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    Konsum ist die neue Religion und das nicht erst seit gestern. Wozu überhaupt sparen? Kauf auf Pump macht auch die größten Wünsche wahr. Im Einzelhandel wird der Kauf auf Raten mittlerweile flächendeckend angeboten. Doch sind die Gefahren, die hinter einem solchen vermeintlich einfachen Einkaufen stecken, wirklich der breiten Masse auch bewusst?

    Wie läuft ein Ratenkauf ab?

    Wer im Einzelhandel einkauft, bezahlt seine Produkte meist sofort. Dazu steht die Barzahlung, die Kartenzahlung oder die Zahlung via Kreditkarte zur Verfügung. Doch mit großen Lettern wird oft um Kundschaft geworben, selbst wenn sie nicht ganz so kaufkräftig ist: „Hier können Sie auf Raten kaufen“.

    Sind die Konsumgüter hochpreisiger, kommt neben der sofortigen Bezahlung oft auch ein Ratenkauf in Betracht. Dabei bezahlt der Verbraucher die komplette Summe nicht auf einmal, sondern stottert diese ab. Das heißt er finanziert sich die Ware über einen sogenannten Konsumkredit, Warenkredit oder auch Verbraucherkredit. Es wird also ein Kreditvertrag über den neuen Kühlschrank, den Fernseher, das Bett oder andere größere Anschaffungen abgeschlossen.

    Solche Ratenzahlungsvereinbarungen verlaufen üblicherweise über einen Finanzierungszeitraum von meist 24 bis 36 Monaten. Es können je nach Wunsch des Kunden Anzahlungen vor Ort im Einzelhandelsgeschäft gemacht werden, oft ist dies aber noch nicht einmal nötig, es wird dem Käufer also auch ganz besonders leicht gemacht, sich zum Kauf zu entscheide.

    Welche Voraussetzungen sind für einen Ratenkauf überhaupt zu erfüllen?

    Um einen Ratenkauf zu erhalten, muss man einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört, dass man einen Wohnsitz in Deutschland hat und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Bei einer Beantragung des Ratenkaufs ist es notwendig einen Nachweis über seine Einkünfte zu erbringen. Außerdem muss die Bonitätsprüfung positiv verlaufen. Dabei ist unter anderem der Abgleich mit der Schufa relevant.

    Sind hier negative Einträge oder Hinweise auf nicht bezahlte Ratenzahlungen vorhanden, wird die gerade eben beantragte Zahlung meist abgelehnt.

    Was ist zu beachten?

    Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Zinsen und die Laufzeit legen. Auch wenn die Zinsen sich nicht stark unterscheiden, kann bereits ein Unterschied von 2 % enorme Auswirkungen haben. Gesehen auf die Laufzeit sind so mehrere Hundert Euro mehr an Zinsen zu bezahlen. Wer einen Kredit mit einer längeren Laufzeit nutzt, wird auch deutlich mehr Zinsen zahlen. Denn diese stehen natürlich im direkten Verhältnis zur Laufzeit.

    Die Gefahren!

    Der Ratenkauf trägt eine trügerische Leichtigkeit mit sich. Man kann sich als Verbraucher alles kaufen und dafür muss man nur monatlich irgend eine Rate bezahlen. Da ist der Kauf eines 5.000 Euro teuren TV-Gerätes schnell erledigt. So einfach das auch klingen mag, schnell ist man in einer Schuldenfalle angekommen. Denn je mehr Raten man bezahlt, desto schneller verliert man den Überblick. Schuldnerberater haben das Phänomen des Ratenkaufs schon lange als ernstes Problem erkannt und raten davon ab, sich so diverse Kaufrauschabenteuer zu finanzieren.

    Wann ist ein Ratenkauf wirklich sinnvoll?

    In den meisten Fällen kann man den Ratenkauf oft auch vermeiden. Wird ein Produkt nicht als notwendig empfunden, dann ist auch der Kauf eine unnötige Ausgabe und damit auch Belastung für die eigenen Finanzen. Meist handelt es sich doch um Nice to Have Produkte. Man kann sie kaufen, muss aber nicht und kauft man sie nicht, fehlt einem auch nichts.

    Eine andere Geschichte ist es, wenn bei 35 °C Außentemperatur der Kühlschrank aussteigt und die Kasse gerade gähnend leer aussieht. In diesem Fall kann man einen Ratenkauf getrost verantworten.

    Null Prozent Finanzierung?

    Immer wieder finden sich im Einzelhandel sogenannte 0 %-Finanzierungen. Bei einem solchen Angebot haben Verbraucher die Möglichkeit die Kreditsumme ohne Zinsen zu erhalten. Im Normalfall ist es so, dass man als Kreditnehmer auf den finanzierten Betrag Zinsen zahlen muss. Hat man das Angebot einer 0 %-Finanzierung, entfallen die üblichen Zinsen und man zahlt den reinen Kaufpreis in kleinen Häppchen. Diese Form des Verbraucherkredits haben manchmal aber doch versteckte Gebühren, diese werden nicht mit dem Effektivzins verrechnet, sind aber von den Verbrauchern trotzdem zu bezahlen, also immer schön das Kleingedruckte …

    Foto: Hannes Edinger / pixabay

    Der Ratenkauf im Onlinehandel

    Mittlerweile sind die Verlockungen eines Ratenkaufs nicht mehr nur im Einzelhandelsgeschäft vorhanden, viel einfacher ist dies online zu absolvieren. Große Versandhändler wie Amazon nutzen das Prinzip „Kaufe heute, zahle morgen“ und bieten damit dem Kunden ebenfalls einen Ratenkauf an.

    Die Hauptakteure hinter dieser Form des Handels und der damit verbundenen Finanzierungen sind die gleichen Finanzdienstleister. Diese Unternehmen arbeiten genauso wie eine Bank und ermöglichen den Kredit für zahlreiche Verbrauchsgüter. Zinsen fallen natürlich auch bei einem Online-Ratenkauf an. Auch im Netz sind für den Kunden keine besseren Konditionen zu erwarten.

     

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