In der Merseburger Straße stieß ein Radfahrer mit einem 6-Jährigen zusammen +++ Auf der Karl-Liebknecht-Straße wurde ein Radfahrer von einem Pkw erfasst, welcher in Anschluss einfach weiterfuhr +++ In der Gießerstraße kam es zu einer Messerattacke auf einen Polizisten +++ Ermittlungserfolg zu den "Umarmungstätern".

Zeugenaufruf: Kind von Radler umgefahren

Am Mittwochnachmittag, gegen 17:15 Uhr, ereignete sich in Altlindenau ein Unfall, bei dem ein 6-jähriger Junge angefahren wurde. Der Junge befand sich in einer Gruppe von Erwachsenen und anderen Kindern auf dem linken Fußweg der Merseburger Straße in stadtauswärtiger Richtung. In Höhe der Einmündung der Queckstraße kam der Gruppe plötzlich ein Radfahrer in sehr hohem Tempo entgegen.

Offensichtlich konnte der Radfahrer nicht mehr bremsen und stieß mit dem 6-Jährigen zusammen. Der Junge fiel nach hinten und stieß hart mit dem Hinterkopf auf dem Asphalt auf. Der Radfahrer stürzte ebenfalls, schien jedoch weitestgehend unverletzt zu sein. Während die Mutter mit dem Kind im Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht wurde, setzte der Fahrradfahrer seine Fahrt fort, ohne seine Personalien bekanntgemacht zu haben.

Über den Radfahrer wird gesagt, er habe eine deutliche “Alkoholfahne” besessen und kann wie folgt beschrieben werden:

– rote, kleingelockte Haare
– schmales Gesicht
– schwarzes Basecap
– schwarzes Fahrrad MTB mit breiten Reifen

Einer der Erwachsenen hatte den Radfahrer wohl noch in ein Gespräch verwickelt, in dem er angab, in einer Stahlbaufirma zu arbeiten. Weiteres ist zu ihm nicht bekannt.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Radfahrer kennen oder zusätzlich Hinweise zum Unfallhergang machen können. Diese werden gebeten, sich an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2847 zu wenden.

Zeugenaufruf: Radler angefahren und abgehauen

Am Mittwochabend, gegen 21:30 Uhr, ereignete sich auf der Karl-Liebknecht-Straße ein Verkehrsunfall mit anschließender Fahrerflucht. Hier hatte sich ein Fahrradfahrer (24) auf der Straße in stadtauswärtiger Richtung befunden, als er von hinten von einem Pkw angefahren wurde. Er gab an, vermutlich vom Seitenspiegel erfasst worden zu sein.

In der weiteren Folge wurde der 24-Jährige über den A-Holm des Fahrzeuges auf die Frontscheibe geschleudert, wo er mit dem Kopf aufschlug. Er flog dann noch wenige Meter durch die Luft, bis er auf die Fahrbahn stürzte. Der Fahrer des Pkws indes blieb nicht stehen, nein, er gab sogar verstärkt Gas und fuhr davon. Das Kennzeichen des Pkws wurde leider nicht erkannt. Einzig bekannt ist, dass es sich hierbei um einen silbernen Wagen gehandelt hatte.

Laut Zeugenaussagen befand sich hinter dem verursachenden Pkw das Fahrzeug eines Pizzalieferanten. Dieser hielt zuerst an und versicherte, zurückzukommen, was er jedoch nicht tat.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu dem silbernen Pkw und dessen Fahrer geben können. Weiterhin wird der Fahrer des Pizzaservices gebeten, sich bei der VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, oder unter der Telefonnummer (0341) 255 – 2847, zu melden.

20-Jähriger ausgeraubt

Der junge Mann hatte vor, sich Zigaretten an einer Tankstelle zu kaufen. Er begab sich daher durch den Lene-Voigt-Park (Köbisstraße). Hier überholte ihn eine männliche Person, stellte sich vor ihm auf und forderte unter Vorhalt eines Messers das Handy und die Geldbörse. Beides gab der 20-Jährige heraus und der unbekannte Täter flüchtete damit. Der junge Mann wurde nicht verletzt.

