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Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal: 38 Einsendungen fürs Finale – Entscheidung im Juli

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    Wirklich erfahren, was am Ende auf dem Silbertablett präsentiert wird, wird der sterbliche Leipziger erst im Juli. Am 5. und 6. Juli tagt das Preisgericht zum Freiheits- und Einheitsdenkmal, wie das Schmuckstück heißen soll, das auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz 2014 feierlichst enthüllt werden soll. Fast wünscht man sich ganz klassisch eine Nike. Mehr nicht. Aber es wird wohl anders kommen.

    Bis zum 1. Juni – Datum des Poststempels – war Einsendeschlus für die 41 ausgewählten Bewerber und Bewerber-Mannschaften, die die Jury im Januar im ersten Wahlgang aus 325 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt hatte. Von den 41, die mitmachen durften, haben bis zum 1. Juni 38 ihre Entwürfe an das Architekturbüro ANP in Kassel geschickt, das den Wettbewerb im Auftrag der Stadt Leipzig betreut.

    Die Entwürfe wurden mittels einer Kennzahl anonymisiert eingereicht, so dass zum jetzigen Zeitpunkt weder der Absender noch der Autor bekannt sind. Diese Regelung ergibt sich aus den für Deutschland gültigen Wettbewerbsrichtlinien. Die Anonymisierung dient der sachgerechten und objektiven Bewertung durch das Preisgericht.

    Die ausgewählten Teilnehmer kommen aus insgesamt zehn Ländern, davon 23 aus Deutschland, 12 aus anderen europäischen Ländern, drei aus den USA und einer aus Japan. Zwei Teilnehmer kommen aus Leipzig. Unter den 41 Ausgewählten sind neun Künstler, zwei Architekten und ein Landschaftsarchitekt als Einzelbewerber sowie 29 Arbeitsgemeinschaften aus Künstlern/Architekten mit Stadtplanern und Ingenieuren.

    Dass nicht alle eingeladenen Teilnehmer Entwürfe abgeben, sei normal. Die Stadt Leipzig sei mit der Zahl 38 sehr zufrieden, meint Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat.
    Das Preisgericht tagt am 5. und 6. Juli in Leipzig und bestimmt insgesamt drei Preisträger und zwei Anerkennungen aus dem Kreis der eingereichten Entwürfe. Dafür stehen als Preissumme insgesamt 55.000 Euro zur Verfügung. Ein Bearbeitungshonorar wird in gleichen Teilen an alle Teilnehmer ausgezahlt, die einen zur Beurteilung zugelassenen Entwurf eingereicht haben. Dafür stehen insgesamt 120.000 Euro zur Verfügung. Das Ergebnis der Preisgerichtssitzung soll dann zeitnah nach deren Abschluss bekannt gegeben werden.

    Die feierliche Preisverleihung und die Eröffnung der Ausstellung mit allen eingereichten Entwürfen findet dann eine Woche später am 13. Juli um 14 Uhr im Neuen Rathaus, Untere Wandelhalle, im Beisein von Vertretern der Zuwendungsgeber Bund und Freistaat Sachsen statt. Am gleichen Tag um 19 Uhr lädt Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einer Einwohnerversammlung über die Ergebnisse des Wettbewerbs in den Festsaal des Neuen Rathauses ein. Dort soll das Wettbewerbsverfahren noch einmal erläutert, die prämierten Entwürfe sollen vorgestellt und die Möglichkeit zur Meinungsäußerung soll gegeben werden.

    Gleichzeitig mit der Eröffnung der Ausstellung wird die Stadt Leipzig ein Onlineforum unter www.leipzig.de/denkmal frei schalten, in dem die Preisträger und Entwürfe vorgestellt werden und Kommentare dazu abgegeben werden können.

    Erst nach der Sommerpause wird dann der Stadtrat wieder mit dem Thema beschäftigt.

    Das Ergebnis des Wettbewerbsverfahren und die Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung werden im Herbst dem Stadtrat vorgestellt. Dieser wird die Verwaltung mit der Durchführung des Verhandlungsverfahrens mit den Preisträgern nach den Vorgaben des europäischen Vergaberechts beauftragen. Gegenstand dieses Verhandlungsfahrens sind dann ausschließlich der Ablauf der Maßnahme, deren Umsetzung und die konkreten Honorare, teilt das Kulturamt mit.

    Die Stadt Leipzig werde dann unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichtes und der Ergebnisse des Verhandlungsverfahrens einen der Preisträger mit den weiteren Leistungen bei der Umsetzung beauftragen. Art und Umfang der Beauftragung sollen sicherstellen, dass die Qualität des Wettbewerbsentwurfs umgesetzt wird.

    Das Vorhaben einschließlich des Wettbewerbsverfahren wird mit bis zu 6,5 Millionen Euro als Zuwendungsmaßnahme durch den Bund und den Freistaat Sachsen gefördert. Das Denkmal soll zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eingeweiht werden.

    Zur Denkmalseite der Stadt Leipzig:

    www.leipzig.de/denkmal

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