Leo beschäftigt sich mit dem Humor der rechten Esel

Für alle LeserWeil ich schon mal dabei bin, es unseren rechten Eseln so richtig zu geben, geb ich’s ihnen auch heute wieder. Denn eigentlich gehen sie mir nur noch auf den Keks mit ihrem ständigen „IA, IA! Aber die Flüchtlinge! Die Ausländer! Die Merkel!“ Du gehst aus der Tür und denkst, dass du dich jetzt endlich mal um die Schafe kümmern kannst, kommt der nächste Esel um die Ecke und blökt: „IA!“ Das scheint furchtbar ansteckend zu sein.

Und so bitter humorlos. Vielleicht merken Sie es ja auch. Die Leute lachen nicht mehr. Und wenn, dann mit diesem höhnischen Unterton, den in miesen Filmen immer die Räuber drauf haben, wenn sie so ein armes Luder winselnd zu ihren Füßen haben und ihm mit ihrer Flinte so richtig Lebensangst einjagen. So ein Lachen.

Als hätten sie ihr ganzes Eselleben nie eine wirkliche Freude am Leben gehabt und bekommen erst ein paar Belohnungssignale im verräucherten Gehirn, wenn sie es schaffen, jemand anders zum Winseln zu bringen.

Selbst eigentlich vernünftige Leute blecken mittlerweile die Zähne, wenn man sie in solchen Situationen antrifft, wo sie den Boss rausgucken lassen. Und wenn man ihnen sagt „Sachma, hastu sie noch alle?“, gucken sie einen an, als kennen sie einen nicht mehr und würden gleich losbellen, dass man sich auch gefälligst vor ihnen auf die Knie herablassen soll und um Gnade flehen.

Jeder ein kleiner Lüstling, der nur noch Spaß hat, wenn es anderen dreckig geht. So wie beim Angucken von alten Slapstick-Filmen. Bei denen ich mich mal kringeln konnte und schief und krumm lachen. DAS war mal ansteckend bei mir. Ich hab mich nicht mehr eingekriegt, wenn Stan und Olli mit ihrem klapprigen Ford T mitten ins Sägegatter gefahren sind. Ich wusste ja: Da passiert – außer dem Auto – keinem was.

Aber.

Aber ich kann’s nicht mehr.

Ich hab den schönen kindlichen Glauben, dass wirklich nichts passiert, verloren. Irgendwann in den letzten Jahren. Als hätte mir einer „IA“ in den Kopf gekippt und erst mal den Hahn aufgedreht, mit dem es einem statt guter Erwartungen lauter Schreckensbilder in den Nischel spült. Dass das mit dem Auto im Sägegatter eben doch nicht gutgeht.

Schreckensbilder. Und wenn die Schreckensbilder erst mal festsitzen, bleibt einem das Lachen stecken … schon ganz am Anfang, wenn normalerweise die Synapsen erst mal anfangen, sich in Schwung zu bringen.

Denn die Forscher wissen ja mittlerweile, wie Lachen passiert. Normalerweise nämlich so: „Mittels Kernspintomograf haben Neurowissenschaftler observiert, wie die Pointe eines solchen Witzes einschlägt. In einer Kaskade von Nervensignalen werden Gehirnregionen aktiv, die zum Belohnungssystem gehören. Botenstoffe lösen Euphorie und Erheiterung aus. Gleichzeitig feuern Nervenzellknoten, die die Mimik entgleisen lassen“, fasste das Philip Bethge 2009 mal zusammen, als er Jim Holts Buch „Stop me if you’ve heard this. A history and philosophy of jokes“ besprach.

Nur scheint es zwar da mit dem Feuern zu klappen – aber statt mit feuriger Lust auf eine deftige Pointe zuzustreben, stoppt das Gewitter immer früher, weil – zumindest ich – immer früher befürchte, dass wieder nur blöder Esel-Witz draus wird, irgendeine erwartbare Blödheit über andere Tiere und Menschen. Als hätten sie wirklich nichts anderes mehr im Kopf. Und natürlich zündet das nicht mehr. Außer bei Eseln. Denn wenn man schon beim ersten Satz merkt, dass da einer doch wieder nur auf der ersten, der Esel-Stufe des Humors operiert, dann wird einem ziemlich schal im Mund.

