Artikel aus der Rubrik Theater

Tanners Interview mit Kim Engelhardt von „Uschis Erben“: Nur weil Impro-Theater solch eine Leichtigkeit versprüht …

Sie ist jung, sie ist quirlig und auf der Bühne charmant, auf den Punkt genau witzig und unwahrscheinlich unterhaltsam. Am Samstag wird Kim Engelhardt mit ihren Impro-Theater-Freunden gleich zwei Gigs abliefern: einen in Leipzigs Westen und einen am anderen, jenseitigen Zipfel der Stadt. Volly Tanner traf sie schon kurz davor, um an ihr herumzuquetschen. Weiterlesen

Ein Zeichen setzen: Tanzoffensive für eine Woche im LOFFT

Dass Tanz nicht nur ausdrucksstark ist, sondern auch Inhalte vermitteln kann, weiß der Tanz-Kenner spätestens seit dem Pina-Bausch-Film. Ab dem 5. Mai widmet sich die Leipziger Tanzoffensive im LOFFT brisanten Themen. RAF-Terrorist Andreas Baader feiert seine getanzte Wiederauferstehung, Public Viewing flimmert ganz ohne Fußball und bei freiem Eintritt auf dem Augustusplatz und es gibt eine Kooperation mit "mehrTANZ!". LOFFT-Geschäftsführer Dirk Förster zeigte sich gegenüber L-IZ im Vorfeld gesprächig.
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Kein Geld zu haben, ist das größte Verbrechen: „Mahagonny“ von Brecht und Weills große Oper als Kammerspiel in Leipzig

Plötzlich sind sich alle Einwohner der Stadt Mahagonny einig und fiebern dem herannahenden Hurrikan entgegen. Doch der Wirbelsturm macht einen Bogen um die Stadt Mahagonny! Fortan beginnen alle Freuden neu und ein jeder lebt danach: "Du darfst!" bringt gute Laune und Stimmung für alle und jeden. So lange er seine Rechnungen bezahlen kann. Tierische Instinkte treiben die Menschen um, die sich gerade noch höflich und mit Sie anredeten. Weiterlesen

30. Welttanztag: Leipziger Ballett und seine Gäste tanzen am Sonntag auf dem Augustusplatz

Am Sonntag, 29. April, wird der Augustusplatz ab 10.30 Uhr zur Tanz-Plattform fürs Leipziger Ballett, das man sonst eigentlich nur ganz klassisch auf der Bühne des Opernhauses zu sehen bekommt. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Jung und Ballettdirektor Mario Schröder wird der Augustusplatz an diesem Tag zum Zentrum des Tanzes in Leipzig. Weiterlesen

Comeback mit neuer Regisseurin: „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ an der Oper Leipzig hat am 28. April Premiere

Noch am 4. April musste die Oper Leipzig mitteilen: "Die Oper Leipzig gibt bekannt, dass sie und Tobias Kratzer, Regisseur der Produktion 'Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny' von Kurt Weill, ihre Zusammenarbeit aus künstlerischen Gründen in beiderseitigem Einvernehmen beendet haben.". Aber fest stand auch: "Der Termin der Premiere zur Produktion 'Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny' am 28. April 2012 bleibt davon unberührt." Weiterlesen

Musikalische Komödie: In Leipzigs West-Kultur-End geht der Graf von Monte Christo um

"Tickets schon lange ausverkauft", hieß es im März. "Versuchen sie es bei einem Juni-Termin!" So ist das bei der deutschen Erstaufführung des "Grafen von Monte Christo", nach Alexandre Dumas' Buch, zum Musical gemacht von Frank Wildhorn und Jack Murphy. Dann verkaufte doch noch jemand im Foyer einen übrigen Platz. Auffallend viele Jugendliche kommen in Scharen in die Musikalische Komödie. Von der City aus führen Wegweiser zur "Westkultur" zwischen Theatern, Künstlerateliers und Galerien in Lindenau und Plagwitz.
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Kotzorgie und Kannibalismus: Sebastian Hartmann inszeniert Falladas „Der Trinker“

"Der Trinker" gilt neben "Der Alpdruck" als Hans Falladas persönlichstes Werk. In dem Roman, geschrieben 1944, schildert er mit autobiografischen Zügen, wie die Alkoholsucht den erfolgreichen Geschäftsmann Erwin Sommer in den Ruin treibt. Am Ende findet sich der Protagonist in einer geschlossenen Trinkerheilanstalt wieder, wo er sich schleichend das Leben nimmt, indem er die Auswürfe seiner tuberkulösen Mitpatienten schlürft. Sebastian Hartmann adaptierte den Roman zur Buchmesse für die Bühne. Eine gescheiterte Provokation.
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Was ist das Geheimnis? – „Tod eines Handlungsreisenden“ premiert am Theater der Jungen Welt

Viel benötigt Regisseur Jürgen Zielinski nicht, um das Lebensumfeld einer allenfalls durchschnittlichen Familie im Amerika der Vierziger Jahre darzustellen. Ein Baugerüst als Haus, ein Auto, ein Kühlschrank, ein Blumenbeet und ein Zaun. Die Familie ist in der Gesellschaft und ihren Werten eingesperrt. Am 1. März war Premiere des Arthur-Miller-Stücks "Tod eines Handlungsreisenden" am Theater der Jungen Welt in Leipzig.
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Nosferatu: Der Meister kommt ins Neue Schauspiel Leipzig

Friedrich Wilhelm Murnau schuf 1922 mit seinem schaurig-schönen Stummfilmklassiker "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" nicht nur einen der größten Kultfilme der Kinogeschichte, sondern mit seiner Titelfigur zugleich quasi den Prototypen des Grusel-Genres. Das Neue Schauspiel in Leipzig setzte im Februar mit seiner Leipzig-Premiere von "Nosferatu" nach. Die Bühnenfassung des Stummfilmklassikers von Markus Czygan findet im März seine Fortsetzung.
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Surreale Groteske: Georg Kaisers „Von morgens bis mitternachts“ im Centraltheater

Georg Kaiser prägte das Stationendrama wie kein Zweiter. Die meisten seiner 60 Stücke sind längst in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht. Denn viele Texte des Expressionisten, der 1945 im Schweizer Exil starb, sind heute aktueller denn je. Centraltheater-Debütantin Christiane Pohle wagte sich an sein 1920 verfilmtes Frühwerk "Von morgens bis mitternachts" von 1912. Mit Erfolg.
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Aktiver passiver Widerstand: Johannes Kirchbergs neues Programm „Ich dagegen bin dafür!“ premiert im Kabarett Sanfwut

Sonntagabend in Deutschland. Belanglosigkeiten im TV und Kindergeschrei aus der Nachbarwohnung. Oder ein Besuch im Johannes Kirchbergs ganz privaten Kosmos, den Tom Reichel ihm in den Mund schrieb? Dann lieber Johannes. "Ich dagegen bin dafür" heißt sein neues Programm. Das Kabarett Sanftwut in der Mädlerpassage ist wunderbar ausverkauft.
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