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Adolf Südknecht startet die neue Staffel: Ostbesuch

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    Leipziger Geschichte ist aufregend. Auch die des 20. Jahrhunderts. Das zeigt seit nunmehr sieben Jahren die Theatergruppe Adolf Südknecht in ihrer Seifenoper-Improschau, die die Zuschauer schon in die Weimarer Republik, die Nazi-Zeit, zum Aufstand 1953 und ins unheimliche Wirken der Stasi entführt hat. Ab Januar geht es in Zusammenarbeit mit dem WERK 2 unter dem Titel „Adolf Südknecht – OSTBESUCH“ in die nächste Staffel. Ein Einblick in den deutsch-deutschen Alltag 1958, wenige Jahre vor dem Bau der Berliner Mauer.

    Kneipier Adolf Südknecht besucht in Westberlin seinen Bruder, dessen Ehefrau und deren Sohn. Er staunt über das überreichliche Angebot, vor allem im Vergleich zu den Leipziger Auslagen. Da die Brüder wenig Kontakt hatten, bleibt viel Zeit, sich auszutauschen. Adolfs Sohn Anton betreibt zur gleichen Zeit in Leipzig das Horns und erhält einen überraschenden Besuch mütterlicherseits.

    Schauspiel: Armin Zarbock, August Geyler, Stefan Ebeling, Karin Werner, Tobias Wollschläger, Susanne Bolf.
    Musik: Claudius Bruns (Klavier), Frank Berger (Schlagzeug).

    Geschichtsstunde im Kneipentheater

    Über 70 Folgen hat das kleine Theater Adolf Südknecht seit 2012 produziert. Mit diesem stimmungsvollen Rückgriff auf die eigentlich ganz normale Geschichte einer Leipziger Gastwirtsfamilie möchte die Theatergruppe sich jetzt den Lebensumständen der Altvorderen nähern, die sich dreizehn Jahre nach Kriegsende und drei Jahre vor dem Mauerbau ganz dem Wiederaufbau und dem Wirtschaftswunder auf beiden Seiten Deutschlands widmen konnten.

    Wie sich zeigen wird, bildet ein harmloser Besuch plötzlich zwei Welten ab, was großen Einfluss auf den Umgang in den Beziehungen selbst naher Verwandter hat. Plötzlich findet Weltgeschichte im Wohnzimmer statt, in dem zwischen Riss und Überbrückung reichhaltiges Potential für situationsgeladene Konflikte vorhanden ist.

    Das Projekt steht in Fortführung und Entwicklung des Langzeittheaterprojektes Adolf Südknecht  – DIE SEIFENOPER-IMPROSCHAU. Die preisgekrönte Historien-Theatergeschichte wird seit 2012 ununterbrochen in bisher über siebzig Episoden gespielt und thematisierte zu Beginn die 1920er Jahre, setzte sich dann ausführlich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander und knüpfte nach den Nachkriegsjahren zeitlich nahtlos an die Geschehnisse um den 17. Juni 1953 an, um sich dann den Anfängen der Staatssicherheit zu widmen.

    Dabei sollen die bisher gewonnenen Erfahrungen des einzigartigen Theaterformates weiter ausgebaut und vertieft werden. Vor allem in Bezug auf die Verbindung von Unterhaltung, Information, historischer Vermittlung, städtischer und landesweiter Erinnerungskultur und der Suche nach theatralischen Formen wird dabei Wert gelegt.

    Neben der Hauptbesetzung mit zwei Schauspielern und einem Musiker spielen pro Episode drei bis vier weitere Schauspieler (in durchgehenden Rollen Stefan Ebeling aus Leipzig, Karin Werner aus Potsdam und Tobias Wollschläger aus Berlin) und ein Gastmusiker (Frank Berger) mit. Jede Episode baut zeitlich und inhaltlich aufeinander auf, wird aber dennoch dramaturgisch in sich abgeschlossen sein. So ist für die Zuschauer ein Ein- und Ausstieg in die Theater-Reihe jederzeit möglich.

    Die Schauspieler erschaffen dadurch, dass sie sich lediglich einen dramaturgischen Rahmen vorgeben und alle Texte improvisieren, eine unikate und in ihren Emotionen authentische Aufführung. Sie recherchieren vorher sorgfältig die historischen Ereignisse, um sie im Augenblick des Spiels abrufen zu können.

    Das Theater Adolf Südknecht  macht mit der Aufarbeitung historischer Ereignisse und deren Folgen auf das persönliche Umfeld einer Familie Geschichte sinnlich erfahrbar und schlägt so eine Brücke in die Gegenwart. Zielgruppe ist ein Publikum ab dem jugendlichen Alter.

    Durch die kontinuierliche Arbeit sind inzwischen ein großer inhaltlicher, historischer und künstlerischer Erfahrungsschatz und ein großes Netzwerk an bundesweiten Künstlern entstanden.

    Des Weiteren wird, wie immer in den vergangenen Jahren, jeder Abend aufgezeichnet und zum Abruf auf dem Adolf-Südknecht-Vimeo-Channel kostenlos zum Nachschauen bereitgestellt.

    So hält das Theater Adolf Südknecht  an der bewährten Konzeption des Kneipentheaters fest und entwickelt es in behutsamen Schritten in die Zukunft weiter: „Zeitreisen aus dem Wohnzimmer der Weltgeschichte!“

    Adolf Südknecht  – OSTBESUCH: Alles so schön bunt hier! Die preisgekrönte und längste Historien-Theatergeschichte der Welt

    Datum und Uhrzeit der Premiere:
    Dienstag, 21. Januar 2020, Beginn 20:00 Uhr

    Aufführungs-Ort:
    Horns Erben, Arndtstraße 33, 04275 Leipzig
    www.horns-erben.de

    Karten: Karten zu 15 € und zu 10 € an der Abendkasse.
    Im Vorverkauf über www.culton.de zum pauschalen Einheitspreis von 14,30 €.
    Stammgäste erhalten zu jeder vierten Vorstellung 50 % Rabatt.
    Kartenreservierung und (Karten-) Infos unter www.AdolfSüdknecht.de

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