Die erste Stufe ist die hier: „Tatsächlich scheint die Lust, andere zu verhöhnen, zu verletzen und auszugrenzen, eine der stärksten Triebfedern für Humor zu sein.“

Also eine Art Kollektiv-Vergnügen: Wer mit uns über unseren Esel-Humor lachen kann, der gehört auch zu uns. Muss ja 1 Million Jahre ganz gut funktioniert haben.

Aber das hat eigentlich mit Witz nicht viel zu tun. Das ist nur Schenkelklatschen. Oder Philip Bethge zitiert: „Ganz anders jedoch liegt der Fall, wenn Witze bösartig und verletzend sind, Vorurteile manifestieren oder maßloses Unrecht verulken. Dann bleibt das Lachen im Halse stecken. Und dennoch müssen viele schmunzeln – und schämen sich dafür.“

Wie gesagt: Ich kann nicht mal mehr schmunzeln. Aber dafür scheint der wirkliche Sinn für echte Witze auszusterben. Oder verloren zu gehen. Das ist nämlich die zweite Stufe, die unsereiner noch kennt, weil wir noch mit Radio Eriwan aufgewachsen sind.

Bethge: „Forscher glauben, dass die unmittelbare Reaktion auf Lustiges im Gehirn fest verdrahtet ist. Unabhängig vom Inhalt löst oftmals schon die Struktur des Witzes das Lachen aus. Lustig ist demnach die unvorhersehbare Pointe: Menschen lachen, wenn der gewohnte Lauf der Dinge plötzlich abbricht.“

Wenn sich das Erwartete also nicht einstellt und das Gehirn beim Ausrutschen erwischt wird, weil es geradeaus weiter wollte – der Witz aber macht einen Haken. Und das löst dann das Feuerwerk aus in unserem Gehirn, das sich ja eigentlich richtig freuen kann, wenn es wirklich mal herausgefordert wird und merkt, dass es ausgetrickst wurde. Richtig klug ausgetrickst wurde. Da fängt der Spaß erst an.

Aber das ergibt dann ein anderes Lachen. Und ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht: Ich höre da wirklich ein anderes Lachen. Auch von den Leuten. Wirklich ein befreites Lachen, um das mal so zu sagen. Als wären sie mit einem wirklich guten Witz einfach mal für 20 Sekunden erlöst worden vom ständigen In-Sorge-Sein. So ein Lachen, das einen samt Kaffeekanne vom Tisch fegt und man kann nicht mal aufhören, wenn die geliebte Kaffeemaus einen dann aus den Scherben aufsammelt und besorgt anschaut, ob man jetzt nicht völlig ausgetickt ist.

Aber wenn es einen schüttelt, dann schüttelt es einen richtig.

Und dann geht man wieder raus aus der Tür, ist noch völlig durchschüttelt, weil die Pointe einen wirklich weggefegt hat, und dann steht wieder so ein Esel vor der Tür und fängt wieder mit seinem Sermon an. Nicht mal mit schmollender Miene. Man ist ja heute wer, wenn man ein rechter Esel ist. Sondern mit patriotischem Eselsstolz. Und die Stimmung kippt sofort wieder ins Trostlose, alles verwandelt sich in jämmerliche Gräue. Man möchte zum Opernsänger werden und Ojemine-Chöre anstimmen. Oder „IA“-Chöre. Bis alle in Sack und Asche gehen und das Jammertal auch so aussieht, wie es sich in Esels Ohren anhört.

Und wieso ich nun ausgerechnet auf Esel gekommen bin?

Das liegt an Heinrich Heine. Der hat sich schon 1855 gewundert, was sich da auf deutschen Wahlzetteln tummelte. Aber das zitier ich jetzt nicht. Sonst fühlt sich noch einer gemeint. Ich häng’s nur unten drunter unter den Text, weil es so erstaunlich frisch wirkt. Heinrich Heine, „Die Wahlesel“.

Es sind ein paar Pointen drin, wollte ich bloß noch anmerken, ein paar richtig gemeine. Also beklagen Sie sich hinterher nicht bei mir, wenn sie Bauchschmerzen haben, weil’s so bitterbös getroffen ist.

Esel
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