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Neue Behindertenwohnstätte in Paunsdorf: Ein neues Heim für 44 Bewohner

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    In der Stadt Leipzig leben etwa 50.000 behinderte Menschen. 44 davon bezogen am Dienstag, 12. Juni, das von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner (ksg) realisierte "Haus 3" in Paunsdorf, eines von drei Neubauten zur Betreuung von Erwachsenen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen.

    Mitten im Leipziger Stadtteil Paunsdorf auf dem Grundstück einer ehemaligen Wohngebietsgaststätte gelegen, reagiert das gerade fertiggestellte Wohnhaus auf diese exponierte Lage mit zwei Höfen, die sich gleichermaßen zum Umfeld öffnen wie auch Schutz bieten. Im Inneren verfügt das Gebäude über 44 Plätze, 20 davon rollstuhlgerecht. Die Plätze sind verteilt auf sechs Wohnungen mit je einer gemeinsamen, offenen Wohnküche im Zentrum, einem Gruppenraum sowie den notwendigen Nassräumen.

    Gemäß pflegetherapeutischem Konzept sind die Wohngemeinschaften auf zwei Ebenen angeordnet. Jeweils zwei Gruppen können vom gemeinsamen Dienstzimmer organisiert werden. Differenzierte Außenräume sind den Gruppenräumen vorgelagert. Die Orientierung nach Ost und West schafft eine Privatheit, die in der städtebaulich heterogenen Umgebung individuelle Möglichkeiten bietet.Die Fassadengestaltung des Neubaus trägt den Aspekt des Wohnens in den Stadtraum und verbindet individuelle Wiedererkennbarkeit mit einem gemeinsamen architektonischen Duktus der umgebenden Plattenbauten. Die Proportionen der Fenster sind auf die dahinter liegenden Nutzungen optimiert, das freie Spiel der Putzrahmen generiert Lebendigkeit.

    „Es ist auch für uns bemerkenswert, wie wunderbar sich das neue Wohnheim letztendlich in die von Plattenbauten geprägte Umgebung integriert. Die Höfe generieren eine räumliche Spannung, so dass sich das im Vergleich zu den mehrgeschossigen Nachbarn sehr niedrige Gebäude behaupten kann. Auf der anderen Seite schaffen die Höfe die Privatheit und Individualität, welche qualitätsvolles Wohnen erst ermöglichen. Das war uns wichtig: es geht um Wohnen im allgemeinem Sinn, aus unserer Sicht ein wichtiger Ansatz bei der Integration von Menschen mit schweren Behinderungen“, so ksg-Geschäftsführer Steffen Kühn.

    Bereits am 23. Mai übergab ksg offiziell die neue Wohnstätte an die Stadt Leipzig und die künftigen Bewohner.

    www.ksg-architekten.de

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