Leipziger Stadtbad: Bekanntheitsgrad 92 Prozent – Spender und Unterstützer dringend gesucht

Das Leipziger Stadtbad erfreut sich gestiegener Bekanntheit, allerdings ist die Spendenbereitschaft in den letzten Jahren gesunken. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie der FGM Forschungsgruppe Medien GmbH Leipzig im Auftrag der Förderstiftung Leipziger Stadtbad, die am 11. Februar vorgestellt wurde.
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Die repräsentative Befragung von 500 Leipzigern ergab, dass 92 Prozent der Leipziger das Stadtbad kennen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als vor knapp sechs Jahren. 2005 hatte eine Erhebung noch 89 Prozent Bekanntheit für das ehemalige Leipziger Wahrzeichen gezeigt. Besonders hohe Wertschätzung erfährt das Stadtbad bei Frauen und älteren Menschen. Aber auch unter den Jüngeren ist der Bekanntheitsgrad gestiegen, weil das denkmalgeschützte Gebäude seit 2008 mehr als 300 Mal als Veranstaltungsort genutzt wurde – für historische Stadtbadführungen, Lesungen, Firmenveranstaltungen bis hin zu Privatpartys.

Dirk Thärichen, Vorstandsvorsitzender der Förderstiftung, freut sich darüber natürlich: „Mit den Aktivitäten seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2006 ist es uns offenbar gelungen, das Wissen um das Schicksal des Stadtbades in der Bevölkerung wach zu halten.“ Trotzdem sei es wichtig, der sinkenden Spendenbereitschaft entgegenzuwirken. „Wir bitten alle Leipzigerinnen und Leipziger, sich weiter zu engagieren. Das Stadtbad kann nur mit bürgerschaftlichem Engagement wieder aufgebaut werden.“
Für die FGM Forschungsgruppe Medien war es ein eigener Beitrag zur Unterstützung des Stadtbad-Projektes. Sie gehört seit Kurzem zu den etwa 70 Unterstützern des Stadtbades. „Wir möchten ein Stück dazu beitragen, dass das Leipziger Stadtbad zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2016 wiedereröffnet werden kann“, erklärt Markus Adomeit, FGM-Geschäftsführer. Deshalb engagiere sich das Unternehmen als „Badefreund“ im Partnerprogramm der Förderstiftung und hat die Studie als weitere Sponsoring-Leistung unentgeltlich erstellt.

Höhepunkt des Jahres 2011 soll die Eröffnung der Männerschwimmhalle als einmaliger Veranstaltungsort im September werden. „Damit bekommen die Stadt, Unternehmen oder Verbände einen attraktiven Raum für ihre Großveranstaltungen“, meint Stiftungschef Dirk Thärichen. Allerdings seien dafür noch Partner notwendig, die mit Abriss-, Gerüst-, Elektro- und Fußbodenlegearbeiten das Projekt unterstützen können.Ein erstes Unternehmen hat hier bereits seine Hilfe zugesagt: Die Firma Stiemer-Gebäudemanagement GmbH wird mit einem Leistungsumfang von rund 5.000 Euro die Installation der WC-Anlagen, Waschbecken, Wasserleitungen und ähnlichem übernehmen. „Als Leipziger Firma liegt uns das Engagement sehr am Herzen, gerade weil wir beim Thema ?Wasser? voll in unserem Element sind“, sagt Geschäftsführer Jörg W. Stiemer.

Die Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich noch bis Mai. Nach der energetischen Dachsanierung und der Wiedererrichtung des Turmes laufen derzeit abschließende Bauarbeiten im Gebäude. Am Turm konnten trotz der komplizierten Witterungsverhältnisse die ersten Verblechungsarbeiten stattfinden. „Seit Februar 2010 hat die Stadt als Eigentümerin etwa 1,8 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II und dem städtischen Haushalt verbaut. Damit ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Wiedereröffnung 2016 getan“, resümiert der Vorstandsvorsitzende Dirk Thärichen

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