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Modernste Straßenbahn Europas verlässt Leipzig

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    Die modernste Straßenbahn Europas ist heute Nacht auf den Straßen Leipzigs zu sehen. Allerdings nur für wenige Minuten und nicht auf Schienen. Die Leipziger Straßenbahnmanufaktur HeiterBlick GmbH aus Neulindenau liefert den hochmodernen Triebwagen TW 3000 via Schwerlasttransport nach Hannover an die niedersächsische Landeshauptstadt aus. Das Leipziger Vorzeigeunternehmen hat die Bahn 2012 selbst entwickelt und wird insgesamt 100 Straßenbahnen für die Hannoverschen Verkehrsbetriebe bauen.

    „Wir sind stolz auf diese Straßenbahn, sie gehört zu den modernsten der Welt“, sagte Produktionsleiter Daniel Wilsdorf (45) unmittelbar vor dem Abtransport. „Bevor die Bahn selbst rund 30 Jahre lang durch die Stadt fährt, wird sie auf ihrer längsten Reise von Leipzig nach Hannover mit Polizeieskorte kutschiert. Es ist immer wie ein kleiner Staatsakt, wenn eine dieser stolzen Bahnen hier die Produktionshallen in Plagwitz verlässt“, schmunzelte Wilsdorf. Für den Auftrag zur Entwicklung und Produktion der Hightech-Bahnen hatte sich die HeiterBlick GmbH bereits 2011 gegen ihre europäische Konkurrenz durchgesetzt.

    Technologie und Design

    Die Heiterblickbahn für Hannover ist eine sogenannte hochflurige Bahn – 25 Meter lang, 2,65 Meter breit sowie 3,75 Meter hoch. Das Fahrzeug wiegt 44 Tonnen, kann bis zu 177 Fahrgäste gleichzeitig befördern und praktischerweise in zwei Richtungen fahren. Die Bahn kostet rund 2,5 Mio. Euro und ist auf eine Lebensdauer von 30 Jahren angelegt. Deshalb, so Produktionsleiter Daniel Wilsdorf, sei die Bahn mit allem ausgestattet, was heutige Technologie möglich macht: Acht Doppeltüren für schnellen Fahrgastwechsel, hoher Komfort durch eine Fahrgastraumtemperierung, geräumige Wagenteile mit großzügigen Stellflächen in zwei Mehrzweckabteilen, Videoüberwachung, Multimediascreens, steuerbares Ambiente-Licht, Rückspiegel-Kameras und hochmoderner Fahrerarbeitsplatz mit Memory-Sitz.

    „Außerdem ist unsere Bahn die schönste Straßenbahn Deutschlands“, sagte Wilsdorf selbstbewusst. Das Design wurde von dem namhaften Stuttgarter Designer Max Ruhdorfer der schwäbischen Agentur Tricon erstellt, die auch das Design für die Metro in Hongkong sowie für die Stadtbahn in San Francisco entworfen hat. Wilsdorf: „So ist Leipzig wieder einmal an der Weltspitze unterwegs.“

    Die HeiterBlick GmbH ist das Nachfolgeunternehmen der Produktions- und Wartungsgesellschaft der Leipziger Verkehrsbetriebe. Sie ist eine 100-prozentige Tochter von KIROW ARDELT/Kranunion, dem Weltmarktführer für Eisenbahnkräne und Transporter für Stahlwerkslogistik. Heiterblick beschäftigt rund 100 Mitarbeiter am Standort in Neulindenau und gilt als das Unternehmen mit der modernsten Straßenbahnfertigung der Welt.

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    3 KOMMENTARE

    1. „Modernste Straßenbahn Europas“ mit Schwellen und Stufen, also nicht barriere- arm oder frei, oder gar behindertengerecht???, da ist aber was falsch.
      Die Überschrift oder die Bahn.

    2. „Hochflurig“ bedeutet heutzutage, dass innerhalb des Wagens rauf und runter geklettert werden muss. So wie es bei den Leolinern ist (für ungeübte Trambenutzer: das sind die eher eckigen Waggons mit der ovalen Sitzlandschaft in der hinteren Wagenhälfte).

      So richtig behindertengerecht ist es also auch nicht, und so sehr modern ebensowenig. Man tut niemandem unrecht, wenn die Leipziger Herstellerfirma eher zu der großen Gruppe der „günstigen“ No-Name-Produzenten zählt…

    3. Früher gingen Möbel und Spielzeug via Neckermann und Quelle in eben die gleiche Richtung. Hier gab es nichts von all dem Schönen – wie sich die Geschichten doch gleichen 😉

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