Zwei Wettbewerbssieger für Leipzigs neue Propsteikirche: Kardinalrot für drinnen und die komplette Bibel fürs Fenster

Es sieht ganz so aus, als würde die künftige neue Propsteikirche am Martin-Luther-Ring ein neuer Pilgerort - nicht nur für Gläubige, auch für all jene, die sich für moderne Kirchenbauten interessieren. Werden ja nicht mehr so viele gebaut in Deutschland. Am Samstag, 7. Januar, entschied nun die Jury, wer die wichtigsten Raumelemente der neuen Kirche gestalten darf: Jorge Pardo aus Los Angeles.
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Wie der Architekturwettbewerb für die neue Kirche gegenüber dem Neuen Rathaus wurden auch die beiden Wettbewerbe für die liturgischen Orte in der Kirche und das Glasfenster zum Martin-Luther-Ring international ausgeschrieben. „Man muss auch abgeben können“, sagt Ansgar Schulz, einer der beiden Brüder, die als schulz & schulz den Architekturwettbewerb für die neue Kirche gewonnen hatten, die das vor 30 Jahren errichtete Kirchgebäude an der Emil-Fuchs-Straße ersetzen soll. Dieses zeigt – da auf sumpfigem Grund errichtet – mittlerweile deutliche Mauerrisse. Ein neues Zuhause für die Propsteigemeinde St. Trinitatis muss her.

Der Neubau sorgt mittlerweile deutschlandweit für Furore. Christen im ganzen Land sammeln und spenden für den Neubau, der im Grunde eine über 60 Jahre alte Wunde schließt. Im Bombenhagel des 2. Weltkrieges wurde auch das Schiff der Propsteikirche St. Trinitatis in der Westvorstadt zerstört. Wie bei der Johanniskirche auf der anderen Seite des Stadtzentrums blieb der Turm stehen. Bis 1954 trugen sich Gemeinde und Stadt sogar mit einem Wiederaufbau der Kirche.Doch 1954 wurde dann auch der Turm gesprengt. Im Rahmen der „sozialistischen Umgestaltung“ der Stadt wurde die Gemeinde ganz aus dem Zentrum der Stadt verdrängt, bekam als Ausweichstandort in den 1980er Jahren das sumpfige (Bau-)Grundstück am Rosental, das in seiner Fertigteilbauweise durchaus für heftige Diskussionen innerhalb der Gemeinde sorgte, wie sich Dr. Renate Richter erinnert, heute Vertreterin des Kirchbaufördervereins der Gemeinde.

Am Sonntag, 8. Januar, gab es wieder Diskussionen. Doch das war zu erwarten. Nach dem Gottesdienst durften die Mitglieder der Gemeinde als erste die Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen für das künftige Glasfenster der neuen Kirche und die liturgischen Orte im Kircheninneren sehen. Bestaunen, bewundern, kritisch beäugen. Das war sogar erwünscht. Auch wenn seit Samstag, 7. Januar, nun beide Preisträger feststehen.Der erste steht sogar schon seit Oktober fest. Doch weil die Jury gern für beide Wettbewerbsteile die Sieger benennen wollte, hielt sie den Namen des Siegers im Wettbewerb um das neue Glasfenster bis zum 8. Januar unter Verschluss. Das Fenster ist – anders als in traditionellen Kirchen – kein schlankes Chorfenster, durch das das Sonnenlicht von oben her auf den Altar fällt. Ansgar und Benedikt Schulz haben sich den dreieckigen Zuschnitt des Baugeländes zunutze gemacht und auch für den Kirchenraum eine neue Form gefunden, die eher einem griechischen Theatrium ähnelt als der klassischen Strenge eines Kirchenschiffes. Das Fenster wird dabei ebenerdig die Front zum Martin-Luther-Ring abschließen.

„Da haben wir dann die Finger von gelassen und die architektonische Frage einmal offen gelassen“, sagt Ansgar Schulz. Und fügt hinzu: im Vertrauen darauf, dass andere Handschriften an dieser Stelle durchaus eine Bereicherung des Ganzen sein könnten. Diffizil genug war die Aufgabenstellung, denn das Fenster soll ja sowohl Licht herein lassen als auch den Raum abschirmen, soll aber auch nicht trennen. Schon bei der Jurysitzung im Oktober überzeugte deshalb die Lösung des 1974 geborenen Leipziger Künstlers Falk Haberkorn.Er will auf das 22 Meter lange und etwa 3 Meter hohe ebenerdige Kirchenfenster ganzflächig die gesamte Heilige Schrift in drei sich überlagernden Schichten aufbringen. Eine Schicht das Alte Testament, eine das Neue und – zum Gemeinderaum hin immer sichtbar die Worte aus dem Johannesprolog: „Im Anfang war das Wort …“

Die Finesse dabei: Je nach Beleuchtungszustand wird man, wenn man von außen näher kommt, das Alte Testament oder das Neue Testament der Bibel lesen können. Wie die Gemeinde mit dieser Möglichkeit, auch im Außenraum für die Heilige Schrift zu werben, umgehen wird, darüber werde man sich noch Gedanken machen, meint Propst Lothar Vierhock. Das könne man so kurz nach der Jurybekanntgabe noch gar nicht sagen. „Der Entwurf ist klar strukturiert und bestens durchdacht. Der Lösungsansatz ist verblüffend einfach und überzeugend“, heißt es in der Bewertung der Jury. „Was hat eine Gemeinde anderes auszusagen als das Wort, das ihr mitgegeben worden ist?“

