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Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen tagt 2017 in Leipzig

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    Wie Geschichte gedeutet wird, hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Für die "Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen" sind die Montagsdemonstrationen ein "Vorbild für christliches Zeugnis in der Welt". Ihre 26. Generalversammlung vom 27. Juni bis zum 7. Juli 2017 findet daher in Leipzig statt. 1.200 Delegierte aus 200 Ländern werden über Herausforderungen der Gegenwart für ihre Gemeinschaft beraten. Der Veranstaltungsvertrag wurde am Montag unterzeichnet.

    Felix Mendelssohn-Bartholdy ist das wohl bekannteste Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig. Im Mendelssohnhaus in der Goldschmidtstraße wurden auch seine Kinder in der reformierten Tradition getauft. Die Kirche am Ring spielte am 9. Oktober 1989 eine wichtige Rolle. In der Gegenwart ist vor allem die Veranstaltung „Klassik für Kinder“ das Aushängschild der Gemeinde. 2017 blicken 80 Millionen reformierte Christen nach Leipzig. Auf der Neuen Messe und im Kongresszentrum treffen sich dann 1.200 Delegierte, Beobachter und Besucher aus mehr als 100 Ländern zur 26. Generalversammlung.

    Ein Grund für die Wahl des Ortes ist die Nähe zu den Stätten der deutschen Reformation. 2017 feiern die Lutheraner den Thesenanschlag von 1517. Etwas später kamen Huldrych Zwingli und Johannes Calvin. 1529 trennten sich die Wege von Zwingli und Luther in Marburg. Der Streit um das Verständnis des Abendmahls wurde erst in der Leuenberger Konkordie 1973 beigelegt. In Deutschland ist die Evangelisch-reformierte Kirche heute eine Landeskirche der Evangelischen Kirche. Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen entstand erst 2010 als Zusammenschluss von Reformierten Weltbund und Reformiertem Ökumenischen Rat. In Deutschland gehört dem Weltbund neben der Evangelisch Reformierten Kirche auch die Lippische Landeskirche, der Reformierte Bund sowie die Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen an. Lange Zeit war das organisatorische Zentrum der demokratisch organisierten Gemeinschaft in Genf. Weil die Stadt in der Schweiz zu teuer wurde, befindet sich das Zentrum der Weltgemeinschaft seit 2014 in Hannover.

    Die Bedeutung der Stadt Leipzig in der jüngeren Geschichte wird als ein wichtiger Grund genannt, 2017 nach Sachsen zu kommen. Dazu heißt es bei der Ankündigung der Vertragsunterzeichnung: „Die Montagsdemonstrationen, die von den christlichen Kirchen in der Stadt ausgingen, sind für Menschen aus den Kirchen, die der Weltgemeinschaft angehören, ein Vorbild für christliches Zeugnis in der Welt.“ Der Veranstaltungsvertrag zwischen der Leipziger Messe GmbH (LM) und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen wurde am Montag in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig Burkhard Jung in der Evangelisch Reformierten Kirche zu Leipzig unterschrieben. Noch am Abend tauschten Weltgemeinschaft und Ortsgemeinde am Ring Ideen aus, mit welchen öffentlichen Veranstaltungen sich die Reformierten 2017 präsentieren können. Für die Auftakt-Tage werden auf jeden Fall Leute mit Fremdsprachenkenntnissen gesucht, die den internationalen Gästen die Stadt zeigen.

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