Protest in Dresden kann Neonazidemo stören, aber nicht verhindern

Für alle LeserIn jedem Jahr „gedenken“ Neonazis in Deutschland der Opfer der alliierten Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Bekannt sind vor allem die Veranstaltungen in Dresden, die früher zu den größten Naziaufmärschen Europas zählten. In diesem Jahr beteiligten sich etwa 1.000 Rechtsradikale daran. Mehrere tausend Personen störten die Veranstaltung. Die Polizei ging teilweise brutal gegen Antifaschist/-innen vor.

Mancherorts in Deutschland ist offenbar in Vergessenheit geraten, dass in Dresden vor nicht allzu langer Zeit die größte Neonazi-Demonstration Europas stattgefunden hat. Es war der 13. Februar 2005, an dem etwa 6.500 Personen durch die Stadt marschierten. Rund um dieses Datum trafen sich davor und danach jährlich tausende Neonazis aus dem In- und Ausland, um der Opfer der alliierten Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zu „gedenken“.

Dieses „Gedenken“ war und ist stets mit Revisionismus verbunden: stark überhöhte Opferzahlen, falsch dargestellte Umstände und die Leugnung, dass Deutschland die Schuld am Zweiten Weltkrieg trägt. Antifaschistischer Widerstand insbesondere in Form von Sitzblockaden sorgte vor etwa zehn Jahren dafür, dass die Neonazis zunehmend die Lust daran verloren, nach Dresden zu reisen.

In diesem Jahr rief die NPD für den 15. Februar zu einem „Gedenkmarsch“ auf. Das antifaschistische Bündnis „Dresden Nazifrei“ mobilisierte gemeinsam mit „Leipzig nimmt Platz“ und anderen Partnern zum Gegenprotest – auch um zu verhindern, dass eine erfolgreiche Demonstration der Neonazis anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung dafür sorgen könnte, dass in den kommenden Jahren wieder Tausende nach Dresden kommen.

Großdemo in Erfurt

Dieses Ziel sahen viele, die sich für den Protest engagierten, etwa eine Woche vor der Demonstration gefährdet. Das „unteilbar“-Bündnis rief plötzlich für den gleichen Tag zu einer Großdemonstration in Erfurt auf. Diese sollte sich gegen die Zusammenarbeit bürgerlicher Parteien mit der AfD richten. Die Befürchtung: Menschen, die in Dresden den Naziaufmarsch verhindern könnten, würden lieber nach Thüringen fahren.

Eine von mehreren Sitzblockaden. Foto: René Loch

Eine von mehreren Sitzblockaden. Foto: René Loch

Tatsächlich waren die Größenverhältnisse eindeutig: Während sich laut „unteilbar“ fast 20.000 Menschen an der Demonstration in Erfurt beteiligten, waren es nur wenige tausend, die in Dresden gegen Neonazis auf die Straße gingen. Rückblickend wäre es mit einigen tausend mehr vielleicht möglich gewesen, den Naziaufmarsch komplett zu verhindern. Das gelang jedoch nicht.

Stattdessen sorgten die Antifaschist/-innen mit Straßenblockaden immerhin dafür, dass die NPD und andere Revisionisten nur eine verkürzte Strecke laufen konnten, die nicht durch die Innenstadt führte. Einem etwa 45-minütigen Aufzug folgte eine etwas mehr als eine Stunde dauernde Abschlusskundgebung hinter dem Hauptbahnhof.

Oertel und Ermer marschieren mit Neonazis

Dort sprachen Neonazis aus dem In- und Ausland und verbreiteten die üblichen Geschichtsverfälschungen. Redner und Teilnehmende kamen unter anderem aus Schweden, Großbritannien, Ungarn und der Niederlande.

Zu den etwa 1.000 Teilnehmer/-innen gehörte auch die ehemalige Pegida-Aktivistin Kathrin Oertel, die 2015 durch einen Auftritt in der Talkshow von Günther Jauch einem größeren Publikum bekannt wurde. Auf der Demonstration hielt sie zeitweise ein Schild, das die industrialisierte, deutsche Massentötung von Juden mit den alliierten Luftangriffen auf Dresden gleichsetzte.

Und damit den Holocaust verharmloste.

Am Neonazimarsch beteiligten sich etwa 1.000 Personen. Foto: René Loch

Am Neonazimarsch beteiligten sich etwa 1.000 Personen. Foto: René Loch

Ebenfalls dabei war Egbert Ermer, der ehemalige Kreisvorsitzende der AfD im Osterzgebirge. Er war später mit André Poggenburg beim „Aufbruch deutscher Patrioten“ (ADPM) aktiv – unter anderem bei Kundgebungen in Leipzig. Mittlerweile haben Poggenburg und Ermer auch dieses Kapitel beendet. Schon beim ADPM gab es Kontakte zu Neonazis – auf den Kundgebungen war beispielsweise der Leipziger Alexander Kurth (Thügida, OfD, NPD, Die Rechte, Die Republikaner) zu Gast.

Kritik an der Polizei

Während die Antifaschist/-innen in Dresden es zumindest als Erfolg feierten, Einfluss auf das „Gedenken“ der Neonazis genommen zu haben, gab es gleichzeitig viel Kritik am Verhalten der Polizei, insbesondere deren Reiterstaffel. Diese bewegte sich immer wieder in der Nähe von Sitzblockaden. Teilweise wurden Antifaschist/-innen unter Pferde gestoßen oder mussten schnell den Platz wechseln, um nicht verletzt zu werden.

Die Leipziger Autorin Anna Kaleri, die Mitglied bei den Grünen ist, beklagte auf Twitter, von Polizeibeamten gewaltsam aus einer Demonstration „gerissen“ worden zu sein. Sie soll einen Polizisten als „Nazibullen“ bezeichnet haben, was die ehemalige Journalistin (LVZ, Deutschlandfunk, MDR Kultur) vehement bestreitet. Sie hatte nach ihren Ausführungen lediglich mehrfach darum gebeten, bei ihrem friedlichen Protest nicht ständig von Polizeibeamten gefilmt zu werden.

Die Leipziger Linksjugend behauptet zudem, dass mehrere Polizeiautos „frontal“ in eine antifaschistische Demonstration gefahren seien. Laut „Leipzig nimmt Platz“ wurden dabei Menschen angefahren.

Bereits am Montagabend steht in Dresden das nächste Großereignis von Rechtsradikalen auf dem Programm. Pegida möchte seine 200. Demonstration durchführen – unter anderem mit dem AfD-Faschisten Björn Höcke. Zum Gegenprotest rufen diesmal auch Politiker/-innen aus FDP und CDU auf – darunter Ministerpräsident Michael Kretschmer.

Einen ausführlichen Bericht zum „Gedenken“ in Dresden und dem Pegida-Jubiläum lesen Sie in der kommenden Ausgabe der LEIPZIGER ZEITUNG. Diese erscheint am Freitag, den 21. Februar 2020.

5 Jahre Hass: PEGIDA feiert Geburtstag

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