In der Fruchtblase beginnt der Lauf der Welt und hört zur Ausgrabung nicht auf: Theater Titanick in Leipzig am Kai

Es braucht keinen extra Event-Namen, der Begriff "Theater Titanick" zieht in Leipzig genug Publikum. Kaum ausposaunt, kommen ein paar Hundert Neugierige geströmt. Selten und oft einmalig sind die Leipziger Titanick-Anlandungen, diesmal zu zwei Präsentationen an einem Abend in der Halle 15 des Alten Messegeländes. Als erste Probenergebnisse bezeichnete man die Bilder des neuen Stückes "Sacrificio - Das Spiel von Macht und Ohnmacht". Davor gab es eine Präsentation von Titanick mit dem Institut für Theater und Kunst im Öffentlichen Raum (FAIAR) aus dem französischen Marseille.
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Internationaler Titanick-Workshop

Internationale Studenten waren für drei Wochen in den Werkstätten des Theaters Titanick zur Ausbildung und präsentieren an diesem Abend die Ergebnisse des Workshops mit dem Titel „Metamorphose – Kostüme im Wandel“.

So was ist nicht mehr und nicht weniger als der Spielbaukasten aktueller Szenografie, die freilich am Computer schnell geplant ist, doch erst beim Bau zeigt sich die Funktionalität. Da macht es auch nichts, wenn all zu oft die schwarz gekleideten Helferlein im Bild erscheinen, die Effekte verraten, bevor der Zauber stattfand.

Große Kleider gab es schon oft, aber wo schon ein Ballonkleid, das fahren und entschweben kann, wobei unterm Rock noch eine Kabine mit Ballonfahrerin zum Vorschein kommt. Im Kleid der aufs Rad geflochtenen Frau zeigt sich beim Drehen noch eine zweite Person! Ein anderer verliert beim Flug durch die Halle seine Kleidung. Und Trikot-Tausch scheint beim autofahrenden Paar der emotionale Gipfel zu sein. Alles brauchbare Bilder, wo sie in einen Kontext passen. Der gemeinsame Catwalk vor Publikum war auch ein Zusammenhang.

Mit-Wander-Theater

Beim Stück „Sacrificio – Das Spiel von Macht und Ohnmacht“ ist alles so neu, dass die Produktion auf der Titanick-Website noch gar nicht vorgestellt wird.
Waren es bei Titanick bisher meist Handlungsabfolgen vor im Theater platzierten Zuschauern, beschreitet man mit „Sacrificio – Das Spiel von Macht und Ohnmacht“ als einer performativen Installation neue künstlerische Wege: das Publikum wandelt wie bei einer Ausstellung durch die inszenierten Bilder in der Halle. So wird es auch lautstark angekündigt, dass man sich auf die Traumbilder einstellen soll, die da erzählen von Macht und Ohnmacht und Willkür. Universell sei das, heißt es. Ja, sehr universell. „Eine performative Installation, die traumwandlerische oder auch albtraumhafte Bilder schafft und sich assoziativ mit den Begriffen auseinandersetzt.“

Diese Reise macht jeder allein, die Szenen sind um den Innenraum, einen Pfad, ein Timing, wie bekannt aus der Rummelplatz-Geisterbahn, gibt es nicht. So stößt man auf den Mann im Herbst-Laubwald, der Bäume anstreicht, sie mit Verbänden umwickelt, bevor er sie Blut spritzen lässt. Wie in der Fruchtblase tummelt sich ein Riesen-Embryo, als seinen Spielgefährten wird er bald die Menschen, aber zuerst einen quicklebendigen Fisch entdecken, dem da schon das „Forellenquintett“ den Garaus gemacht zu haben schien. Einer Frau werden Manschetten angelegt, die Muskeln anspannen oder Anspannungen lösen. Ein unheimliches Tanzlabor.

Unter Moder und Mutterboden findet eine Frau Gebeine und setzt sie mutmaßlich zusammen. Ein schräges, verspiegeltes Wohnzimmer bereitet einem Mann Kopfzerbrechen. Das sind die räumlichen Grenzen für Macht und Ohnmacht. Wie in anderen Theatern auch sieht der Besetzungszettel der zahlreichen Schauspieler, Designer, Techniker und Organisatoren aus.

