Lichtfest 2014: Einmal rum um den Ring mit Überwachung, Freiheit und wiederbelebtem Stadtfunk

Jubiläen kommen von ganz allein, wenn nichts dazwischen kommt. Am 9. Oktober jährt sich der Tag, der 1989 in der DDR den "Anfang vom Ende" einläutete, jener Demonstrationsmontag, der auch deshalb friedlich blieb, weil die schiere Zahl von über 100.000 Demonstrierenden die Staatsmacht lähmte. Von Friedlicher Revolution sei zu reden, ja nicht von "Wende", sagt Dr. Johannes Beermann, Leiter der Sächsischen Staatskanzlei. "Das wäre Geschichtsverfälschung."

„Das müsse auch 25 Jahre nach den Ereignissen immer wieder gesagt werden“, betont er am Freitag, 20. Juni, beim Pressetermin im Opernhaus. Das Programm für das Lichtfest 2014 ist fertig. Jürgen Meier, der das Fest seit Jahren künstlerisch managt, stellte es vor. Diesmal soll es nicht wie 2009 beim 20jährigen nur um den halben Ring gehen, sondern um den Ganzen. Das war schon vorher klar. Auch wenn es diesmal als hübsche Dreingabe verkauft wird. Denn ein Höhepunkt des Lichtfestes 2014 sollte ja mal die Grundsteinlegung für das Freiheits- und Einheitsdenkmal auf dem „Platz der Friedlichen Revolution“ werden. Der mit der „Friedlichen Revolution“ nie etwas zu tun hatte. Nennt man das dann eine kleine Geschichtskorrektur? Ein bisschen Facelifting?

Es wird eine Menge dran herumgedeutelt an diesem Prozess, der 1989 ins Rollen kam. Und das Schöne ist: Einer wie Jürgen Meier muss sich nicht auf die politisch gerade gültige Kleinwährung einlassen. Er kann das Ende des kommunistischen Zentralismus als Ausgangspunkt all dessen benennen, was damals im Ostblock ins Rollen kam, kann auf die polnischen und ungarischen Vorläufer verweisen. Und er kann, weil das sein Metier ist, auf die wichtige Rolle der Kunst zu sprechen kommen, die vor diesem Herbst 1989 der eigentliche Träger des Protestes in der DDR war. „Mal von den Kirchen als Schutzraum abgesehen“, sagt Meier und erwähnt so einen anderen Topos, der gern behauptet wird: Die Revolution sei von den Kirchen ausgegangen.

Anders stimmt es viel eher: Sie hat in den Kirchen Zuflucht gesucht – und gefunden. Übrigens genauso wie die kritische Kunstszene, die in staatlichen Räumen nicht erwünscht und geduldet war – von den Liedermachern (die heute gern vergessen werden) über die Maler und vor allem die Performance-Künstler. Und die Performance sei das eigentliche Stilmittel dieses Protestes, so Meier. Er sieht die Parallelen zu all den Aufständen, Demonstrationen und (scheiternden) Revolutionen der Gegenwart – in Afrika, im Nahen Osten, in der Ukraine. Die Völker haben die Performance als Protestmittel für sich entdeckt. Damit bringen sie ihre Botschaften in den öffentlichen Raum, bildstarke Botschaften, die sich per Internet in Windeseile um die ganze Welt verbreiten.

Manches davon wird man am 9. Oktober auf dem Leipziger Ring zu sehen bekommen. 16 Stationen werden den 3.600 Meter langen Kurs diesmal beleben – vieles davon Licht- und Videoinstallation. Das beginnt schon mit Station 2, einer Lichtschranke auf dem Georgiring mit Performance, Videoinstallation, Internetübertagung: „Friedas Winter“. Zuschauen aus der Ferne könnte das Motto sein. Aber in „Frieda“ steckt auch die Friedliche Revolution selbst. Mitsamt der 1989 so offenkundigen Hoffnung, derart friedliche Volksaufstände könnten nun die Welt verändern.Es ist so nicht gekommen. Im Gegenteil. Auch die westlichen Demokratien haben ihre Observation der Straße verschärft. Das Kürzel NSA ist am Freitag nicht gefallen. Aber im Grunde inszeniert es die !Mediengruppe Bitnik aus der Schweiz, wenn sie die Aufnahmen von heutigen Leipziger Überwachungskameras direkt auf die Fassade des Victor’s Residence Hotels projiziert. Wünscht es sich Leipzigs OBM Burkhard Jung so, wenn er den Ring als Kommunikationsraum begreift und die Gäste am 9. Oktober einlädt, „die Geschichte über Geschichten zu erfahren“?

Denn das sollen ja die 16 Installationen rings um den Ring bewirken: Die Spaziergänger, die da um 19 Uhr am Augustusplatz aufbrechen, anzuregen, sich auszutauschen und sich der Geschichte zu erinnern. Über Geschichten. Die manchmal sehr sinnfällig sind, wie das von Mario Schröder dem Lichtfest angepasste Ballett „PAX 2014“, das am Hauptbahnhof auch groß an der Fassade zu sehen sein wird: der Bahnhof als Transitraum. Fluchtgedanke 1989 oder Fluchtgeschehen 2014?

