Nutzungskonzept fürs Stadtbad: Stadt Leipzig beauftragt Bäderspezialisten aus Baden-Baden

Ein bisschen spät kommt die Meldung. Das Wirtschaftsdezernat hat sie am Dienstag, 21. Juni, ausgegeben: Ein Auftrag des Stadtrates aus dem Dezember 2009 ist im Januar umgesetzt worden. Damals erteilte die Ratsversammlung der Verwaltung den Auftrag, ein Beratungsunternehmen mit der Erstellung eines umfassenden Nutzungskonzeptes für das Stadtbad zu beauftragen.
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Im Ergebnis der hierzu durchgeführten Ausschreibung hatte die Stadtverwaltung Anfang 2011 die Firma Kannewischer mit der Erstellung dieses Nutzungskonzeptes beauftragt. Die Firma Kannewischer, 1972 in der Schweiz gegründet, ist seit 1978 auch in Deutschland heimisch und betreibt seit 1994 die Caracalla Therme und das Friedrichsbad in Baden-Baden. In den vergangenen Jahren kamen unter anderem die KissSalis Therme in Bad Kissingen, die Spreewald Therme in Burg sowie die VitaSol Therme in Bad Salzuflen dazu.

Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht: „Ich freue mich, dass wir mit der Kannewischer Gruppe ein Unternehmen gefunden haben, das als Familienunternehmen seit 35 Jahren über große Erfahrungen bei der Beratung, Planung und dem Betrieb von Freizeit- und Hallenbädern verfügt.“Eine erste Beratung der Projektgruppe unter Leitung des Liegenschaftsamtes habe bereits stattgefunden, teilt das Wirtschaftsdezernat mit. Dabei habe man die Erarbeitung des Nutzungskonzeptes auf den Weg gebracht. Ziel sei es, einen ersten Entwurf des Nutzungskonzeptes Ende August vorzulegen. Im Herbst 2011 soll das fertige Nutzungskonzept dann im Grundstücksverkehrsausschuss beraten werden.

Die Förderstiftung Leipziger Stadtbad will das 1916 eröffnete Stadtbad bis 2016 wieder für den öffentlichen Betrieb herrichten. 18 Millionen Euro kostet die Sanierung insgesamt. Insbesondere der energetische Teil der Sanierung konnte mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II schon bewältigt werden. Mit der Nutzungskonzeption soll ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept zum Betrieb des Stadtbades entwickelt werden. Ein erstes Nutzungskonzept hatte die Förderstiftung noch selbst auf die Beine gestellt, um überhaupt die Chancen einer Revitalisierung des Hauses ausloten zu können.

„Leider konnte der Auftrag zur Erstellung eines umfassenden Nutzungskonzeptes nicht von der Förderstiftung selbst realisiert werden“, heißt es in einer Beschlussvorlage der Stadt aus dem Jahr 2009. „Zur Umsetzung fehlten finanzielle Mittel, die für die Gewinnung von fachkundigen Kooperationspartnern aus der Wirtschaft notwendig gewesen wären. Die Förderstiftung kann als unselbständige Stiftung diese Gelder nicht aus dem Stiftungsstock erbringen bzw. reichen die Einnahmen aus Veranstaltungen hierfür nicht aus. Es liegt somit bei der Stadt, in Ihrer Eigentümerfunktion die Auftraggeberrolle für ein Nutzungskonzept zu übernehmen und die finanziellen Konsequenzen hierfür zu tragen.“


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