Fehlt den Szenen nur noch der einordnende Begriff? Oder fehlt es an einer gesamtgeplanten und bestenfalls authentischen Kulisse? Für diese Bilder ist die altgediente Messehalle 15 sowieso zu groß.
Anderswo fummelten sich die Mit-Wander-Theater zwischen die Gegebenheiten: beim Publikums-Parcour für einen Abend des Nederlands Dans Theater in der Deutschen Oper Berlin beispielsweise, auch Theater-Technik-Unterwelten in Leipzigs Centraltheater lernte man so kennen, und nicht viel anders, aber an menschlichen Akteuren karger sind André Hellers „Kristallwelten“ im österreichischen Wattens. Und das Konzept überlappt sich zum „Dungeon“, der modern-unterhaltend-grusligen Form, Stadtgeschichte zu vermitteln. In Hamburgs Speicherstadt geht dieses (Marketing-)Konzept prächtig auf. Früher war das Areal eine Speicherstadt, und wird noch immer so genannt.

Geist des Ortes: Alte Messe, Halle 15

Dabei hat der Ort sehr wohl einen Geist. Und der Geist ist schon aufgegeben. Bei Tageslicht betrachtet ist der Alten Messe Halle 15 eine Augenweide mit einem Glasdach hoch oben über zwei Galerien, von außen einer lebendigen Fabrik ähnlicher als einer aufgegebenen Museumshalle.

Genau das wäre der ideale Ort für eine Dauerausstellung Leipziger Künstler! Von den bildenden angefangen, hin zu allen verwandten Künsten und Genres. Eben eine Messe-Halle der Künste. (Ja, wenn sie denn nur das direkt einfallende Sonnenlicht vertragen könnten.)

Aber gegenüber zeigt sich jetzt an den lange gelebt habenden Hallen 1 bis 6, welche Perspektiven möglich sind: Da performten sich gerade noch zwei Abbruchfirmen um einem neuen, feinen Möbelhaus Platz zu machen.
Lange hatte die riesige, stützenlose, von Tageslicht durchflutete Halle 15 mit mehreren Galerien keinen anständigen Zweck mehr, diente nur sporadisch Firmen zu Reste-Verkäufen. Zwischen Leipziger Herbst- und Frühjahrsmessen gastierte hier früher auch schon mal der sowjetische Staatszirkus, und nutzte den gläsernen Himmel als Chapiteau.

Kein Eisberg für Leipzigs „Titanick“ in Sicht

Titanick überraschte, erschreckte und erstaunte einst das Publikum mit einer Performance gleichen Namens hinter dem Werk II, ein Spektakel aus Feuer, Wasser, Sturm, Licht und Menschen – das ist gut 20 Jahre her!

So wie weitere Stücke folgten, wurde diese Art Kunst in Leipzig zur Gewohnheit und dem Titanick-Theater die Stadt, das Land zu klein. Mit kaum vorstellbarer Logistik tourt die Truppe um die Welt, mit immer neuen Ideen und Stücken hin zu den jeweiligen Anlässen und den Geldern nach. Ein paar heimatliche Förderpfennige eingeschlossen. Auf dem Briefbogen stehen Adressen in Münster und Leipzig.

Auf dem Augustusplatz war Titanick für das Einläuten des neuen Jahrtausends zuständig! Wenn das kein unabergläubisches Hoffnungszeichen sein sollte! Und die Leipziger kriegen immer mal die Innovationen zu sehen, neue Typen der knatternden Groß-Fahrzeuge und fahrbaren Insekten beispielsweise. Wie das ganze als Geschäft buchhalterisch funktioniert, dürfte ein Lehrbeispiel sein für Betriebe, die öffentliche Gelder ausgeben dürfen.

Alte Verrücktheiten

Vor „Titanick“ war in dieser Szene nur der kabasurde Abrettist Wolfgang Krause-Zwieback tätig. Und als Erwin Stache schon den Tönen Beine machte, da war an Jim Whiting hier noch nicht zu denken, den die Stadtkulturverwalter partout nicht an Leipzig binden wollen. Unverständlich.

Zusammengeschlossen haben sich die Bauhaus-Traditions-Institute. Spielt da Leipzig mit? Mit neuen und alten kinetischen Kunstwerken? Zählen wir hinzu Oskar Schlemmers Drahtplastiken für das Haus Rabe in Zwenkau, das nur nicht öffentlich zugänglich ist. Naja, einen MERZ-Raum hat Kurt Schwitters in Leipzig nicht hinterlassen, aber gelesen hat er aus seinen Werken in einer Spelunke an der Hainstraße…

Nächste Vorstellung:
8. Dezember 2012, „Firbirds“ in Villeurbanne, Frankreich.


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