Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Polizeibericht, 13. Juli: Dokumente geraubt, Lkw-Fahrer und Zeugen gesucht, Fahrraddiebe erwischt

Im Park an der Goethestraße kam es am Dienstagnachmittag zu einer Auseinandersetzung bei der einem Ägypter Dokumente geraubt wurden +++ In Seehausen kam ein 17-Jähriger Motorradfahrer wegen eines LKWs zu Fall – In beiden Fällen werden Zeugen gesucht, in Fall 1 besonders der Taxifahrer, der zu Hilfe kam +++ Gleich drei Mal erwischte die Polizei Fahrraddiebe auf frischer Tat.

Die Zigarette davor

Im Park an der Goethestraße kam es am Dienstagnachmittag, 16:30 Uhr, zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Ägypter und einem Tunesier. Was zuerst im freundlichen Gespräch bei einer Zigarette entstand, eskalierte schnell. Der Ägypter war um eine Zigarette gebeten worden, welche er auch gern hergab. Als er dann aber auch um Geld gebeten wurde, musste er ablehnen. Darauf wurde der Tunesier wütend und beschimpfte seinen Gesprächspartner auf das übelste bezüglich seiner Herkunft. Als sich der Beschimpfte zum Gehen umdrehte, bekam er einen Tritt in den Rücken, der ihn zu Boden sinken ließ. Der Tunesier lag dann auf ihm, hielt ihn fest und kramte in seinen Taschen. Dies sah ein Taxifahrer, der in unmittelbarer Nähe stand. Er griff beherzt zu und zog den Angreifer von seinem Opfer herunter. Ohne weitere Worte machte sich der Streitsuchende davon. Der Angegriffene stellte fest, dass ihm Dokumente fehlen. Er suchte die Polizei auf. Mehrfach drückte er seinen Dank und seine Bewunderung an den Taxifahrer für das beherzte Eingreifen aus.

Den Angreifer beschrieb er wie folgt:

– Kräftige Statur ca. 1,80 m groß
– braune Haut, schwarze Haare, keine Gesichtsbehaarung
– Er trug ein weißes T-Shirt, kurze knielange Hose, Sandalen

Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen, insbesondere den Taxifahrer, die Hinweise zum Sachverhalt geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Lkw-Fahrer und Zeugen gesucht

Ein 17-jähriger Nutzer eines schwarzen Leichtkraftrades der Marke Suzuki befuhr gestern die Verbindungsstraße von der Ortslage Mutschlena in Richtung der Ortslage Gottscheina. In der Ortslage Gottscheina durchfuhr er eine Rechtskurve, in der ihm um 13:05 Uhr ein großer Lkw mit Auflieger entgegenkam. Aufgrund der geringen Straßenbreite fuhr der Lkw ziemlich weit links, so dass der 17-Jährige den Lkw seitlich berührte. Daraufhin kam der 17-Jährige mit dem Motorrad zu Fall und schlitterte auf den Asphalt in Richtung Gegenverkehr. Hinter dem Lkw fuhr ein Pkw, der den Unfall gesehen hatte und rechtzeitig anhalten konnte, so dass der 17-Jährige nicht in dieses Fahrzeug hineinrutschte. Der Pkw-Fahrer stieg aus. Der 17-Jährige nahm sein Motorrad und schob es von der vielbefahrenen Straße.

Der Fahrer des Lkw hielt zunächst an, stieg aus und wechselte mit dem 17-Jährigen einige Worte. Anschließend setzte er sich wieder in den Lkw und fuhr unerlaubt von der Unfallstelle davon. Bei dem Lkw hat es sich um eine dunkelrote Sattelzugmaschine gehandelt. Der Fahrer war ca. 175 cm groß, von kräftiger Gestalt und hatte kurze braun/graue Haare. Der 17-Jährige wurde nicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 3.500 Euro.

Die Verkehrspolizei sucht nun weitere Zeugen zum genannten Sachverhalt, die Hinweise zum Verhalten der Unfallbeteiligten geben können sowie den Lkw-Fahrer, der den Unfallort unerlaubt verlassen hatte. Diese wenden sich bitte an die VPI Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 – 2851 (tagsüber) sonst 255 – 2910.

Drei Mal Fahrraddiebe erwischt

In den frühen Mittwochmorgenstunden beobachteten Anwohner der Stuttgarter Allee drei Personen, die von abgestellten Fahrrädern Teile abmontierten. Sie riefen die Polizei. In unmittelbarer Tatortnähe konnten dann drei 16- und 17-jährige Personen gestellt werden, auf die die Beschreibung passte. Sie müssen sich nun wegen Diebstahls verantworten.

