Auftakt mit Gesang: Thomana-Festjahr startet schon am Reformationstag

Man sollte die Feste nicht nur feiern, wie sie fallen - man kann auch gar nicht früh genug damit anfangen. Und so beginnt in Leipzig das Jahr 2012 schon am Montag, 31. Oktober, mit der Reformationsmotette in der Thomaskirche. Es singt der Thomanerchor. Es dirigiert Thomaskantor Georg Christoph Biller. An der Orgel sitzt Thomasorganist Ullrich Böhme. Denn 2012 geht's um 800 Jahre Musik.
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Das ist auch der Grund dafür, dass das Jahr 2012 innerhalb der Lutherdekade der Musik gewidmet ist. Am 31. Oktober wird es in der Leipziger Thomaskirche mit der Reformationsmotette feierlich eröffnet. Natürlich gehört Johann Sebastian Bach zu den großen Komponisten der reformierten Kirche. Er ist der Größte und gehört doch allen, wie Thomaskantor Georg Christoph Biller am sonnigen Morgen des 28. Oktober betont.

Da haben die Organisatoren des Festjahres „800 Jahre Thomana“ in den Sommersaal des Bosehauses eingeladen. Das Grundgerüst steht für das einmalige Jubiläumsjahr, in dem in Leipzig gleich vier Institutionen feiern. Alle vier haben ihren Ursprung in einer Gründungsurkunde von Kaiser Otto IV. vom 20. März 2012: die Thomaskirche, der Thomanerchor, die Thomasschule und das Krankenhaus St. Georg.

Und 800 Jahre sind ein Jubiläum, das hat Klang. Das wird – wenn alle Pläne von Oberbürgermeister Burkhard Jung aufgehen – 2012 für tüchtig Aufmerksamkeit sorgen für Leipzig. Vielleicht werden auch ein paar Aktivisten früherer Stunden froh darüber sein, dass Leipzig die Olympischen Spiele 2012 nicht bekommen hat. Das 800-Jahre-Jubiläum wäre von diesem Einmal-Ereignis völlig übertönt worden.

480.000 Euro hat der Leipziger Stadtrat für die Festivitäten im Jahr 2012 bewilligt. Das ist für eine Stadt wie Leipzig viel Geld – und sollte doch als Marketing-Einsatz gut angelegt sein. Auch wenn das Jubiläum 2012 nur eines ist in einer nun ganzen Reihe von Jubiläum, die Musik in Leipzig gefeiert haben. Burkhard Jung hat die Daten alle noch im Kopf – 2009 der 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy, 2010 das große Fest für Robert Schumann, 2011 das Mahler-Fest.Dass 800 Jahre Tradition noch eine ganz andere Dimension sind, ist klar. Peter Matzke, Organisator des Festprogramms, hat 250 Veranstaltungen gesammelt, die sich alle dem Jubiläum widmen. In den nächsten Tagen werden sie der Öffentlichkeit als 150-Seiten-Buch zugänglich gemacht. Die kopierfleißige Presse bekam das Festpaket am Donnerstag schon auf einem hübschen USB-Stick serviert. Damit sie eine Ahnung davon bekommen, was da im nächsten Jahr alles los sein wird. Und was drin steckt in diesem Quartett.