Zur Personenbeschreibung konnte er folgende Angaben machen:

– ca. 25 – 30 Jahre
– ca. 185 – 190 cm groß
– schlank
– sehr blase Haut
– pickliges Gesicht
– ganz kurze Stoppelhaare
– schlechte Zähne
– runder silberfarbener Ohrring am linken Ohr
– großes Muttermal im rechten oder linken Schläfenbereich
– ausgeprägte Wangenknochen
– ausländischer Akzent
– grüngelbe Nike-Joggingjacke
– dunkle Jeans
– Nike-Shox-Schuhe

Der Stehlschaden beläuft sich auf ca. 800 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Handy geraubt

Ein 42-Jähriger befand sich in den frühen Morgenstunden, gegen 1:00 Uhr, zu Fuß auf der Hermann-Liebmann-Straße und hielt dabei sein Handy in der Hand, als ihm ein junger Mann entgegen trat und nach einer Zigarette fragte. Der 42-Jährige verneinte jene Frage und im selben Moment entriss ihm der Fremde das Handy im Wert von 200 Euro. Der Täter flüchtete, wurde jedoch noch vom Geschädigten verfolgt. Dieser stürzte allerdings und verletzte sich leicht am Knie – der Räuber indes floh. Über den Fremden ist bisher nur bekannt, dass er um die 20 Jahre alt sein muss. Eine Personenbeschreibung liegt der Polizei bisher nicht vor.

Polizist mit Messer attackiert

Bis in die frühen Morgenstunden des heutigen Tages spielten in der Gießerstraße drei junge Frauen (17, 22 und 23) mit dem Lebensgefährten (24) der 22-Jährigen ein Gesellschaftsspiel und tranken Alkohol. Nachdem die jüngste Teilnehmerin gegen 04:00 Uhr gegangen war, verhielt sich der 24-Jährige gegenüber den beiden verbliebenen Frauen derart aufdringlich, dass sie sich im Badezimmer einschlossen. Aus ihrer Zuflucht heraus vernahmen sie kurz darauf, wie der junge Mann den Glaseinsatz der Küchentür zerschlug. Trotz ihrer Angst vor weiteren Aggressionsausbrüchen verließen die Frauen das Badezimmer, informierten jedoch vorsichtshalber das Rettungswesen und die Polizei. Dies missfiel dem Anlassgeber, welcher sich daraufhin mit mehreren Messern bewaffnete, die er aber ausdrücklich “nur” gegenüber den Polizisten anwenden wollte.

Als die Beamten eintrafen, stand die 22-Jährige in der geöffneten Wohnungstür und wollte erst noch einmal ihren Freund beschwichtigen. Doch im Wissen um den Bewaffneten, der bereits zuvor irrational reagiert hatte und im Wissen um zwei in der Wohnung befindliche Kinder, entschlossen sich die Beamten zum Handeln. Der Versuch, den Mann zu beruhigen und zum Weglegen des in der Hand gehaltenen Küchenmessers (Klingenlänge etwa 15 cm) zu bewegen, scheiterte.

Im Bereich der Wohnungstür sah sich ein Streifenbeamter in der Lage, den 24-Jährigen zu umklammern und an der weiteren Bewegung zu hindern. Allerdings gelang es dem Mann, den Arm zu erheben und eine Stichbewegung gegen den Hals/Nacken des Polizisten zu vollführen. Nur weil sein Kollege geistesgegenwärtig eingriff, konnte ein folgenschwerer Stich verhindert werden. Allerdings zog sich der Polizist eine Schnittverletzung an der Hand zu.

Der deutlich alkoholisierte Angreifer (2,18 Promille Atemalkohol) konnte anschließend überwältigt und mit Handfesseln fixiert werden. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen versuchten Totschlag aufgenommen.

“Umarmungstäter” ermittelt

Mehrfach kam es in den letzten Wochen und Monaten im Stadtgebiet Leipzig zu Übergriffen einer unbekannten Tätergruppierung, die ihre Opfer umarmten oder von hinten umklammerten. Nach umfangreichen Ermittlungen des Raubkommissariates der Polizeidirektion Leipzig konnten in den letzten Wochen vier Täter identifiziert und festgenommen werden.

Am 28. Mai 2014 wurden zwei Marokkaner (24 und 37) in Haft genommen. Diese beiden hatten am 27. April 2014 einem 21-Jährigen das Handy entrissen, während einer von beiden ihn von hinten umklammerte. Als der Geschädigte sein Handy später von einem dritten Täter – ebenfalls Marokkaner – zurückforderte, wurde er mit Faustschlägen traktiert. Jene Person (18) wurde bereits am 25. Mai 2014 inhaftiert.

In einem weiteren Verfahren mit dem bereits beschriebenen Modus Operandi wurde am 9. März 2014 einem 33-Jährigen das Handy und sein Portemonnaie geraubt, nachdem dieser ein Lokal in der Universitätsstraße verlassen hatte. Drei Täter hatten ihn überfallen: Einer umklammerte ihn von hinten, sodass er ins Gebüsch gezogen werden konnte, während die anderen beiden seine Taschen durchsuchten. Die Festnahme eines dieser Täter, eines 24-Jähriger Libyers, erfolgte bereits am 25. April 2014.

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