Zur gleichen Zeit stellte eine Polizeistreife in der Holbeinstraße zwei Personen fest, die gleich drei Fahrräder mit sich führten. Eins davon war als gestohlen gemeldet. Die beiden hatten Einbruchswerkzeug dabei. An der Tür eines nahe gelegenen Hauses fanden die Polizisten Hebelspuren, die mit den Werkzeugen genau aneinander passten. Da der Verdacht bestand, dass auch die anderen Fahrräder gerade eben entwendet wurden, kassierten die Beamten auch diese ein. Die Beiden müssen sich nun zumindest für einen versuchten Einbruchsdiebstahl verantworten.

In der Lilienstraße waren am Dienstagmittag Polizisten im Einsatz als sie vom Nachbargrundstück Klopfgeräusche hörten. Als sie nachsahen, fanden sie einen Mann im Gebüsch versteckt, der ihnen bereits bestens bekannt war. Im Hof standen zwei Fahrräder, die ursprünglich mit Schloss gesichert waren. Die Fahrradschlösser waren aber beide zerstört. Daneben lag Werkzeug, das zum Aufbrechen dient. Der 25-Jährige versuchte sich noch herauszureden. Es half aber alles nichts, er muss sich nun wegen versuchten Diebstahls verantworten. Die nunmehr ungesicherten Fahrräder konnten die Polizisten nicht stehen lassen. Sie nahmen sie zur Eigentumssicherung mit zur Dienststelle.

BMW brannte, Citroen beschädigt

Der Halter (46) eines BMW hatte sein Fahrzeug am Vortag, gegen 23:30 Uhr, in der Anton-Bruckner-Allee abgestellt. Heute früh mussten ihm Polizeibeamte mitteilen, dass sein Pkw brennt. Er ging zum Abstellort. Dort hatten die Kameraden der Feuerwehr die Löscharbeiten bereits abgeschlossen. An seinem Auto war der vordere Teil, Motorbereich und Frontscheibe, verbrannt. Auch der davor parkende Citroen (Halter: 31) wurde durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe des Gesamtschadens beläuft sich auf ca. 17.000 Euro. Die Feuerwehr und Polizei gerufen hatte eine Passantin (51). Kripobeamte ermitteln wegen Brandstiftung.

Gelegenheit macht Diebe

Der Angestellte (42) einer Firma lieferte gestern Nachmittag Pakete aus. Er hielt in der Stuttgarter Allee vor dem Grundstück Nr. 8, stieg aus und verschloss sein Fahrzeug. Allerdings bemerkte er nicht, dass die Scheibe der Fahrertür noch offen war. Als er nach kurzer Zeit wieder zurückkehrte, musste er das Fehlen seines Smartphones, das in einer Halterung mit Saugnapf an der Frontscheibe steckte, feststellen. Ein Unbekannter hatte den Moment der Unaufmerksamkeit für sich ausgenutzt und zugegriffen. Der Geschädigte erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei. Ihm entstand Schaden in Höhe von ca. 745 Euro. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Einbrecher dingfest gemacht

Der Täter hebelte heute Nacht ein Fenster des Blumengeschäftes in der Tauchaer Straße auf und stieg ein. Er durchsuchte alles und fand kleinere Bargeldbeträge im Gesamtwert einer niedrigen zweistelligen Summe, die er einsteckte. Damit flüchtete er aus dem Laden. Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hatten die Polizei über den Einbruch in Kenntnis gesetzt. Durch Beamte der Bereitschaftspolizei konnte er noch in Tatortnähe gestellt und vorläufig festgenommen werden. Er wurde in das Zentrale Polizeigewahrsam gebracht und wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Bei ihm handelt es sich um einen 23-Jährigen. Dieser hatte zuvor falsche Angaben zu seiner Person gemacht, diese dann später gegenüber den Beamten korrigiert.

Gefälschte Kennzeichen aus Ungarn

Etwas überrascht war die Leipziger Polizei, als sie Post aus Ungarn erhielt; enthielt das Paket doch vier Kennzeichentafeln mit zwei roten Kennzeichen (jeweils vorn und hinten), die auf eine Leipziger Firma zugelassen sein sollen. Dazu die vermeintlich zugehörigen Kennzeichenhefte. Wie sich nach eingehender Prüfung herausstellte: alles Totalfälschungen. Sowohl die Plaketten der Stadt Leipzig auf den Kennzeichen, als auch die Stempel in den Nachweisheften erwiesen sich als gefälscht. Da hatten die ungarischen Kollegen bei ihrer Kontrolle wohl zwei Volltreffer erzielt.

