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1,3 Millionen Euro für den Ingenieurnachwuchs

Hervorragende Quote an der HTWK Leipzig: Gleich vier Projektanträge erfolgreich

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 1,3 Millionen Euro zur Förderung von Ingenieurnachwuchsteams und kooperativen Promotionen. Unterstützt werden innovative Forschungsprojekte, bei denen Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft kooperieren. Die HTWK Leipzig war in der Förderrunde 2014 gleich mit vier Projekten erfolgreich und setzte sich gegen insgesamt 225 eingereichte Projektskizzen durch, von denen nur etwa ein Viertel bewilligt wurden. Die Projekte haben eine Laufzeit von drei bis vier Jahren.

Der Prorektor für Forschung der HTWK Leipzig, Prof. Markus Krabbes, sieht darin die Profilierungsbestrebungen der Hochschule bestätigt: „Um die Mittel, die das BMBF im Rahmen von Forschungsprogrammen an Hochschulen für Angewandten Wissenschaften jährlich ausreicht, besteht ein zunehmend starker bundesweiter Wettbewerb. Umso mehr freut mich der erneute Antragserfolg unserer Kollegen. Damit gelingt uns ein weiterer Schritt hin zu einer stärkeren Profilierung und noch strukturierteren Betreuung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses.“

Mit gleich drei Projektanträgen hat die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik die Gutachter überzeugt – ein besonders großer Erfolg. Der Dekan der Fakultät, Prof. Jens Jäkel, selbst Leiter eines der erfolgreich beantragten Projekte: „Die Förderung dieser Projekte ist besonders deshalb sehr erfreulich, da darüber für mindestens drei Absolventen eine Promotionsperspektive eröffnet wird und außerdem auch Studierende über die Nachwuchskonzepte in aktuelle Forschungsthemen einbezogen werden.“

Finanziert werden die Nachwuchsteams über das BMBF-Förderprogramm „Forschung an Fachhochschulen“ in der Förderlinie „IngenieurNachwuchs“, womit der Bund kooperative Promotionen von Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften unterstützt.

Im vergangenen Jahr warb die HTWK Leipzig insgesamt Drittmittel in Höhe von 10,3 Millionen Euro ein. Sie ist damit eine der forschungsstarken Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland, die zudem intensiv die Förderung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses vorantreibt. So setzt die Hochschule zur Vorbereitung solcher Anträge auch gezielt Fördermittel des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) ein, um im bundesweiten Wettbewerb um Forschungsfördermittel erfolgreich zu sein. Auch hat die Hochschule Unterstützungs- und Betreuungsstrukturen für Promovierende geschaffen und bietet mit CompeTE+ ein überfachliches Qualifizierungsprogramm für Promovierende an. Derzeit werden 86 Promovierende an der HTWK Leipzig betreut. Überwiegend sind dies eigene Absolventen, die im Rahmen von kooperativen Verfahren eine Promotion anstreben.

Die im Rahmen des BMBF-Programms „IngenieurNachwuchs“ 2014 geförderten Projekte sind:

Entwicklung eines Simulationssystems für das intraoperative Neuromonitoring in der HNO-Chirurgie (SimION) – Projektleiter: Prof. Jens Jäkel, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik

Datensicherheit in dynamischen Industrienetzwerken (DNSec) – Projektleiter Prof. Andreas Pretschner, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik

Nichtinvasive Erfassung und Analyse von Biosignalen zur unterstützenden Bewertung kritischer Vitalzustände (VitalDetector) – Projektleiter Prof. Matthias Sturm, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik

Entwicklung von Beurteilungskriterien für den Schlagregenschutz von Fassaden (RegeFa) – Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Möller. In diesem Projekt promoviert bereits der Diplomingenieur Mario Stelzmann im kooperativen Verfahren mit der Technischen Universität Dresden (siehe Foto).

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