Denn nicht jeder kennt die Geschichte des Thomanerchores, der Kirche, der Schule und des Krankenhauses. Eine Einheit, die erst fassbar wird, wenn man zurückreist ins 13. Jahrhundert und die vielen Aufgaben sieht, die ein Klosterstift damals übernahm. Entsprechende Texte und ein Interview mit Georg Christoph Biller leiten das Programm-Buch ein. Und danach kann sich jeder aussuchen, wohin es ihn zieht – in die Vortragsreihe zu 800 Jahre Thomana? In den Film „Die Thomaner“, der am 16. Februar in die Kinos kommt und den Zuschauern jenen „Blick nach drinnen“ gibt, den man für gewöhnlich nicht bekommt, auch nicht, wenn man die Konzerte des städtischen Knabenchores in der Thomaskirche erlebt?Der Thomanerchor eröffnet auch den Festreigen – seine Festwoche findet vom 19. bis 25. März statt. Mit dem Höhepunkt am 20. März: Dann wird der Campus forum thomanum im Bachviertel offiziell eingeweiht. „Obwohl er längst da ist“, sagt Thomaspfarrer Christian Wolff. Und obwohl er auch noch nicht fertig ist. Das Alumnat wird noch umgebaut. Die Kita gibt es schon, auch die Villa Thomana. Aber warum den Tag nicht nutzen, bei dem sich Kaiser Otto IV. wahrscheinlich gar nicht viel dachte – Klöster wurden seinerzeit fast jede Woche irgendwo im Land gegründet. Manche Adligen suchten damit ihr Seelenheil, eine Grabpflege oder eine stilvolle Unterbringung für ihre Töchter – andere, wie Markgraf Dietrich – machten damit Machtpolitik. Mit der Stiftung des Augustinerchorherrenstifts wollte er die Entscheidung herbeizwingen, dass Leipzig ihm botmäßig blieb und die Gedankenspiele der Bürger endeten, die Handelsstadt zu einer Freien Stadt wie Frankfurt zu machen.

Das klappte nicht im ersten Anlauf. Heute sind die Leipziger stolz. Zumindest auf den Knabenchor. Die Kirche lieben sie – und manche fühlen sich hier geborgen: Die Thomas-Matthäi-Kirchgemeinde ist nicht nur die größte in Leipzig, sie ist auch die jüngste. Und Christian Wolff schwärmt: 40 Prozent der Einwohner in seinem Kirchbezirk sind evangelisch. „Das ist für ostdeutsche Verhältnisse außerordentlich“, sagt er.

Natürlich wird der große Festakt zum 800-Jährigen am 20. März 2012 in der Thomaskirche gefeiert. „Nur für geladene Gäste“, steht im Programm. Der Bundespräsident Christian Wulff hat sein Kommen zugesagt und es ist absehbar, dass das Gotteshaus, das die Augustinerchorherren ab 2012 an Stelle der alten städtischen Basilika bauten, gerade so ausreichen wird für die Geladenen.Peter Matzke und sein Organisationsteam hätten zum Fest gern auch ein richtig großes, offenes Ereignis auf die Füße gestellt: In der Arena sollte der Thomanerchor gemeinsam mit Leipziger Rock- und Pop-Musikern ein modernes Konzert geben, zu dem auch all jene geströmt wären, die sonst eher nicht in klassische Konzerte gehen. Aber die zusätzlichen Proben waren im engen Probenkalender der Thomaner gar nicht darstellbar. „Und wer weiß, was Veranstaltungen allein vom Aufwand her in der Arena kosten, der weiß auch, dass wir uns den Traum vom freien Eintritt abschminken konnten. Wir hätten Tickets verkaufen müssen – nicht unter 30 Euro. Ein barrierefreies Angebot sieht anders aus“, sagt Peter Matzke.

Also nahm man von diesem Projekt schweren Herzens Abschied und lädt die Leipziger am 21. März lieber zu einem Bürgerfest ins Neue Rathaus. Wer will, kann ja auch am 20. März feiern – denn nach dem Festakt in der Thomaskirche wird ein großer Festumzug von der Thomaskirche zum forum thomanum marschieren. Und auch da gibt es dann ein Bürgerfest.

