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Langfinger in Leipzig: Was kann man tun gegen Einbrüche?

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    Einbrüche in Geschäfte, Büros, Wohnungen. Es vergeht kein Tag in Leipzig, an dem die Polizei solche Vorgänge nicht melden muss. Aber nicht nur die Polizei hat mit diesen Dingen zu tun. Auch der Schlüsseldienst bekommt zu tun. Doch selbst einem Profi wie Mike Weber, der in Leipzig einen Schlüsseldienst betreibt, wird es manchmal zu viel. Denn er erlebt natürlich mit, wie heftig so ein Vorfall auch ins Privatleben seiner Kunden einbricht.

    „In einem Mehrfamilienhaus in Leipzig Schleußig wurde innerhalb eines Monats vier Mal eingebrochen“, erzählt er, „ein Mal im Keller und drei Mal in einer Wohnung. „Die Hausbewohner sind jetzt natürlich unruhig. Eine Studentin, die im Haus wohnt und ebenfalls betroffen ist, sagt: Ich habe Angst, ich suche mir eine andere Wohnung.“

    Was zuweilen leichter gesagt ist als getan. Denn nicht nur in Schleußig sind ja die Einbrecher unterwegs. Und das Problem nimmt auch nicht ab. Im Gegenteil. Mit 69.000 Straftaten verzeichnete Leipzig im vergangenen Jahr einen neuen Spitzenwert. Seit 2009, als die Zahl nach Jahren endlich unter die 60.000er-Marke gedrückt war (58.104), stieg die Zahl der registrierten Straftaten um über 20 Prozent. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Aber ein wesentlicher Grund ist die zunehmende Zahl von Beschaffungsdelikten. Das hat auch mit dem verstärkten Druck auf die Drogenszene und den steigenden Preisen für die verfügbaren Drogen in Leipzig zu tun. Aber auch mit einer deutlich gesunkenen Polizeipräsenz.

    Dabei nutzen die Einbrecher natürlich jede Gelegenheit, wo sie möglichst leicht in Häuser und Wohnungen eindringen können. Manche Zeitgenossen sind leider nach wie vor nachlässig, lassen Haustüren unversperrt oder Leute ins Haus, die dort nichts zu suchen haben. So sieht es auch Mike Weber: „Wir empfehlen, immer die Hauseingangstür ab 20 Uhr zu verschließen.“ Und nicht nur das: Viele Leipziger Wohnungen in Gründerzeitvierteln haben noch schöne Flügeltüren. Doch die haben einen Nachteil: Sie lassen sich, wenn man den Dreh raus hat, von außen leicht aufdrücken.

    Diese Flügeltüren sind bei Einbrechern besonders beliebt, stellt Mike Weber fest und empfiehlt, was auch die Leipziger Polizei seit Jahren empfiehlt: Man muss die Feststellriegel oben und unten fixieren – mit einer Schraube oder einem dünnen Blech. Des weiteren kann man zur Sicherheit Zusatzschlösser und Fenstergitter installieren.
    Was Leipzigs Polizei zur Sicherung gegen Einbrecher empfiehlt:

    – Haus- und Nebeneingangstüren sollten stets geschlossen sein!

    – Soweit Sie fremde Personen ins Haus lassen (Zeitungszusteller etc.), vergewissern Sie sich über die Richtigkeit des Einlassbegehrens!

    – Schließen Sie die Wohnungstüren ab und verriegeln Sie Fenster und Balkontüren (auch bei kurzer Abwesenheit)!

    – Überprüfen Sie Ihre bisherigen Sicherungsmaßnahmen an Ihrer Wohnungstür – guter Einbruchschutz minimiert das Risiko!

    – Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, bei längerer Abwesenheit nach dem Rechten zu sehen (z. B. Briefkasten leeren)!

    Die Leipziger Polizei bietet eine kostenlose Beratung auch vor Ort an. Die Polizeiliche Beratungsstelle erreicht man per Tel. (0341) 9604951 oder unter www.polizei-beratung.de

    Tipps der Leipziger Polizei gegen Einbruch: www.polizei.sachsen.de/de/16429.htm

    Schlüsseldienst Leipzig: www.schlossdienst-sachsen.de

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