Zwei Verletzte nach Unfall auf Autobahn

Der Fahrer (65) eines VW Passat war gestern Nachmittag auf der BAB 14 in Richtung Dresden unterwegs mit der Absicht, diese an der Anschlussstelle Leipzig-Ost wieder zu verlassen und fuhr im Verzögerungsstreifen. Der Fahrer (67) eines Renault Megane befand sich im linken Fahrstreifen, überholte zwei Lkw und wechselte vor diesen nach rechts in die Ausfahrt. Hierbei kollidierte er mit einem MAN-Sattelschlepper (Fahrer: 50) und dem VW Passat. Er schleuderte zurück an den Unterfahrschutz der Sattelzugkombination und stieß in der weiteren Folge zweimal gegen die mittlere Schutzplanke, bevor er dort stehen blieb. Beim Unfall verletzte sich der 67-Jährige schwer. Er wurde durch Kameraden der Feuerwehr der Stadt Leipzig, die mit drei Fahrzeugen und 18 Kameraden am Unfallort waren, gerettet und stationär in einer Klinik aufgenommen. Der 65-Jährige erlitt leichte Verletzungen und konnte ambulant behandelt werden. Während der Unfallaufnahme war die BAB 14 im Bereich der Anschlussstelle Leipzig-Ost für 1,5 Stunden voll gesperrt. Reinigungsarbeiten der Fahrbahn wurden durchgeführt. An den Fahrzeugen und der Mittelleitplanke entstand Sachschaden in Höhe von ca. 115.000 Euro. Gegen den Renaultfahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

PolizeiMelderZeugenaufrufe
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> IHK-Statement zum heutigen Kabinettsbeschluss zur Grundsteuerreform
Sachsen bringt Grundsteuerreform auf den Weg
INTERREG-Projekt „1000 Jahre Oberlausitz – Menschen, Burgen, Städte“ präsentiert seine Tafelausstellung
Stadt will den Neubau kleiner Wohnungen für Einkommensschwache fördern
Übergabe und Test mobiler Covid-19 Beprobungsstation
Unterstützung des „Islamischen Staates“ (IS) und mitgliedschaftliche Beteiligung an der „al-Shabaab-Miliz“
Polizeibericht 14. Juli: Vermisste 24-Jährige tot aufgefunden, Tödlicher Unfall, Trickbetrug
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Sachsen will Großveranstaltungen ab dem 1. September wieder erlauben
Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle Leser/-innenFußballstadien mit mehreren tausend Menschen und ähnliche Großveranstaltungen sind seit Monaten nur noch als Erinnerung präsent. Doch das könnte sich bald ändern. Sachsen will solche Veranstaltungen ab dem 1. September wieder erlauben. Zudem hat das Kabinett eine ab Samstag geltende Corona-Schutzverordnung erarbeitet, die weitere Lockerungen enthält. Während die Maskenpflicht bestehen bleibt, verabreden sich Corona-Leugner/-innen zum Einkaufen ohne Maske.
Corona-Effekt: Leipzig verlor im zweiten Quartal über 600 Einwohner/-innen
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Corona-Shutdown sorgte nicht nur dafür, dass viele Leipziger auf einmal im Homeoffice festsaßen, Urlaubsreisen ausfielen und viele Geschäfte geschlossen hatten. Er brachte das Umzugsgeschehen fast komplett zum Erliegen. Wer kein Studium beginnt oder eine neue Arbeitsstelle antritt, der bleibt da lieber, wo er ist. Und das machte im zweiten Quartal 2020 sehr gut sichtbar, wie sehr das Leipziger Bevölkerungswachstum vom Zuzug abhängt.
Ein Managementplan für wilde Vögel in Leipzig wäre wohl keine schlechte Idee
Tauben auf dem Leipziger Markt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht hätten die Grünen in ihrer Anfrage vielleicht doch weniger nach der Taubenvergrämung in Leipzig fragen sollen als nach den Plänen der Leipziger Verwaltung, wilde Vögel in der Stadt tatsächlich zu schützen. Denn über Vergrämung weiß man im Rathaus recht viel – beim Schutz der Vögel aber hat man nur lauter stumpfe Instrumente und nicht wirklich einen Plan.
Warum man die Rietzschke wohl lieber nicht verrohrt hätte und bald wieder freilegen sollte
Ausschnitt der Starkregen-Gefahrenkarte zwischen Paußnitz und Wundstraße. Karte: Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und Bodenordnung, Verkehrs- und Tiefbauamt

