Monopolkommission. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) hatte bereits gestern mit der Ankündigung für Aufsehen gesorgt, dass Tankstellen nach einem neuen Modell ihre Preise nur noch einmal pro Tag anheben dürften.

Israel und die USA hatten Ende Februar mit Angriffen gegen das Mullah-Regime im Iran begonnen. Während der Iran laut Experten als militärisch klar unterlegen gilt, versucht dessen Führung unter anderem durch die Blockade der Straße von Hormus, der Meerenge hin zur arabischen Halbinsel, auf andere Weise Druck auszuüben. Über die Passage werden fast 20 Prozent der globalen Rohöltransporte abgewickelt.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Auch Grüne enttäuscht: „Mehrwegoffensive“ entpuppt sich als Mehrwegtröpfchen

Weimer setzt die Axt an: Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek soll nicht realisiert werden

Leipzigs Verwaltung will keine Verpackungssteuer: BUND Leipzig irritiert von der Informationsvorlage

Nick W. soll seine Ex-Partnerin ermordet haben: Prozess könnte auf sein Ende zugehen

Hallo Leipzig: So startet Donnerstag, der 12. März 2026

Am 14. und 15. März im Westflügel zu Gast: Straszka Pospolita – Vom (all)gemeinen Schrecken (8+)

Mythos 1776: Wie die Gründungsmythen der USA ihre Politik bis heute bestimmen

Was sonst noch so los war:

Schrecklicher Unfall in Dresden: Eine Autofahrerin (73) verstarb heute nach dem Zusammenstoß ihres Wagens mit einem Linienbus.

Bei der Lufthansa begann ein zweitägiger Pilotenstreik – Unternehmensangaben zufolge soll dennoch die Hälfte der geplanten Flüge stattfinden.

Fast genau zwei Jahre nach einem islamistisch motivierten Terroranschlag auf eine Moskauer Konzerthalle mit über 140 Todesopfern und hunderten Verletzten verurteilte ein russisches Gericht die Haupttäter zu lebenslanger Haft.

Kalenderblatt: Serbiens Premier und Hoffnungsträger Zoran Djindjic stirbt vor 23 Jahren bei Attentat

Zoran Djindjic, hier im Jahr 2002, wurde am 12. März 2003 in Belgrad ermordet. Foto: gemeinfrei

Die Kugel trifft ihn in Belgrad, direkt vor seinem Amtssitz: Am 12. März 2003 wird der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic von einem Heckenschützen ermordet, ein Leibwächter schwer verletzt. Im Krankenhaus können die Ärzte nur noch den Tod des 50-jährigen Regierungschefs feststellen, der seine Ehefrau und zwei Kinder hinterlässt.

Der studierte Philosoph mit biografischem Bezug zu Deutschland galt nicht wenigen innerhalb und außerhalb Serbiens als Hoffnungsträger: Mit freundlich-nahbarer Art und einem prowestlichen Reformkurs versuchte der charismatische Premier, sein Land aus dem lähmenden Sumpf von Mythenbildung, Kriminalität und Korruption zu ziehen.

Doch damit schuf sich der Ausnahmepolitiker, der er selbst nie sein wollte, Feinde unter den Günstlingen von Ex-Machthaber Slobodan Milošević (1941–2006), dessen Überstellung an das Kriegsverbrechertribunal 2001 er selbst durchgesetzt hatte. Nach Djindjics gewaltsamem Tod wird in Serbien der Ausnahmezustand erklärt. Die Mörder kommen aus den Reihen einer kriminellen Bande innerhalb der Polizei, sie und weitere Helfer werden gefasst und verurteilt. Die Zweifel, ob alle Hintergründe aufgedeckt sind, lässt das nicht verstummen.

Eine weiterhin abrufbare Thriller-Serie bei ARTE von 2024 setzt sich mit den Ereignissen auseinander.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Da gibt es die interessante Aussage “An der Zapfsäule werden Wahlen entschieden “, da bin ich mal gespannt.

Schreiben Sie einen Kommentar