Und Dr. Walter Zahner, Vorsitzender des Preisgerichts und Experte für christliche Kunst, sprach von „einer ebenso einfachen wie elementaren Idee“. Die zentrale christliche Botschaft sei die Bibel. Sie werde „zum Träger des Fensters“ und „die Worte des Herrn verkünden in die Stadt hinein und laden ein, das, was dahinter ist, anzusehen.“

Also auch mal hineinzugehen. Und dazu werden auch die Raumelemente beitragen, die nach dem Willen der Jury der kubanisch-amerikanische Künstler Jorge Pardo gestalten wird. Zu diesen liturgischen Orten im Kircheninneren gehören der Altar, der Taufstein, der Ambo (das Lesepult, von dem aus das Wort Gottes verkündet wird), der Tabernakel (der Ort, an dem das gewandelte Brot aufbewahrt wird), die Sedilien (die Sitze, die im Altarraum für Priester, Diakone und Ministranten vorgesehen sind) und das Altarraumkreuz.

Pardo entschied sich für eine farbenfrohe Ornamentik. Diese verweise „weit zurück in die Vergangenheit sakraler Gestaltung“ und erzeuge eine dem Verständnis von Kirche als Ort der Freude angemessene Atmosphäre“. Jury-Vorsitzender Dr. Zahner: „Pardos Entwurf ist insofern der herausragendste Beitrag, weil er die zentralen liturgischen Handlungsorte in einfachen kubischen Formen entwickelt und diese durch ein Ornament bestens miteinander verbindet.“

Renate Richter, die auch noch die Zeiten erlebte, als auch aus katholischen Kirchen der traditionelle Pomp verschwand, war anfangs verblüfft. Auf sie wirkte die Pracht, das verwendete Gold und Kardinalrot anfangs wie ein Schock. „Ich bin drei Mal drumherum gegangen und hab mir gesagt: Nein, das ist nichts für uns.“ Doch nach neun Wochen stellte sie für sich fest, dass sich ihre Beziehung zu den Entwürfen komplett gedreht hatte. Vielleicht auch, weil sie sich die Entwürfe jetzt auch besser im künftigen Andachtsraum vorstellen konnte. „Es ist unglaublich stimmig. Ich habe meinen Frieden geschlossen.“Das pardosche Mobiliar gibt dem Raum nicht nur kostbare Farben, die auffällige Ornamentik (auch das Kreuz enthält künstlerisch hochwertige Ornamentik) gibt ihm auch eine besondere Leichtigkeit.

Wissen, wer die Wettbewerbe am Ende gewinnt, konnte niemand. Die Sieger waren bis zum Schluss geheim. Jeweils zehn Künstler aus aller Welt waren eingeladen worden, nach einem Kolloquium im Juni 2011 erklärten sich in beiden Wettbewerben jeweils neun Künstler bereit, ihre Entwürfe einzureichen. Tatsächlich teilgenommen haben am Ende acht Künstler für die Fensterentwürfe und sechs für die liturgischen Orte.

Nur bei letzteren schaffte es die Jury im Oktober nicht, nach zwölfeinhalbstündiger Sitzung einen Sieger zu küren. Die beiden favorisierten Beiträge wurden über den eingeschalteten Notar (es war ja noch immer alles anonym) aufgefordert, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Dass der renommierte Jorge Pardo aus Los Angeles wieder mit einem Leipziger Künstler, Oliver Kossack, konkurrierte, stellte sich dann erst am 7. Januar heraus. Da freilich überzeugten Pardos Vorlagen die Jury.

Die vergab am Ende zwei erste Preise mit der dringenden Empfehlung an die Kirchgemeinde, die Entwürfe von Falk Haberkorn und Jorge Pardo auch umzusetzen. Ihre stärksten Konkurrenten – beim Wettbewerb für das Kirchenfenster der Berliner Künstler Raimund Kummer und beim Interieur Oliver Kossack, bekamen jeweils den 3. Preis zugesprochen. Die Gemeinde werde wohl, so Lothar Vierock, die Siegerentwürfe auch umsetzen. „Dazu werden wir jetzt die direkten Gespräche mit den Künstlern aufnehmen“, sagt er. Und ganz sicher werde man auch die Anregungen aus der Gemeinde aufnehmen, die ja die Wettbewerbsergebnisse am Sonntagmorgen auch zum ersten Mal sah.

Für die Umsetzung des Fensters sind 180.000 Euro vorgesehen, für die Schaffung der liturgischen Orte 120.000 Euro. „Die Ergebnisse für die beiden Wettbewerbe liegen so früh vor, dass genug bleibt, alles bis zur Fertigstellung der Kirche umzusetzen“, sagt Zahner.

Ab dem heutigen Montag, 9. Januar, sind alle Wettbewerbsbeiträge für die Öffentlichkeit in der St. Trinitatis-Gemeinde in der Emil-Fuchs-Straße 5-7 ausgestellt. Werktags kann die Ausstellung von 10 bis 18 Uhr besucht werden, ansonsten nach allen Gottesdiensten. Letzter Ausstellungstag ist der 31. Januar.

www.propstei-leipzig.de


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