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Cannabidiol und Health Claims – Behauptungen pro & contra

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    Cannabidiol wird aus Extrakten von Hanfblüten gewonnen und je nachdem, welche Hanfsorte zur Herstellung verwendet wird, unterscheiden sich die Gehalte einzelner Wirkstoffe. So sind Nutzhanfsorten mit sehr niedrigem THC-Gehalt (0,0- 0,2 %) legal in Österreich oder der Schweiz erhältlich, in Deutschland muss die verwendete Sorte zwingend als Nutzhanf in einem speziellen Sortenkatalog eingetragen sein, sonst darf sie gar nicht in den Handel.

    In wissenschaftlichen Studien konnten mehrere Wirkungen der Substanz nachgewiesen werden: So helfen CBD-Produkte Ängste zu lindern und Übelkeit zu reduzieren. Weiterhin ist der Stoff krampflösend und hat entzündungshemmende Eigenschaften. Auch Hinweise auf vorbeugende und lindernde Effekte bei psychotischen Störungen sind bekannt.

    Was sind Health claims?

    „Health claims“ beschreibt werbliche Aussagen, die Lebensmitteln gesundheitsfördernde Eigenschaften zusprechen. Dabei kritisieren Verbraucherschützer den immer häufiger werdenden Einsatz derartiger Versprechen im Kampf um Kunden. Mit der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 wurden Regeln aufgestellt, die verhindern sollen, dass überzogene Aussagen missbräuchlich eingesetzt werden, um ein Produkt als gesundheitsförderlich zu inszenieren, obwohl es im direkten Vergleich zu ähnlichen Lebensmitteln keine eindeutigen Vorteile mit sich bringt.

    Besonders sogenannte Superfoods wie z. B. Chiasamen wurden in der Vergangenheit als Superwaffe im Kampf um ein gesundes Leben angepriesen. Doch schaut man genauer hin, sind oftmals preisgünstigere lokal verfügbare Alternativen vorhanden, die ähnliche Nährwerte und Inhaltsstoffe aufweisen.

    Kritik an CBD-Produkten

    Um es klar zu sagen: Cannabidiol ist eine Substanz, deren Anwendung nachweislich viele positive Effekte erzielen kann, allerdings erkauft man sich dies wie so oft mit dem Risiko von möglichen Nebenwirkungen. So berichten etwa 10 % der Nutzer von erhöhter Müdigkeit. Das bedeutet, dass bei der Anwendung entsprechender Präparate mit niedrigster Dosis begonnen werden sollte, um die Verträglichkeit zu optimieren und das Beste wird doch immer sein, dies medizinisch begleiten zu lassen.

    Inzwischen haben auch viele Hausärzte zu diesem Thema ein deutlich toleranteren Umgang gefunden, als dies noch vor einiger Zeit der Fall war, also einfach den Hausarzt ansprechen, ob er die ersten Schritte im Umgang mit solch einem Präparat begleiten würde. Auf keinen Fall sollte mehr CBD-Öl genutzt werden, als zur Erzielung der gewünschten Effekte notwendig.

    Viele Wege… Foto: Steve Buissinne / pixabay

    Das ZDF-Magazin WISO beanstandete im August 2020 unzureichende Zulassungsprüfungen beim Amt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und entsprechend laxe Kontrollen. Dem kann der mündige Bürger entgegenwirken, indem er sich informiert, Analysezertifikate konsultiert und sich auf ganzer Breite weitere Informationen einholt.

    Es liegt derzeit in der Hand der Verbraucher selbst, sich nicht von übertriebenen Gesundheitsversprechen blenden zu lassen, doch ebenso ist auch das Verteufeln eines Wirkstoffes, mit dem schon die Druiden, also das medizinische Fachpersonal der Frühgeschichte, ihren Stammesangehörigen Heilung brachten, durchaus als etwas übertrieben zu betrachten. Für weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier einige Links zu Forschungsergebnissen im Kontext mit der medizinischen Anwendung von Cannabinoid:

    CBD-haltige Produkte können in der Apotheke rezeptpflichtig gegen bestimmte Formen der Epilepsie bezogen werden. Dabei hat der Kunde den Vorteil, ein intensiv geprüftes und standardisiertes Medikament zu erhalten, zu dem er umfassend beraten wird und das er unter ärztlicher Kontrolle einnimmt.

    Ein Teil der Hausärzte scheuen allerdings noch die Anwendung von Hanfprodukten und werden von den Ärztekammern einzelner Länder sogar dahingehend unter Druck gesetzt, kein medizinisches Cannabis zu verschreiben. Doch ein Teil der nach Alternativen suchenden Patienten wünschen sich hier einen selbstverantwortlichen Umgang mit ihren Symptomen und suchen lieber eigene Wege, um somit gänzlich ohne Arzt und Apotheke auskommen.

    An dieser Stelle treten dann für diese Gruppe alle möglichen Webshops auf den Plan, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen, wo eine umfassende Beratung so gar nicht möglich ist, dafür aber eine sehr große Auswahl von CBD Öl, zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Der Interessent sollte hier auf jeden Fall etwas mehr Eigeninitiative an den Tag legen, sich zu den vielen Produkten, auch im Zusammenhang mit den sogenannten Entourage-Effekten, gut zu informieren!

    Schaut man sich die Beschreibungen der Produkte an, wird inzwischen aber klar, dass der Großteil der Anbeter inzwischen tatsächlich selber absoluten Wert auf die Einhaltung der Health-Claims-Verordnung legt und lieber mit Qualität und lückenloser Überwachung seines Angebots wirbt und man wird nicht mit Heilsversprechen zur Wirksamkeit oder absolut unbedenklicher Verträglichkeit bombardiert.

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