Die Thomaskirche selbst feiert ihre Festwoche im Oktober und November rund ums Reformationsfest. Die Thomasschule wird im September feiern. Dazwischen fallen ja all die anderen geplanten Höhepunkte – das Bachfest im Juni und die Festmusiken, deren erste zu Epiphanias am 6. Januar zu hören sein sollte – Sofia Gubaidulina war eingeladen worden, die Festmusik zu komponieren. „Doch das klappt leider nicht“, sagt Georg Christoph Biller. „Dafür haben wir Christoph Penderecki gewinnen können.“ Der kann natürlich auch nicht aus der Jackentasche komponieren – seine Komposition wird ein Jahr später, zu Epiphanias 2013 zu hören sein. Womit sich das Festjahr nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten verlängert. Ganz offiziell reicht es jetzt vom 31. Oktober 2011 bis zum 6. Januar 2013.Für Süßmäuler, die es unter Musikliebhabern ja auch gibt, ist es längst im Gang. Denn schon seit Ende September gibt es im Thomasshop die Jubiläumspraline 2012. – In Zusammenarbeit mit der Goethe-Schokoladentaler Manufaktur entstanden hochfeine, in Handarbeit hergestellte Schokotrüffel mit Zartbitterüberzug. Jede Praline wird von Hand mit dem Netzgewölbe des offiziellen Thomana-Logos verziert. Die drei Säulen stehen zum einen für die drei Institutionen, die nächstes Jahr ihr 800-jähriges Jubiläum feiern – Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule, zum anderen symbolisieren sie die Trias von Glauben-Singen-Lernen. Die Pralinen sind in einzeln oder in hochwertigen 2er und 3er Verpackungen ab 1,90 Euro erhältlich.

Glauben-Singen-Lernen – das steht scheinbar erst einmal nur für Kirche, Chor und Schule. Aber gerade Thomaspfarrer Christoph Wolff weist immer wieder gern darauf hin, dass das auch die Trias der Lutherischen Reformation ist. Die Sache mit der Bildung hatte ja damals Luthers Freund Philipp Melanchthon übernommen. Und der hatte in seinem ersten Curriculum für eine deutsche Schule auch festgestellt, dass die Musik Grundlage aller Bildung ist. „Ganz ohne Hirnforschung“, so Wolff.

Und der Glauben gehört ursächlich auch zu dem, was eine lebendige Gesellschaft heute ausmacht. Denn wie bekommen Menschen eine Orientierung in einer Welt, die Mancher zu recht als chaotisch empfindet? – Das wird Thema in einem Kongress, der im November 2012 unter dem Thema „Kirche und Gesellschaft“ stattfindet – und zugesagt haben jetzt schon Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière und die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft. Der Kongress schließt auch die Kinderbibeltage „Steine ins Rollen“ bringen, die auf den emsigen Steinklau der Leipziger anspielt, die 1212 den Bau der neuen Kirche sabotierten.

„Acht Bücher zum Jubiläum“, sind bei uns angekündigt, erzählt Peter Matzke. Sechs große Ausstellungen sind in Vorbereitung – darunter „Cantate!“, eine Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum, die der Frreistaat mit 290.000 Euro unterstützt. Das liebe Geld treibt die Organisatoren des Festreigens auch jetzt noch um. Denn die von Stadt und Freistaat bereitgestellten Gelder reichen nicht für alles, was geplant ist. 200.000 Euro wurden bislang von privaten Geldgebern eingeworben. „80 Prozent freilich von außerhalb“, sagt Christian Wolff. „Da fehlt uns noch ein bisschen Unterstützung durch die heimische Wirtschaft.“

Er ist trotzdem zuversichtlich, dass das Geld noch zusammen kommt.

Und nicht nur der Thomasshop hat das Festjahr längst eingeläutet. Der Thomanerchor hat’s auch getan – er hat die ersten Konzerte für eine zehnteilige CD-Serie eingesungen, die sich ganz dem „Kirchenjahr mit Johann Sebastian Bach“ widmet. Die ersten beiden CDs liegen vor. Die letzten werden 2014 erscheinen.

Aber dazu gibt’s morgen mehr an dieser Stelle.

www.thomana2012.de


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