Karte: Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und
Bodenordnung, Verkehrs- und Tiefbauamt

Für alle LeserSo tauchen Flüsse wieder auf und am Ende bleibt völlig rätselhaft, warum Leipzigs Verwaltung sich gar nicht so richtig gemeint fühlt von den Ergebnissen der am Montag, 13. Juli, vorgestellten Starkregen-Gefahrenkarte. Auch wenn Peter Wasem, Leiter des Umweltschutzamtes, erklärte: „Der Schutz vor Überflutung durch Oberflächenwasser ist Gemeinschaftsaufgabe von Kommune, Bürgern und weiteren Akteuren.“ Bürgerinnen und Bürger könnten durch die Entsiegelung von Flächen in Höfen oder Einfahrten oder die Begrünung von Dächern auch selbst aktiv werden. Und die Stadt?
Auch Westsachsen fällt weiter durch nitratbelastetes Grundwasser und hypertrophierte Flüsse auf
Überdüngt: Das Wasser der Weißen Elster. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDeutschland ist ja so ein besonders zu großen Konzernen sehr freundliches Land. Da ist man zwar Teil der EU und unterschreibt auch wichtige Regularien, die die Umweltbelastung verringern und der Gesundheit der Menschen guttun sollen. Aber so richtig ernsthaft in die Pflicht will man die Konzerne nicht nehmen. Das Ergebnis ist bei Autoabgasen, fairer Produktion oder Nitratbrühe im Grundwasser überall dasselbe: Es passiert viel zu wenig. Die Themen werden ausgesessen.
Juliane Nagel: Es braucht keine Straßennamen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit!
Die Ernst-Pinkert-Straße führt direkt zum Zoo. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm Rahmen der Stadtratssitzung am 9. Juli 2020 beantwortete der Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning auch die Einwohneranfrage zur Umbenennung der Ernst-Pinkert-Straße und -Schule. Er schloss die Beantwortung mit der Darlegung seiner persönlichen Meinung. Demnach hätte die Benennung von Straßen oder öffentlichen Einrichtungen auch nach Persönlichkeiten mit problematischen Einstellungen eine pädagogische Wirkung und würde die kritische Auseinandersetzung fördern. Eine Auffassung, der die Linke-Stadträtin Juliane Nagel deutlich widerspricht.
Montag, der 13. Juli 2020: Schulen im Normalbetrieb und Hochschulen vor ungewissem Semester
Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle Leser/-innenDas sächsische Kultusministerium möchte das kommende Schuljahr weitgehend im Normalbetrieb durchführen – ohne allgemeine Maskenpflicht, aber mit uneingeschränkter Präsenzpflicht. Ob und inwieweit die Hochschulen im Wintersemester zur Präsenzlehre zurückkehren können, ist noch ungewiss. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 13. Juli 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Gastkommentar von Christian Wolff: Was tun? – Praktische Erwägungen zur Krise der Kirche
Blick zum Turm der Peterskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Ging eine Schockwelle durchs Land? Hörten Kommentatoren Alarmglocken läuten? Nein. Stattdessen: Apathie, Ratlosigkeit, Verdrängung, Ignoranz.“ – mit dieser Feststellung kommentiert Malte Lehming im Berliner „Tagesspiegel“ die weitgehende Nicht-Reaktion der Kirchen auf die erschreckenden Austrittszahlen 2019. In der Tat: In vielen Kirchgemeinden verläuft die Debatte über die düsteren Zukunftsperspektiven der eigenen Institution mehr als verhalten.
Berg der investiven Ausgabereste wuchs in Leipzig 2019 um 68 Millionen Euro an
Ein Berg von Ausgaberesten ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie haben sich alle Mühe gegeben, Leipzigs Planer, von den 657 Millionen Euro, die ihnen im letzten Jahr fürs Bauen von Schulen, Straßen und Brücken zur Verfügung standen, möglichst viel verbaut zu bekommen. Aber auch der Endspurt im Herbst hat nicht geholfen. Über 300 Millionen Euro bekamen sie einfach nicht an den Markt. Am Donnerstag, 9. Juli, hat Finanzbürgermeister Torsten Bonew sozusagen die Baubilanz für 2019 gezogen.
Der Stadtrat tagte: Leipzig kann jetzt das Vorkaufsrecht für dringend benötigte Flächen am Bahnbogen Leutzsch anmelden + Video
