Satire

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“Genießen Sie das Leben in vollen Zügen!” – “Nu gugge da, der Tunnel!”- Nachsichten, Ansichten, Aussichten beim Blick in die Röhren

Seit gut einem Jahr fährt man in Leipzig mit der Metro. Na ja, es sind vier Stationen unter Tage. "Hamsterbacke" wurde der Triebkopf tituliert, der samt dem Fahrzeug mit dem mutmaßlichen Namen "Talent 2" neu geschaffen wurde. Sonst hat diese Mitfahrgelegenheit noch keinen Spitznamen. Warum eigentlich nicht? Da waren die Leipziger schon mal schneller! Bei der "Bemmen-Büchse", auch "Blech-Büchse" genannt, oder den "Silberfischen" der "Notenspur"...

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Schweinevogel von Schwarwel (240): Immer herein

In menschlich kuriosen Zeiten, gerät man derzeit flott ins Streiten. Der eine teilt, sogar zum Feste, in gute und in böse Gäste. Und zeigt dabei gar Fähigkeiten, um die ihn Andre nicht beneiden. So weiß er ohne Augenschein, da draußen muss was Böses sein. Und traut dabei dem Nächsten nicht, er ist ein angsterfüllter Wicht. Für alle diese Fürchtewichte, ist dies Teil zwei der Schweinsgeschichte. Um fröhlich und vergnügt zu sein, genügt ein herzliches "Herein".

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Wenn ein Klamottenladen Halbnackte zu Narren macht: Leo sieht Rot

Erinnerungen kommen manchmal mit der Post. Da staunt der brave Besitzer von Schlips und Kragen. Dachte ich eben doch noch, der Wahnwitz wäre irgendwo in Dresden zu Ende. Ist er aber nicht. Er liegt bei uns als Päckchen im Büro, knallrot. Und erinnert mich daran, dass ich eigentlich schon vor Kürzerem was schreiben sollte über den Wahnsinn unserer Schönen Neuen Welt. Ich hatte auch schon überlegt, mir eine knallrote Feinrippunterhose zu besorgen.

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Schweinevogel von Schwarwel (239): Asyl

Die Tür geht auf, es strömt herein, das wird doch nicht der Nachbar sein? Er ists und ohne langes Zaudern, beginnt er von Asyl zu plaudern. Doch nicht davon, vom großen Weiten, ein Stück, ein kleines, zu bereiten. Mit seinem Auftritt macht er klar: es engt, es drängt, es wird ganz grässlich fürchterbar. So macht er hier den Spielverderber, mitnichten den Asylbewerber. Und die Moral von der Geschichte - es gibt schon üble Nachbarswichte.

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Schwarwels Fenster zur Welt: Fressgesang

Und es begab sich zu Dresden im Jahre 2014 anno domini, in der langen Nacht vor Christi Geburt, dass die Wölfe und Schafe einen Frieden unter freiem Himmel schlossen. Nach Jahren der Verfolgung ihrer Art waren die Gevatter Grimm zur Erkenntnis gelangt, dass es besser wäre, die Schafe selbst zu züchten, als gierigen Hunger in der langen Dunkelheit zu erdulden. Und so baten sie die Weißkittel zu einem Frieden herbei. Um Schutz zu geben. Gegen Regen, Wind und andere Wölfe. Sie riefen zum gemeinsamen Singen und Meckern auf einen großen Platz, auf dass jeder die neue Gemeinsamkeit sehe.

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Schweinevogel von Schwarwel (238): Garfield

Recherche ist wahrlich alles. Nein - noch mehr als alles. Hat man einmal recherchiert, weiß man so viel und das Beste ist: Man kann sich anschließend zurücklehnen und sich so schön überlegen und satt vor Erkenntnis fühlen. Wenn es nicht immer einen gäbe, der rumnervt: Tu dies, lass das und vor allem: Mach Dich an die Arbeit! Dabei hat man doch schon soviel getan?

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Schwarwels Fenster zur Welt: Republik Leipzig

Ich hab ja gedacht, ich hör nicht mehr fehlerfrei. Im betulichen Regierungsdorf Dresden geht auf seltsamen Spaziergängen ohne festen Zielpunkt die Legende, 1989 sei der revolutionäre Impuls aus dem Tal der Ahnungslosen gekommen. Man hätte die Geschichte nur verdreht und nachträglich in Leipzig stattfinden lassen. Macht hier gerade Mandy-Schantalle Klingeling an der Kleinhirnpforte und fragt: Ist die Peggy da? Nichts gegen einen anständigen, deutschen Krieg gegen den Rest der Welt. Da weiß man, was man hat. Aber wenigstens der Schlüpper hat spurenfrei zu sein. Zeit für eine eigene Republik Leipzig!

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Schwarwels Fenster zur Welt: Die totale Merkel

CDU! Volk! Genossen! Volksgenossen! Mit diesem Ergebnis können wir uns bei den kapitalistischen Bruderstaaten sehen lassen! Auch wenn die 101prozentige Nibelungentreue sehr zum Ärger unserer schwarzen Null im Rollstuhl auf dem Einheitsparteitag erneut verfehlt wurde. Auch wenn der fatale Irrweg einiger feiger Subjekte diese den konterrevolutionären Akt der heimtückischen Nein-Stimmen begehen ließ: Die reaktionäre Verweigerung gegenüber meiner Rolle als große Vorsitzende in unserem marktzistischen Siegeszug trägt längst verzweifelte Züge. Den Kapitalismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf!

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Schwarwels Fenster zur Welt: Der halbe Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen. Wo einst die Kindlein sangen, trägt Unwucht im Gebärgebilde, ein schändlich Tatwerk längst im Schilde? Sind's Künste, freie Rede oder Hirngespinste? Gespräch, Verhandlung, neue Künste? Ist Innehalten längst schon Zaudern und ehrlich reden Plaudern? Will Logik sich der Hast nun beugen, sind Zwei nicht immer noch genug, ein Drei zu zeugen? Von Völkern, die da wandern ist die Rede. Von weißem Nebel, Blut und Fehde.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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