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Tanners Interview mit der Schauspielerin, Literatin und Botschafterin der Liebe Marianne Sägebrecht

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    Marianne Sägebrecht kommt am 03.10.2015 ab 20:00 Uhr nach Zeitz, in die Franziskaner Klosterkirche. Und da Zeitz gleich um die Ecke ist und Marianne Sägebrecht ein Engel von Mensch, hat sie Volly Tanner angerufen, um ihm ein bisschen etwas zu erzählen. Und der Tanner hat sich gefreut darüber. Und ein bisschen hat dabei auch sein Herz geblüht.

    Guten Tag, Frau Sägebrecht, schön mit Ihnen telefonieren zu dürfen. Sie kommen am 03.10.2015 nach Zeitz, hier gleich bei Leipzig. Wieso denn gerade an diesem Tag?

    Ach, das war eine Idee meiner guten Freundin Petra Tischendorf, die engagiert sich ja stark in Zeitz, kulturell und sozial. Und wir trafen uns mit unseren Partnern vor kurzem in Erfurt bei einem Auftritt von mir und da sagte Petra: Komm, lass uns mal was bei uns zu Hause – also in Zeitz – machen. Ich sage ja immer gern: im ehemaligen anderen Bereich.

    Und um was geht es bei Ihrem Auftritt in der Franziskaner Klosterkirche?

    Nach 40 Jahren als praktizierende Christin darf ich immer noch und immer wieder meine Botschaft zu den Menschen bringen, weißt Du, ich darf viele Dinge an der Naht machen, Menschen helfen, ganz selbstverständlich und leise. Ich kümmere mich gerne um die mir Lieben. Mein Thema ist: Kain und Abel schließen einen Nichtangriffspakt. Es geht um Nächstenliebe. Liebe Deinen Nächsten – egal welcher Konfession oder Farbe. Ich, als Christin, möchte auch respektiert werden – unter dem Himmelszelt sollten aller Menschen Kirchen akzeptiert werden. Dafür wurde ich auch schon attackiert – aber ich habe gelernt zu vergeben. Darum geht es: Vergebung.

    Vergebung braucht aber auch einen gewissen Reifegrad, denke ich mal.

    Da hast Du Recht, Volly – und reifere Menschen haben auch mehr Verantwortung. Ich nenne das das Castor-Prinzip. Von Castor und Pollux. Ich bin mittlerweile 70 Jahre auf dieser Welt. Ich vergebe mittlerweile. Es gibt so viel Leid, karmisches Leid, oft auch aus Familienzusammenhängen. Es geht nicht immer nur um das Ich! Der Mensch soll nicht nur sich selber glücklich machen, der Mensch sollte auch und besonders andere Menschen glücklich machen. Man sorgt am Besten für sich selbst, wenn man für andere sorgt. Ich finde es wundervoll, wenn ich meine 22-jährige Enkelin sehe, wie sie und ihre Freunde sich umeinander kümmern, wie offen sie für die ganze Welt sind. Das ist eine ganz neue Ebene.

    Du sprichst von einem positiven, einem Zeitalter der Menschlichkeit, der Mitmenschlichkeit?

    Ja, das geschieht schon. Das machen die Menschen selber, wie bei den Patchwork-Familien, Freundschaft, Familie, Spiritualität. Das Gute wird mehr und größer! Ich erzähle ja nur von dem, was ich erlebe, vom Selbstwertgefühl, vom Heilen und vom Seelenfrieden.

    Nun lebst Du ja im südlichen Westdeutschland, Marianne – was, außer Petra, verbindet Dich denn noch mit unserer Hemisphäre hier?

    In Leipzig mögen mich viele Menschen, das weiß ich. Deshalb bleibe ich rund um den Auftritt auch noch so zwei Tage. Ich will die Landschaft ganzheitlich erleben und ein bisschen Danke sagen. Wir sollten viel öfter Danke sagen. Und uns in die Arme nehmen. Ich war gerade in Cottbus und in Magdeburg. Das war fantastisch. In Cottbus mussten wir dann in die Oper umziehen, da kamen Menschen aus 50 Kilometer Entfernung, so etwas macht mich sehr glücklich. Ich darf nach meiner Herzenslinie leben. Weißt Du, wie schön das ist?

    Und was gibt es genau zum Auftritt am 03.10.2015?

    Ich bringe mein Programm: „Von Säge bis Brecht – Ob der Mensch den Menschen liebt“ mit. Den zweiten Teil des Abends passen wir – mein genialer Mitstreiter Ralf Glenk und ich – immer dem Publikum an. Viele Besucher kennen mich ja auch schon seit 40 Jahren. Aber Menschen zu berühren, gerade in diesem Moment, das ist toll. Jeder einzelne Mensch ist wertvoll. Und mein Freund Glenk ist ein Virtuose. Er hat Theodor Kramer Texte vertont und ich habe Hilde Domin Texte dabei und Worte von Mahatma Gandhi: Fangen wir neu an! hat er gesagt. Und dass wir unseren Frieden in uns selbst machen sollen, die kleinen Kriege in sich selbst auflösen lassen. Ein Leben lang. Respekt und Lernen. Ein ganzes Leben sollten wir dazulernen. Weißt Du Volly, ich lebe seit 14 Jahren in einem kleinen Dorf und darf jeden Tag lernen, von den Menschen. Ich bin aber auch ganz brav hinter meiner Hecke. Mein Großvater, ein Gärtner und Schamane, hat mir diese Liebe wahrscheinlich in meine Seele gepflanzt.

    Danke, Marianne, es war mir eine Freude!

    Kartenvorverkauf:
    unter 0152/53763427

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