Das Beeindruckende an Kunst ist immer auch ihre Mehrdeutigkeit. Was scheinbar längst Geschichte ist, kommt in neuer Verwandlung immer wieder. Nicht alles ist nur Vergangenheit, auch wenn der Richard-Wagner-Platz zum Konzertplatz für die DDR-Musik der 1980er Jahre mit der Gruppe Renft wird, der Elektronik-Gruppe Servii und Sebastian Krumbiegel. „Verweile doch“, heißt das wohl. In jeder historischen Weichenstellung steckt ein Stück Faust und faustsche Naivität.

Reicht es, einfach seine Botschaft auf ein Banner zu malen und zur Demo zu gehen? – Das wird Thema an der „Runden Ecke“, wo die Installation „Banners and Signs“ zu sehen sein wird. An der Commerzbank am Dittrichring geht es um das Wort und das Nachdenken. Hier findet – angekurbelt von Claudius Nießen – eine Text-Performance mit dem viel sagenden Titel „Return on Investment“ statt. Denn was da 1989 umkippte, war auch ein wirtschaftlicher Prozess. Es könnte durchaus sein, dass die Sieger am Ende nicht diejenigen waren, die da „Wir sind das Volk“ und „Keine Gewalt“ riefen, sondern die klugen Kerlchen aus den Investmenthäusern.Erstaunlich: Aber selbst für die zweite Hälfte des Rundkurses hat Jürgen Meier Bedenkenswertes einladen können. Am Neuen Rathaus gibt es ein Videomapping mit dem Titel „I vote, I build!“, eine Kooperation mit Leipzigs Partnerstadt Lyon, wo das Lichterfest jedes Jahr 500.000 Besucher lockt. In Jonathan Richers Installation geht es um das bildhafte Nachdenken über die „Rückseite“ der so gern beschworenen Freiheit: Verpflichtung und Verantwortung. Was man in Deutschland gern allein den Bürgern abverlangt. Aber wie ist es mit den Herrschaften, die in Amt und Würden gewählt wurden?

Merkwürdigerweise ist man da fix am Wilhelm-Leuschner-Platz, wo es keine Grundsteinlegung geben wird, sondern Mischa Kuballs Installation „white space“. Das 70.000 Watt starke LED-Feld, verspricht Jürgen Meier, wird so hell, dass die Betrachter noch eine halbe Stunde lang wie geblendet sein werden. Tut man sich das an? Oder gehört auch das zum Verständnis unserer Zeit, wo blendend grell erleuchtete Räume ebenfalls das Thema Überwachung illustrieren?

Aber warum war dann Johannes Beermann bei der Pressekonferenz?

Man vergisst es fast: Es gibt ja, bevor die 100.000 auf dem Augustusplatz die Kerzen anzünden, immer auch den offiziösen Teil. Mit Friedensgebet in der Nikolaikirche. Bislang fand dort auch immer die Rede zur Demokratie statt. Die hält diesmal Bundespräsident Joachim Gauck – aber erstmals während der Festveranstaltung im Gewandhaus, auch weil diesmal vier weitere Präsidenten nach Leipzig kommen. Gauck hat sie eingeladen, die Staatsoberhäupter aus den seinerzeit revolutionären Nachbarländern Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Sie werden auch zum Auftakt des Lichtfests um 19 Uhr ein paar Worte sagen. „Kurze“, wünscht sich Burkhard Jung. Denn auch Sachsens Ministerpräsident wird da sein und ein paar Worte sagen, in denen Dresden und Plauen wichtig sind. In Sachsen werden Revolutionen immer gemeinsam gemacht. Da darf man keinen weglassen.

Sachsen hilft auch mit, den Festakt im Gewandhaus mit zu finanzieren – ein Drittel der erwarteten 60.000 Euro übernimmt die Regierung.

Das Lichtfest selbst wird mit 900.000 Euro ein Stück weit teurer. 425.000 Euro schießt die Stadt Leipzig dem veranstaltenden LTM zu. So hat es der Stadtrat beschlossen. Eine ebenso hohe Summe muss der LTM über Sponsoringgelder einsammeln.

Und weil 2014 alles größer und eindrucksvoller sein soll, bekommen die Leipziger ein Marterinstrument aus alten Tagen zurück: den alten, einst in der sowjetischen Besatzungszeit installierten Stadtfunk, der bis 1990 den Stadtraum beschallte mit Nachrichten und scheppernder Musik. Die Lautsprecher werden rund um den Ring wieder installiert und werden von 6 bis 19 Uhr zu hören sein.

Volker Bremer, Geschäftsführer des LTM, rechnet am 9. Oktober mit einer ähnlichen Besucher- und Medienresonanz wie 2009. Da waren die Hotels ausgebucht und 150.000 versuchten auf dem Augustusplatz und dem halben Ring, das Feeling von 1989 zu erschnuppern. Aber auch da hat Jürgen Meier wohl recht: „Das lässt sich nicht wieder herstellen. Dazu fehlen uns die Mittel.“

Die Website zum Lichtfest 2014: http://lichtfest.leipziger-freiheit.de


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