Das Plangebiet zwischen Ludwig-Hupfeld-Straße (unten) und dem ehemaligen Straßenbahndepot der LVB (oben). Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserEigentlich sollte am Donnerstag, 9. Juli, Tim Elschner reden zum Änderungsantrag der Grünen-Fraktion zum Bebauungsplan Nr. 452 „Bahnbogen Leutzsch“. Da er verhindert war, sprach Kristina Weyh für ihn und warb für eine Neuaufnahme des Bürgerbeteiligungsprozesses in Leutzsch, der nach zwei Workshops zu den Georg-Schwarz-Brücken abgebrochen worden war. Und wenn man den Grünen-Antrag liest, steht das auch nicht anders darin.
Der Stadtrat tagte: Klimareferat soll jetzt aller zwei Jahre über die Erfolge seine Arbeit berichten + Video
Klimademo vor der Kongresshalle. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 9. Juli ging es ja nach der Klimapoltischen Doppelstunde hoch her, als die Entscheidung des Stadtrates zum Sofortmaßnahmenprogramm zum Klimanotstand noch einmal um eine ganze Woche verschoben wurde, weil noch am Morgen des 9. Juli acht Änderungsanträge eingereicht worden waren. Ein Unding, fand Jürgen Kasek, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Doch eine Mehrheit im Stadtrat hat ja bekanntlich der Verschiebung doch zugestimmt.
Der Stadtrat tagte: Antrag der AfD-Fraktion zur Aussetzung der Umweltzone war binnen einer Minute vom Tisch + Video
Sylvia Deubel (AfD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuch diese Abstimmung im Leipziger Stadtrat ging am 9. Juli schnell über die Bühne und zeigte eigentlich, wie völlig aus der Zeit gefallen das Autodenken von AfD und CDU mittlerweile ist. Im April, mitten im Corona-Shutdown, hatte die AfD-Fraktion im Stadtrat die Aussetzung der Leipziger Umweltzone beantragt. Auf die Idee muss man erst einmal kommen, wenn nur noch 3,5 Prozent aller registrierten Fahrzeuge keine Grüne Palette haben. Die Zahl sinkt seit Jahren.
Scherbenhelden: Johannes Herwigs Punk-Roman aus den 1990er Jahren in Leipzig
Johannes Herwig: Scherbenhelden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich muss man wirklich jung gewesen sein in dieser Zeit. Wer sonst sollte so über die 1990er Jahre in Leipzig berichten? Über diese Jahre, die die Erwachsenen als Zusammenbruch aller Konstanten in ihrem bisherigen Leben erlebten. Nicht ahnend, wie diese Jahre nachwirken werden. Später. Also heute. „Und doch hatte ich das Gefühl, etwas wäre verloren gegangen. Etwas Wichtiges“, lässt Johannes Herwig seinen Helden Nino denken. Kurz vor Schluss, bevor er mit einem kleinen Funken Hoffnung endet.
Der Stadtrat tagte: Antrag des Jugendparlaments zu den S-Bahn-Haltepunkten Leipzig-Nord und Essener Straße ohne Federlesen angenommen + Video
Berliner Brücke mit S-Bahn-Haltepunkt Leipzig-Nord. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserEs ging ein bisschen drunter und drüber, gerade in der heißen Bauphase des Leipziger City-Tunnels, als immer heftiger über die Baukosten für dieses zentrale Bauteil des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes diskutiert wurde und geradezu schrill darüber debattiert wurde, dass die Kosten von 1 Milliarde Euro gerissen werden könnten. Ein Kollateralschaden dieser Debatte waren Dutzende Streichungen und Verschiebungen in den sogenannten „netzergänzenden Maßnahmen“. Dazu gehörten auch wichtige S-Bahn-Haltepunkte.
Der Stadtrat tagte: Mindestens drei neue Schulen in Leipzig werden jetzt auf ihre Eignung als Gemeinschaftsschule geprüft +Video
Ute Köhler-Siegel, SPD. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzigs Stadtrat hat sich vor der Sommerpause noch einmal die Tagesordnung richtig vollgepackt. In drei Sitzungen werden jetzt noch Dutzende wichtige Richtungsentscheidungen getroffen. Eine gab es am Mittwochabend, 8. Juli. Da kam kurz vorm Schlafengehen noch der SPD-Antrag zur Einrichtung von Gemeinschaftsschulen zur Abstimmung. Denn in der nächsten Woche müsste ja auch die Entscheidung im Sächsischen Landtag dazu fallen.